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Blended Learning: große Chancen für den Kompetenzaufbau

Blended Learning? Was hinter dem Begriff steckt, wissen nur wenige. Dabei ist das hybride Lernkonzept vielerorts längst an der Tagesordnung: Das Lernkonzept kombiniert Online- und Präsenz-Bildungsangebote. Damit gelingt der betriebliche Kompetenzaufbau, insbesondere auf technischen Themenfeldern erfahrungsgemäß besser. Was Sie bei der Entwicklung Ihrer eigenen Strategie beachten sollten.

Universitäten ergänzen Präsenzveranstaltungen immer öfter durch webbasierte Trainings, Unternehmen erleichtern neuen Mitarbeitern mithilfe digitaler Lösungen den Einstieg oder nutzen E-Learning-Plattformen, um eigenes Personal gezielt weiterzuentwickeln. So können Angestellte selbst entscheiden, wann und wo sie lernen – ob zu Hause oder unterwegs. Doch hybride Lernangebote erhöhen nicht nur die Flexibilität der Kompetenzentwicklung. Sie ebnen auch den Weg zu niedrigeren Kosten im Unternehmen und höheren Lernerfolgen bei den Mitarbeitern. Das ist das Ergebnis einer zehnjährigen Metaanalyse des amerikanischen Bildungsministeriums. Kein Wunder, dass sich Blended Learning auch im Unternehmensumfeld wachsender Beliebtheit erfreut: Allein in den USA hat sich der Anteil betrieblicher Trainingsstunden im Rahmen integrierter Lernkonzepte im Jahr 2018 von 35 Prozent auf 69 Prozent nahezu verdoppelt. Das liegt nicht zuletzt an der fortschreitenden Digitalisierung: Denn früher ging es bei Blended-Learning-Programmen vor allem darum, Präsenz- und Online-Angebote zu kombinieren. Heute erschließen sie Unternehmen darüber hinaus eine Vielzahl interaktiver Lernwerkzeuge – und damit ganz neue Lernwelten.

Basics für die Entwicklung eigener Blended Learning-Konzepte 

  • Feedback einholen: Das 360 Grad Feedback ist das A und O einer erfolgreichen Personalentwicklung. Online-Tools stellen dafür die richtigen Weichen. Sie ermöglichen Mitarbeitern und Managern, sich gegenseitig per Mausklick zu beurteilen. Auf dieser Basis lassen sich anschließend passgenaue Blended Learning-Angebote entwickeln.
  • Hybride Lernangebote verzahnen: Integrierte Lernkonzepte vermitteln Wissen durch eine logische Verknüpfung unterschiedlicher Lernformen. Damit das gelingt, müssen spielerische Simulationen, virtuelle Exkursionen und soziale Zusammenarbeit nahtlos ineinandergreifen. Anders gesagt: Blended Learning ist ein Prozess. Es reicht nicht, die Angebote verfügbar zu machen. Sie müssen auch kontinuierlich betreut und weiterentwickelt werden.
  • Im Gespräch bleiben: Interaktive Lernangebote erfordern viel Selbstdisziplin und Eigenverantwortung der Teilnehmer. Umso wichtiger ist es, dass Lernende bei Fragen einen Ansprechpartner haben. Interaktive Diskussionsmöglichkeiten und zeitnahes Feedback sind Studien zufolge ein wichtiger Erfolgsfaktor hybrider Weiterbildungsprogramme.
  • Wissensvermittlung personalisieren: Ein großer Vorteil des Blended Learning besteht darin, dass sich Weiterbildungsangebote gezielt an den individuellen Bedürfnissen der einzelnen Mitarbeiter ausrichten lassen. Statt überflüssige Informationen per Gießkannenprinzip zu konsumieren, lernt jeder nur das, was er für seinen Job auch wirklich benötigt.
  • Externe Inhalte nutzen: Unternehmensinterne Lerninhalte sollten mit externen Online-Inhalten angereichert werden. So lassen sich Synergieeffekte nutzen und moderne Lernerlebnisse ermöglichen. Mithilfe digitaler Tools sind geeignete Inhalte im Handumdrehen zu identifizieren.
  • Neue Wege gehen: Frontale Wissensvermittlung ist out. Präsenzveranstaltungen sind bestens geeignet, um online erworbene Kenntnisse durch Rollenspiele oder Diskussionen zu vertiefen. Innovative Technologien wie Augmented und Virtual Reality ermöglichen zudem „Learning by Doing“ in risikofreien Umgebungen. Zugangshürden beseitigen: 75 Prozent der Kompetenzen, die Mitarbeiter für ihren Job benötigen, erwerben sie im Arbeitsalltag. Social Media-Tools, Chatbots und Online-Diskussionsforen machen im Unternehmen vorhandenes Wissen per Mausklick verfügbar.
  • Lernerfolge überprüfen: Nach der Weiterbildung ist vor der Weiterbildung: Blended Learning ist ein kontinuierlicher Prozess. Dementsprechend wichtig ist es, nach Abschluss entsprechender Programme den Lernerfolg der Mitarbeiter zu überprüfen – am besten wieder in Form einer unabhängigen Kompetenzmessung. Denn so lassen sich potenzielle Mängel im interaktiven Lernangebot gezielt ermitteln und schließen.

Wer das nötige Know-how nicht im Hause hat, sollte sich bei der Entwicklung und Umsetzung hybrider Lernkonzepte auf externes Know-how stützen. Global tätige Kompetenzentwickler haben Erfahrung in der Erstellung maßgeschneiderter Lernarchitekturen, die genau auf die Ziele des Unternehmens einzahlen.

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Tobias Kirchhoff
Tobias Kirchhoff