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9 Tipps, wie Lernen lernen wirklich gelingt!

„Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir.“ Das wusste schon der römische Philosoph Seneca. Die logische Konsequenz aus dieser Erkenntnis: Lebenslanges Lernen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie lerntechnisch erfolgreich am Ball bleiben.

App-Entwickler, Datenwissenschaftler, Experten für Künstliche Intelligenz: Die Digitalisierung schafft schon jetzt eine Vielzahl neuer Berufsbilder. Laut Schätzungen des Weltwirtschaftsforums werden 65 Prozent der Kinder, die heute die Grundschule besuchen, einmal in Berufen landen, die es derzeit noch gar nicht gibt. Dagegen werden z.B. traditionelle Handwerksberufe zunehmend von der Bildfläche verschwinden.

Wer in der Berufswelt von morgen Fuß fassen will, muss also flexibel und aufgeschlossen für Neues sein. Fest steht: In einer Zeit, in der Arbeitnehmer sich ständig mit wechselnden Rahmenbedingungen und Anforderungen auseinandersetzen müssen, kommt es vor allem darauf an, zu lernen. Und zwar nicht nur in Studium und Ausbildung. Sondern am besten lebenslang. Institutionelle und betriebliche Fort- und Weiterbildungen, E-Learnings, Webinare, Coachings, Schulungen oder Zertifizierungen bieten dazu eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Trotzdem macht gerade einmal jeder Zweite davon Gebrauch. Manche scheuen den Aufwand, andere fürchten, am Lernstoff zu scheitern. Kein Wunder, schließlich ist es bei vielen Arbeitnehmern schon einige Jahre her, dass sie das letzte Mal die Schulbank gedrückt haben. Und so mancher hat sich mit dem Lernen schon damals schwergetan. Umso wichtiger ist es, den gezielten (intentionalen) oder beiläufigen (impliziten) Erwerb neuer Fähigkeiten wieder oder neu zu lernen. Denn mit der richtigen Lernstrategie steht einem erfolgreichen Lernen auch im Erwachsenenalter nichts im Wege. Folgende Punkte sollten Sie dabei beachten:

1. Zeitplan festlegen

Unstrukturiertes und unorganisiertes Lernen führt selten zum Erfolg. Stattdessen sollten Sie feste Lernzeiten für sich definieren. Dabei gilt: Lieber jeden Tag eine Stunde lernen, als das ganze Wochenende durchzubüffeln. Tipp: Ein Organizer hilft, Aufgaben zu priorisieren und gezielt abzuarbeiten.

2. Etappenziele definieren

Etappenziele sorgen dafür, dass die Lernmotivation im Laufe der Zeit nicht nachlässt. Legen Sie deshalb schon von Beginn an unterschiedliche Teilziele fest – und belohnen Sie sich, wenn eins davon erreicht ist. Der Vorteil: Sie halten sowohl das bereits Erreichte als auch den noch vor Ihnen liegenden Weg ganz einfach im Blick.

3. Persönlichen Lernstil ermitteln

Während der eine sein Wissen durch den Konsum von Fachbüchern erweitert, lernt der andere besser durch Zuhören, Zuschauen oder Ausprobieren. Finden Sie heraus, ob Sie ein visueller, auditiver, motorischer oder kommunikativer Lerntyp sind. So können Sie anschließend die besten Lerntechniken für sich zusammenstellen.

4. Geeignete Werkzeuge nutzen

Um den Lehrstoff zu verinnerlichen, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden: Vom klassischen Karteikarten-System, über Notizen, Mindmaps und Lernposter bis hin zu praktischen Versuchen und Lerngruppen helfen, Zahlen, Daten und Fakten dauerhaft im Gehirn zu verankern.

5. Mit allen Sinnen lernen

Je mehr Sinneskanäle am Lernprozess beteiligt sind, desto besser wird Gelerntes verinnerlicht. Wer beim Lernen nur zuhört, behält 20 Prozent des Lehrstoffs, wer Auge und Ohr einsetzt, dem bleiben schon 50 Prozent im Gedächtnis. Am besten, Sie bündeln visuelle, auditive, motorische und kommunikative Werkzeuge. Denn dann steigt die Erinnerungsquote sogar auf bis zu 90 Prozent.

6. Lern(frei)räume schaffen

Mal eben in der TV-Werbepause eine kurze Lerneinheit auf dem Sofa einschieben? Vergessen Sie es! Lernen erfordert Konzentration. Voraussetzung dafür: Eine ruhige Atmosphäre, ein fester Lernort und regelmäßige Pausen, in denen das Gehirn die erarbeiten Informationen verarbeiten kann.

7. Erfahrungshorizont einbringen

Kinder lernen in der Regel schneller, Erwachsene profitieren dagegen durch einen im Laufe der Jahre erworbenen Wissensschatz. Nutzen Sie diese sogenannte „kristalline Intelligenz“ und verknüpfen den Lehrstoff mit Ihren persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen. Das verbessert Ihren Lernerfolg.

8. In Bewegung bleiben

Bewegung aktiviert die motorischen Zentren Ihres Gehirns, die an der Verarbeitung und Speicherung von Informationen maßgeblich beteiligt sind. Anders gesagt: Inhalte lassen sich leichter verinnerlichen, wenn Sie sich beim Lernen bewegen. Stehen Sie beim Lernen deshalb immer mal wieder auf und gehen ein paar Schritte.

9. Üben, üben, üben

Übung macht den Meister: Regelmäßiges Training ermöglicht, dass sich Gelerntes dauerhaft im Gehirn verankert. Ruhen Sie sich deshalb niemals auf Ihren Lorbeeren aus, sondern wiederholen Sie auch Wissen, das Sie bereits beherrschen.

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Tobias Kirchhoff
Tobias Kirchhoff