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Berufliche Weiterbildung - Lehrgänge zum Meister

Pandemie-konform: Meisterlehrgänge und Ausbildereignung für eine erfolgreiche berufliche Zukunft.

Aufgrund des Fachkräftemangels blieben in Deutschland im Frühjahr 2020 über 60.000 Stellen sogenannter Spezialistentätigkeiten (Meister und Techniker) unbesetzt. Zusätzlich wurden zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen Pandemie-bedingt abgesagt.

„Die TÜV Rheinland Akademie hat frühzeitig auf die veränderten Ausbildungsbedingungen reagiert und ermöglicht es Interessierten dank eines hybriden Lernmodells, sich auch in Zeiten der Pandemie optimal für die berufliche Zukunft aufzustellen“, berichtet Claudia Raasch, Lehrgangsleiterin im TÜV Rheinland Akademie Trainingscenter in Magdeburg.

 

Meisterausbildung 4.0: Mit Live-Online-Trainings zum erfolgreichen Abschluss

Mit einer Kombination aus Präsenzunterricht, Live-Online-Training (LOT), Web-Campus und E-Tutoring bietet die TÜV Rheinland Akademie angehenden Meistern vielfältige Möglichkeiten, sich auch in Home-Office-Zeiten erfolgreich weiterzubilden. Etwa ein Drittel der Ausbildung wird dabei im Präsenzunterricht durchgeführt. Dank eines durchdachten Hygiene-Konzepts, das umfangreiche Abstandsregeln und eine ständige Anpassung der Gefährdungsbeurteilung (GBU) vorsieht, wird die Gesundheit aller Teilnehmenden geschützt. Zwei Drittel der Ausbildung entfallen auf ein Live-Online-Training, das wie klassische Präsenzseminare zu festgelegten Zeiten stattfindet. Bei der Ortswahl sind die Teilnehmenden jedoch flexibel. In einem virtuellen Klassenraum werden sie mit den anderen Teilnehmenden und ihrem Ausbilder verbunden, für die Teilnahme wird lediglich ein PC, Laptop oder mobiles Endgerät benötigt. Kombiniert wird dieses Konzept mit strukturierten Selbstlern-Einheiten. „Mit unserem angepassten hybriden Ausbildungskonzept wirken wir aktiv dem Fachkräftemangel in technisch-handwerklichen Berufen entgegen und bieten unseren Teilnehmenden optimale Karriereperspektiven nach erfolgreichem Abschluss“, erklärt Claudia Raasch.

 

Absolvent berichtet: „Ich wurde nach der Weiterbildung sofort befördert“

Das Feedback der Meisterausbildungsteilnehmenden fällt durchweg positiv aus: „Vor meiner Meisterausbildung war ich stellvertretender Lagerleiter – durch den erworbenen Meisterbrief wurde mir nun die Lagerleitung anvertraut“, berichtet Felix Strutz, der in der Nähe von Magdeburg im stahlverarbeitenden Gewerbe tätig ist und dank seiner Zertifizierung befördert wurde. Die Vorteile einer Weiterbildung bei der TÜV Rheinland Akademie sieht Ausbildungsabsolvent Raik Hüpfel vor allem in der Organisation der Kurse: „Eine individuelle Betreuung war dank überschaubarer Gruppengröße jederzeit möglich und auch der Online-Unterricht war sehr gut organisiert“, erklärt er. Hüpfel hat seine Ausbildung als Industriemeister für Kunststoff und Kautschuk bei der TÜV Rheinland Akademie vor Kurzem erfolgreich abgeschlossen. „Anfang März beginne ich meine Ausbildereignung. Ich freue mich schon sehr darauf zu lernen, wie ich mein Wissen effizient weitervermitteln kann“, berichtet er.

 

Anmeldungen für Ausbildereignung und Meisterausbildung ab sofort möglich

Zusätzlich zur Meisterausbildung bietet die TÜV Rheinland Akademie ab März 2021 bundesweit Kurse zur Ausbildereignung an. In Deutschland muss in jedem Unternehmen, das nach dem dualen System ausbildet, mindestens ein Ausbilder nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) tätig sein. Diese Person fungiert als Ansprechpartner für die Auszubildenden und ist gleichzeitig für die betriebsinterne Ausbildung verantwortlich. Die Ausbildereignung kann vor, während oder nach der Meisterausbildung abgelegt werden und ist für die Erteilung eines Meisterbriefes unabdingbar.

 

Ende Mai 2021 starten bundesweit fünf Meisterausbildungen, unter anderem in den Bereichen Elektrotechnik, Kunststoff/Kautschuk, Metall und Logistik. Die Dauer für die Meisterausbildung beträgt zwei Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden eine Teilnahmebescheinigung sowie einen Meisterbrief nach bestandener IHK-Prüfung. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine erfolgreich abgeschlossene Abschlussprüfung im jeweiligen Ausbildungsberuf bzw. die entsprechende Berufspraxis nach der jeweiligen Verordnung. Eine Förderung ist über das Aufstiegs-BAföG (Meister-BAföG) möglich.

 

Sie haben ebenfalls Interesse an einem Meisterlehrgang oder Ausbildereignung bei der TÜV Rheinland Akademie? Gern beraten wir Sie persönlich zu unserem Angebot. Vereinbaren Sie gleich einen Termin!

 

Weitere Informationen zur Meisterausbildung finden Sie hier:

https://akademie.tuv.com/themen/technik/meister

Coching

Coaching: Ein wahrer Allrounder für alle Lebenslagen.

Job-Coaching, Bewerbungscoaching, Führungskräfte-Coaching, Mental- oder auch Krisen-Coaching… Offensichtlich gibt es ein unfassbar großes Coaching-Angebot für jede Lebenslage. Aber: Woran erkennt man eigentlich, dass man ein Coaching braucht? Wie findet man dann das „richtige Coaching“ für sich und seine Bedürfnisse? Gibt es hier überhaupt ein Richtig oder Falsch? Da wir hier auch keine schnellen Antworten geben können, haben wir bei einer Expertin nachgefragt.

Dana Przybille gehört seit mehreren Jahren zum Coaches-Team der TÜV Rheinland Akademie und verrät uns im Interview, was ein gutes Coaching ihrer Ansicht nach ausmacht, welche Ziele man damit verfolgen kann und was sie selbst besonders reizvoll an ihrer Arbeit als Coach findet.


Hallo Frau Przybille, den Begriff Coaching hört und liest man ja mittlerweile überall, in unterschiedlichsten Varianten. Was ist das denn eigentlich?

Wir Menschen und unsere Psyche sind sehr komplex. Demnach gibt es auch viele verschiedene Sichtweisen, Begriffserklärungen, Ansätze und Definitionen für Coachings. Ich persönlich definiere den Begriff als professionelle Begleitung von Lern-, Veränderungs- und Entwicklungsprozessen.
Um das etwas genauer zu erklären: Im Coaching schaffen wir einen Rahmen, der es dem Coachee ermöglicht seine Ziele zu definieren und Entwicklungsschritte eigenverantwortlich umzusetzen. Wer hier einen interessanten Ansatz für sich sieht, kann sich mit einem Coaching unterstützen lassen.

Ich als Coach fungiere dabei prozessbegleitend und biete Hilfestellungen an, um bspw. Hindernisse aus dem Weg zu räumen und passende Lösungsstrategien zu entwickeln. Man nennt das auch “Hilfe zur Selbsthilfe”. Dabei gebe ich natürlich keine konkreten Vorgaben, sondern setze eher Impulse, welche die Entwicklung von Lösungsstrategien beim Coachee selbst aktivieren. Dafür gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Methoden. Welche davon die Richtige ist, zeigt sich meist erst im Kennenlernprozess. Coaching ist immer interaktiv und findet personenzentriert statt. Der Mensch als Individuum steht dabei im Mittelpunkt. Demnach muss auch ich meinen “Methodenkoffer” immer anpassen und mich auf jede Situation und jeden Coachee neu einstellen.

Gelingt das immer?

Eine wichtige Grundvoraussetzung ist die Beziehung zwischen Coach und Coachee. Diese sollte neben fachlicher Kompetenz und der professionellen Distanz, vor allem auf Vertrauen basieren. Man könnte sagen, dass die Chemie stimmen muss. Ohne dem ist Coaching nicht zielführend möglich. An diesem Punkt muss man dann auch ganz ehrlich miteinander sein und Alternativen empfehlen. Glücklicherweise war ich bisher noch nicht in so einer Situation.

Wie läuft ein Coaching grundsätzlich ab?

Bevor ein Coaching tatsächlich beginnt, gibt es immer einen Auftrag. Der Coachee kommt freiwillig mit seinem Anliegen ins Coaching. Das Kick-off findet dann in Form eines Erstgespräches statt. Dies dient in erster Linie dazu eine vertrauensvolle Basis zu schaffen. Coach und Coachee können sich sozusagen etwas beschnuppern. Hier wird entschieden, ob beide in Interaktion treten können oder eben nicht. Wie schon erwähnt, muss die Chemie stimmen. Nachdem das „geklärt“ ist, werden die Ziele des Coachings bestimmt. Mit Hilfe der Ergebnisse aus dem Erstgespräch, den Beobachtungen und Wahrnehmungen, kann der Coach schon aus seinem Methodenkoffer ein oder mehrere Instrumente wählen, die dann im Coaching-Prozess Anwendung finden. Hierbei sollte man beachten, dass es nicht bei diesem Instrument bleibt und der Einsatz im gesamten Verlauf, situativ angepasst werden muss. Die Dauer des Coachings ist unterschiedlich und wird in der Regel im Vorfeld festgelegt. Abschließend werden verbindliche Termine vereinbart – und los geht´s.

Woran erkennt man denn, dass ein Coaching hilfreich wäre und welche Ziele sollte man sich setzen?

Der Markt bietet aktuell ein unheimlich breitgefächertes Angebot an verschiedenen Coachings, für jede zu bewältigende Herausforderung oder auch Krise in unserem Leben. Mental-Coaching, Karriere-Coaching, Krisen- oder Job-Coaching – die verschiedenen Ansätze und Methoden können unheimlich vielseitig eingesetzt werden. Jeder, der irgendwie “feststeckt” bzw. seinen Weg nicht mehr klar sieht und Unterstützung bei der Erreichung seiner Ziele oder dem Bewältigen von Krisen braucht, kann und sollte darüber nachdenken ein Coaching in Anspruch zu nehmen. Mit einem Coaching kann so vieles erreicht werden, auch wenn es manchmal nur darum geht, neue oder ganz andere Perspektiven und Ansätze aufzuzeigen. Und das Beste ist: Unsere Coaching-Angebote sind mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS), der Agentur für Arbeit oder Jobcenter, zu 100% förderfähig. Dem Coachee entstehen demnach keine Kosten.

Die individuellen Ziele werden im Coaching – ausschließlich vom Coachee selbst – bestimmt. Oftmals werden diese schon bei der Wahl des Coachings ersichtlich und müssen dann nur noch etwas deutlicher ausformuliert werden. Wer ein Job- oder Karriere-Coaching bucht, will sich meist beruflich entwicheln, wer ein Lebenslagen- oder Krisen-Coaching beginnt, ist meist auf der Suche nach Struktur und Klarheit. Aber auch hier gibt es immer wieder Überraschungen. Neben dem Wunsch zur beruflichen Neuorientierung, können bspw. auch die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Selbstsicherheit und Durchsetzungsstärke relevant werden. Wenn so ein Fall auftritt, muss erst einmal “Ordnung geschaffen werden”.

Das klingt herausfordernd. Welche Methoden kann es zur Zielerreichung geben?

Die Vielzahl der Coaching-Arten auf dem „Coaching-Markt“ bringt natürlich auch ein enormes Quantum an Methoden mit sich. Hier gilt es die geeignete Methode zu wählen, denn jeder Coachee benötigt eine andere Vorgehensweise. Manchmal ist auch eine multimodale Arbeitsweise nötigt, d.h. man verwendet einen sogenannten Methodenmix um Coaching-Ziele zu erreichen. Ich persönlich verwende gern Elemente aus dem Systemischen Coaching. Systemisches Coaching verfolgt das Ziel, die Selbstorganisationsfähigkeit wiederherzustellen, und knüpft dabei direkt an seine Handlungsmöglichkeiten an.

Mit Hilfe von Fragetechniken aus der Systemik erlangt man Informationen über das “System des Coachees”. Parallel dazu wird verdeutlicht, wie bestimmte Situationen und Erlebnisse von den „Angehörigen“ des Systems unterschiedlich gesehen und betrachtet werden. Hierbei können zum Beispiel die Systemangehörigen mit angeregt werden, um neue Lösungsansätze zu finden und umzusetzen. Typische Fragetechniken sind zirkuläres Fragen, die Wunderfrage aber auch die Skalierungsfrage. Weitere Methoden die sich im Coaching bewährt haben sind die Erstellung eines Visionboards oder „Der Baum der Entwicklung“, von Maximilian Bache. Es gibt noch viele mehr, der Methodenkoffer ist gut gefüllt. 😉

Was sind die größten Herausforderungen beim Coaching? Gibt es Besonderheiten, auf die beide Parteien achten müssen?

Im Coaching besteht immer eine Gefahr der Abhängigkeit, Coach und Coachee begeben sich auf eine Gradwanderung, im Rahmen ihrer Beziehung. Jeder Coach sollte über Grundsätze in der Beratungsarbeit/Coachingarbeit verfügen. Wichtig dabei ist, dass eine professionelle beraterische Distanz gewahrt wird. Eine wertschätzende, respektvolle und wertfreie Haltung setze ich im Coaching voraus. Dazu gehört die Würdigung, Achtung und Respektanz gegenüber dem Coachee und seines Systems. Eine neutrale Verhaltensweise hinsichtlich der Glaubenssätze, der Veränderungsbereitschaft und auch den Beziehungen des Coachees ist unabdingbar für eine vertrauensvolle, ganzheitliche, ressourcen- und lösungsorientierte Arbeitsweise.

„Digitales Coaching“ wird aktuell sehr verbreitet angeboten. Was versteht man darunter und wie wird das bei der TÜV Rheinland Akademie umgesetzt?

Aristoteles sagte einmal: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“. Gerade in der aktuellen Situation, in der die Wirtschaft Corona-bedingt stillsteht und die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen so schnell nicht zu erwarten sind, findet diese Aussage noch mehr Gültigkeit.

Aufgrund unserer Flexibilität und der Strategien die wir entwickelt haben, sind wir auch weiterhin in der Lage, professionell mit unseren Teilnehmenden zu arbeiten.

Es ist uns erfolgreich gelungen, die präsenzorientierte Durchführung unserer Bildungsangebote und Coachings umzustellen. Durch die schnell voranschreitende Digitalisierung, ermöglichen uns Online-Plattformen wie beispielsweise Skype for Business, MS Teams oder Zoom die virtuelle Umsetzung.

Die Kommunikation mit unseren Teilnehmenden findet hierbei auf vielfältiger Weise statt. Durch Telefonie und Video-/Web Conferencing führen wir an Maßnahmeinhalte heran und stehen dabei auch beratend zur Seite. Besonders das Coaching profitiert davon, weil „äußere Einflüsse“ (die zum Teil auch ablenkend sein können) in der digitalen Durchführung nicht existieren. Zum anderen befinden sich die Kunden in ihrem „Zuhause“, welches oftmals der Rückzugsort oder ihr persönlicher „Schutzraum“ angesehen wird. Dort fühlen sie sich wohl, dort dürfen sie sein. Und das spiegelt sich im Coaching wieder. Ich erlebe meine Kunden authentischer und selbstsicherer.

Und wie läuft das dann ab?

Das „Digitale-Coaching“ läuft genauso ab, wie in der Präsenz. Vorab gibt es hier ein Telefongespräch indem der Auftrag geklärt wird. Im Anschluss werden Termine und das passenden Medium zur Umsetzung vereinbart.

Das einzige was der Kunde für die alternative Durchführung benötigt, ist eine stabile Internetverbindung und ein Laptop, Tablet oder Smartphone.

 

Digitales Coaching: Individuell, flexibel und (fast) überall realisierbar.

 

Zu guter letzt: Was reizt Sie an Ihrer Tätigkeit als Coach – und – haben Sie eine hervorzuhebende „Erfolgsgeschichte“?

Ganz klar: Der Mensch, mit all seinem Leben. 🙂 Als Coach tätig zu sein erfüllt mich auf all meinen Ebenen. Mein Job ist nie eintönig, sondern sehr facettenreich und bunt. Jedes Coaching beinhaltet für mich eine Erfolgsgeschichte – selbst wenn es nur kleine Dinge sind, die wir gemeinsam bewegen konnten. Veränderungs- oder Entwicklungsprozesse benötigen nunmal Zeit. Man darf nicht vergessen, dass selbst gewünschte Veränderungen auch hemmende und teilweise blockierende Ängste auslösen und dann sogar wie Blockaden wirken können. Ich sehe mich als Wegbegleiter an der Seite meiner Coachees und freue mich über jeden einzelnen Schritt auf diesem Weg.

Ein gutes Beispiel fällt mir aber tatsächlich gerade ein…

Eine Kundin, welche sich in einem Transformationsprozess vom Mann zur Frau befand, suchte mich auf, weil sie keinen Job fand. Sie vermutete, dass dies an ihrer „Verwandlung“ lag. Darunter hatte sie sehr gelitten. Im Rahmen des Coachings haben wir daran gearbeitet, dass sie ihren Selbstwert wiederfindet und gemeinsam eine Strategie entwickelt, welche das Ziel hatte sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Selbstvermarktungsstrategien ist das “A und O”. Gemeinsam sind wir damit rausgegangen und sie hat sich persönlich bei potenziellen Arbeitgebern vorgestellt. Das war vor dem Coaching undenkbar. Etwa 1 Woche nachdem das Coaching beendet wurde, hat sie ihren Arbeitsvertrag als Verkäuferin unterschrieben. Ich freue mich auch heute noch über diesen Erfolg und bin unglaublich stolz auf meine Kundin.

Im Coaching-Prozess selbst ist mir bewusst geworden, mit wieviel Diskriminierung sie sich täglich auseinandersetzen muss. Unvorstellbar in der heutigen Zeit. Umso schöner ist es dann, wenn ich mit meiner Arbeit etwas bewegen kann.

Das ist definitiv ein würdiger Abschluss unseres Interviews. Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns genommen und uns einen kleinen Einblick in die Welt des Coachings gewährt haben! Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß bei Ihrer Arbeit und hoffen, dass Sie auch in Zukunft noch viele Erfolgsgeschichten sammeln können.

 

Kurzportrait Dana Przybille

Dana Przybille

Dana Przybille gehört seit 2015 zum Coaches-Team der TÜV Rheinland Akademie in Lehnitz.

Ich selbst komme aus dem schulmedizinischen Bereich und war als exam. Gesundheits-/Krankenpflegerin auf der Intensivstation und auch in der Anästhesie tätig.

Nach einer beruflichen Auszeit, in der ich an meiner beruflichen Neuorientierung werkelte, habe ich verschiedene Ausbildungen im Bereich Coaching/Beratung absolviert, so zum Bsp. Train the Trainer, Bewerbungsmanagement, Kommunikationsmanagement, Burnout Berater.

Seit 2015 bin ich für die TÜV Rheinland Akademie in Lehnitz in unterschiedlichen Maßnahmen und Projekten unterwegs. Als Coach begleite und berate Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen und Lebensphasen.

Und was soll ich sagen – ich liebe meinen Job! 🙂

 

 

Neujahrsvorsätze 2021

Alle Jahre wieder… Die Neujahrsvorsätze.

Ja, wir kramen sie immer wieder hervor, die gut durchdachten Vorsätze fürs neue Jahr.

Wie Böller, Karpfen und Berliner, gehören sie ja schließlich dazu und werden jedes Jahr aufs Neue – meist in feuchtfröhlicher Silvesterabend-Runde – ausformuliert.
Am Morgen danach bleibt von unseren ambitionierten Vorsätzen jedoch oft nicht viel mehr als der dicke Kopf – und das schlechte Gewissen, weil man ja nicht sofort mit der Umsetzung des „intensiven Sportprogramms“ oder dem neuen, „total gesunden Lebensstil“ anfangen kann (oder will). Aber morgen dann…oder auch übermorgen. Dann aber wirklich!


 

Gesagt, getan – oder auch nicht!?

Neujahrsvorsätze

Neujahrsvorsätze: Nur Schall & Rauch?

Mehr Sport, endlich Karriere machen, dem Alkohol abschwören, mit dem Rauchen aufhören und viel mehr Entschleunigung im Alltag
Viele Menschen verbinden den Jahreswechsel mit dem Bedürfnis, gute Vorsätze für sich zu entwickeln.

Meistens passiert mit ihnen jedoch dasselbe wie mit den kunterbunt-glitzernden Raketen – sie verpuffen im Himmel und übrig bleiben nur Schall und Rauch.

 

Jetzt mal Hand aufs Herz: Wer hat seine Neujahrsvorsätze tatsächlich mal umgesetzt?
Bringt es überhaupt etwas, sich Vorsätze zu nehmen? Woher kommt dieser Brauch eigentlich und warum ausgerechnet immer zum Jahreswechsel? Gehen wir all dem doch mal auf den Grund…

 

Der Ursprung.

Gute Vorsätze sind keine neuzeitliche Modeerscheinung. Schon im alten Rom wurde der anstehende Jahreswechsel dafür genutzt, um über die letzten Monate nachzudenken und sich motivierte Ziele für das neue Jahr zu stecken. Direkt danach bekräftigten die höchsten Beamten Roms ihre Loyalität gegenüber der Republik und legten einen Eid vor dem Kaiser ab. Alles zusammen wurde selbstverständlich in einer großen Zeremonie gefeiert, mit der dann auch noch Janus, der Gott des Neubeginns geehrt wurde. Wer jetzt aufgepasst hat, sieht die Verbindung vom göttlichen Namen zum Monatsnamen Januar. Großartig, die Römer – die haben definitiv keine halben Sachen gemacht!

 

Die Herausforderung.

Grundsätzlich ist es gut, sich Dinge vorzunehmen und ein Ziel anzuvisieren. Der erste Januar steht für den Beginn einer neuen Zeitrechnung – warum also nicht auch für den Beginn neuer und guter Gewohnheiten? Wenn wir dann aber schon nach kurzer Zeit merken, dass wir unsere Vorsätze schon wieder nicht einhalten und unsere beschwingt ausformulierten Ziele nicht erreichen können, sind wir demotivierter als im Jahr davor. Das war es dann, mit den guten Absichten.

Warum fällt es uns so schwer, die guten Vorsätze einzuhalten?

Naja – ein guter Vorsatz ist erst einmal nur ein Vorhaben und oft nicht konkret ausformuliert. „Ein paar Kilo abnehmen“ definiert noch nicht, wie viel letztendlich vom Hüftspeck weichen soll. Auch der Zeitraum der grandiosen Transformation (und mögliche Etappenziele) werden in den seltensten Fällen spezifisch benannt. Aber genau das ist wichtig, um ein Ziel klar vor Augen zu haben und es wirklich anzupacken.

 

Mit diesen 7 Tipps setzen Sie Ihre guten Vorsätze auch wirklich um.

  1. Formulieren Sie einen (!) Vorsatz, für den Sie sich wirklich begeistern können und konkretisieren Sie Ihr Vorhaben so genau wie möglich. Schriftlich! Denn: Wer schreibt, der bleibt (am Ball).
  2. Bleiben Sie dabei realistisch: Von jetzt auf gleich vegan leben, auf Kohlenhydrate verzichten und täglich 100 km laufen – NO WAY!
  3. Planen Sie den Weg zum Ziel, kalkulieren Sie mögliche Hindernisse mit ein und was es braucht, damit Sie diese überwinden können.
  4. Setzen Sie sich Etappenziele und belohnen Sie sich beim Erreichen dieser.
  5. Teilen Sie Freunden und Verwanden mit, was Sie vorhaben und bitten Sie um Unterstützung. Ein paar motivierende Worte oder auch ein Schubs in die richtige Richtung, können Wunder bewirken.
  6. Suchen Sie sich Gleichgesinnte. Vielleicht schwitzt Mutti ja im Fitness-Studio mit oder Ihre bessere Hälfte hört ebenfalls mit dem Rauchen auf – gemeinsam lässt sich so viel mehr erreichen!
  7. Aufgeben ist keine Option! Wenn Ihnen die Ideen für das Sportprogramm fehlen, hilft Ihnen sicher gern ein Personal Trainer weiter. Der Weg zum Traumjob wird leichter, wenn Sie sich mit einem spezialisierten Coach austauschen. Um dem Glimmstängel endlich abzuschwören, können Hypnosen, Ratgeber-Bücher o.ä. helfen.

Es gibt gewiss noch viele weitere Tipps – fest steht aber: Gute – also wirklich gute – Vorsätze sollten eine detaillierte Planung mit sich bringen, damit aus ihnen auch erreichbare Ziele werden.

 

Ziele deinieren

Wer seine Ziele genau definiert, hat auch gute Chancen sie zu erreichen.

 


 

Unterm Strich…

…bleibt es dennoch jedem selbst überlassen, ob er sich diese Mühe macht oder auch nicht. Selbst wenn es nur kurz anhält: Dieses motivierende Kribbeln im Bauch, wenn wir einen Vorsatz formulieren (den wir mal mehr, mal weniger ernst meinen) ist doch ein tolles Gefühl. Wenn das dann „alle Jahre wiederkehrt“… Es gibt Schlimmeres! 🙂

 


In diesem Sinne: Starten Sie das neue Jahr mit viel Optimismus und guten Ideen. Sie brauchen zwar keinen Jahreswechsel, um sich etwas vorzunehmen – wenn es aber DER Moment für Sie ist…Dann los!

Auf ein allseits erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr 2021!

Gehörlose in der Weiterbildung Lagerlogistik

TÜV Rheinland ermöglicht Lagerlogistik-Weiterbildung für Gehörlose.

Bundesweit einzigartiges Pilotprojekt in Dresden erfolgreich gestartet! Gelebte Inklusion am Trainingsstandort Dresden: Hörende und Gehörlose werden gemeinsam im Bereich Lagerlogistik weitergebildet / Reibungslose Zusammenarbeit ohne größere Verständigungsprobleme möglich – durchweg positives Feedback von Teilnehmenden und Ausbilder / Dank erfolgreicher Testphase: Weiterbildung bei der TÜV Rheinland Akademie soll auch zukünftig für Gehörlose möglich sein


Rund 80.000 Menschen in Deutschland sind gehörlos. Auf den ersten Blick ist die Beeinträchtigung meist nicht erkenntlich. Dennoch sind die Vorurteile gegenüber gehörlosen Bewerbenden, gerade im beruflichen Kontext, oft groß. „Viele Unternehmen gehen davon aus, dass die Inklusion gehörloser Mitarbeitenden nur unter besonderen Bedingungen möglich ist und schrecken deshalb davor zurück, sie einzustellen“, weiß Daniel Goersch, Lagerausbilder im Trainingscenter der TÜV Rheinland Akademie in Dresden. Dass diese Vorurteile jedoch meist unbegründet sind, beweist ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt, das in Dresden vor rund einem Jahr gestartet ist. Diese Projekt ermöglicht Gehörlosen gemeinsam mit hörenden Teilnehmenden eine Weiterbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik zu absolvieren. „Wir wurden vom Integrationsberatungsteam nach einer Besichtigung unseres Trainingscenters gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, Gehörlose in unsere Ausbildungsabläufe zu integrieren“, berichtet Kundenberaterin Regina Pörschke. „Wir haben sofort zugesagt und sind vom überwältigenden Engagement und Erfolg aller Mitarbeitenden und Lehrgangsteilnehmenden beeindruckt.“

Bessere Jobaussichten und neue Perspektiven.

Einer der sechs gehörlosen Weiterbildungsteilnehmenden ist Stephan Preiß. Der 35-Jährige hat bereits eine Ausbildung zum Beikoch absolviert und wurde über das Arbeitsamt auf die Weiterbildungsmaßnahme aufmerksam. Die Verständigung mit den hörenden Teilnehmenden und Ausbilder Daniel Goersch funktioniere sehr gut, berichtet Preiß. Ab Januar habe er einen festen Job im Bereich Lagerlogistik in Aussicht, erzählt er stolz. Die Weiterbildung könne er anderen Gehörlosen sehr empfehlen: „Eine super Möglichkeit, um seine Jobchancen zu erhöhen“, findet Preiß.

Das Feedback der Teilnehmenden – hörend wie gehörlos – sei durchweg positiv, berichtet Daniel Goersch: „Die Verständigung funktioniert besser als gedacht. Man lernt als Hörender sehr schnell die wichtigsten Gebärden.“ Auch Weiterbildungsteilnehmer Christian Schelle ist vom inklusiven Modell überzeugt: „Ich bin erstaunt, wie gut die Zusammenarbeit mit den Gehörlosen funktioniert“, berichtet der 32-Jährige. Die Arbeitsmotivation sei gerade bei den gehörlosen Teilnehmenden besonders hoch, erzählt Goersch: „Sie arbeiten extrem gewissenhaft und konzentriert, weil sie kaum abgelenkt werden.“

Therorie, Praxis und hochmoderne Technik.

Zusätzlich unterstützt wird die Weiterbildung durch den Einsatz einer hochmodernen Mixed Reality Brille. Damit werden die digitale Inhalte interaktiv dargestellt und reale Arbeitssituationen simuliert – besonders für die gehörlosen Teilnehmenden ein wichtiges Hilfsmittel. „Bei der Vermittlung theoretischer Inhalte ist die Unterstützung durch Dolmetscher jedoch unverzichtbar“, so Goersch. Der Theorieunterricht findet deshalb in getrennten Gruppen statt. Das ermöglicht maximale Konzentration auf beiden Seiten und funktioniert sehr gut.

„Die Verständigung funktioniert besser als gedacht. Man lernt als Hörender sehr schnell die wichtigsten Gebärden.“ (Daniel Goersch, Ausbilder)

„Die Industrie 4.0 macht die Inklusion Gehörloser problemlos möglich.“

Gemeinsam durchlaufen die Teilnehmenden über maximal sechs Monate hinweg alle Bestandteile des modularen Trainingscenters, vom Wareneingang bis zur Kommissionierung, am Ende wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt. Auch in Zukunft sollen Gehörlose und Hörende die Weiterbildung zusammen absolvieren. „Unter den Gesichtspunkten der Industrie 4.0 ist die Inklusion von Gehörlosen gerade im Bereich Lagerlogistik problemlos möglich, nicht nur in der Weiterbildung, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt“, erklärt Daniel Goersch. „Die Kommunikation über Sprache wird in vielen Teilen überflüssig – das bietet eine enorme Chance für gehörlose Arbeitssuchende.“


Sie haben ebenfalls Interesse an einer Weiterbildung oder Umschulung, an der TÜV Rheinland Akademie?

Der Einstieg ins modulare Trainingscenter für den Bereich Lager / Logistik ist jederzeit möglich. Die Weiterbildungsmaßnahme dauert je nach Vereinbarung bis zu sechs Monate. Weitere Angebote finden Sie vorab in unserem Katalog.

Ihre Ansprechpartnerin vor Ort: Regina Charlotte Pörschke

Vereinbaren Sie gleich einen Termin!

 

 

Weiterbildung zur Fachkraft für Metalltechnik

Meine Umschulung zur Fachkraft für Metalltechnik

Mehdi Hassas hat bereits jeweils eine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker und zum Schweißer im Iran beziehungsweise der Türkei absolviert. Da beide Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt wurden, entschloss er sich für einen beruflichen Neustart bei der TÜV Rheinland Akademie im Trainingscenter Cottbus. Dort absolvierte er zunächst die Umschulung zur Fachkraft für Metalltechnik und bildete sich anschließend im Bereich modulares Schweißen weiter. Wie ihm die Umschulung und die Weiterbildung bei der TÜV Rheinland Akademie gefallen haben, was er dabei gelernt hat und wie seine Pläne für die Zukunft aussehen, verrät uns Mehdi Hassas im Interview.


Herr Hassas, Sie haben bereits zwei Ausbildungen, eine zum KFZ-Mechaniker und eine zum Schweißer, abgeschlossen. Warum wollten Sie noch einmal einen beruflichen Neustart wagen und haben sich für eine Umschulung entschieden?

Die beiden Ausbildungen habe ich im Iran und in der Türkei gemacht, sie wurden allerdings hier in Deutschland nicht anerkannt, weil die offiziellen Zertifikate dafür fehlten. Da ich aber unbedingt weiterhin in diesem Bereich arbeiten wollte, habe ich mich für einen Neustart an der TÜV Rheinland Akademie in Cottbus entschieden.

Wie kamen Sie auf die TÜV Rheinland Akademie?

Ich bin durch eigene Recherche und Empfehlungen auf das Kursangebot gestoßen, die TÜV Rheinland Akademie ist ja überall bekannt.

Welche Weiterbildungen haben Sie absolviert?

Die Umschulung zur Fachkraft für Metalltechnik an der TÜV Rheinland Akademie in Cottbus passte optimal zu meinen Vorstellungen. Von 2017 bis 2019 habe ich diese Umschulung absolviert und mit der Note 1 abgeschlossen, darauf bin ich sehr stolz. Im Anschluss folgte eine siebenmonatige Weiterbildung im Bereich modulares Schweißen.

Sie haben an unserem geförderten Weiterbildungsprogramm teilgenommen, wie waren Ihre Erfahrungen damit?

Das geförderte Weiterbildungsprogramm war ein echter Glücksgriff für mich. Da ich derzeit noch auf meine Arbeitserlaubnis warte, konnte ich die Wartezeit sinnvoll nutzen und die nötigen Voraussetzungen für meinen beruflichen Neustart in Deutschland schaffen. TÜV Rheinland ist ein sehr bekannter Name, der einem viele Türen öffnet. Ich bin dankbar dafür, dass ich die Umschulung und die Weiterbildung über die Akademie machen konnte. Deshalb habe ich sie auch schon an zwei meiner Freunde weiterempfohlen.

Können Sie uns einen kleinen Einblick in die Zeit Ihrer Weiterbildungen geben?

Vorweg kann ich sagen: Die Zeit bei der TÜV Rheinland Akademie war toll! Ich habe nun drei Jahre an der Akademie verbracht und konnte mir dadurch ein komplett neues Leben aufbauen. Meine beruflichen Vorkenntnisse haben mir die Umschulung natürlich erleichtert, es gab aber auch vieles, das neu für mich war. Meine vorherigen Ausbildungen liefen eher nach dem Prinzip „learning by doing“ ab. Hier gab es nun auch einen umfangreichen Theorieteil, der meiner Meinung nach sehr wichtig ist. Dass meine Erfahrungen an der TÜV Rheinland Akademie so positiv sind, liegt mit Sicherheit auch an meinem Ausbilder. Herrn Polten war bei Fragen immer  für uns da. Er hat aber auch jedem Einzelnen Raum für selbstständiges Arbeiten gegeben. Ich konnte sehr von seinem Fachwissen profitieren.

Wie geht es nach Ihrer Zeit an der TÜV Rheinland Akademie weiter?

Dass ich mich an der TÜV Rheinland Akademie weitergebildet habe, hat mir schon einige Türen geöffnet. Unter anderem habe ich bereits ein Jobangebot vorliegen, das werde ich – sobald ich meine Arbeitserlaubnis habe – sofort annehmen. Vielleicht kann ich, bis es soweit ist, noch einige kleinere Weiterbildungsmaßnahmen besuchen. Perspektivisch könnte ich mir eine Qualifizierung zum „Schweißfachmann“ vorstellen. Falls das zeitlich nicht mehr klappt, möchte ich mich aber auf jeden Fall berufsbegleitend weiterbilden – dafür kommt dann nur die TÜV Rheinland Akademie infrage.

Herr Hassas, wir danken Ihnen für die Einblicke und freuen uns sehr über Ihr durchweg positives Feedback. Wir hoffen, Sie schon bald wieder an der TÜV Rheinland Akademie begrüßen zu dürfen und wünschen viel Erfolg bei Ihrem beruflichen Neustart!

Sie haben ebenfalls Interesse an einer Weiterbildung oder Umschulung, an der TÜV Rheinland Akademie? Hier kommen Sie zur Kursübersicht: https://kurse.tuv.com/kurse-suchen 

Bei weiteren Fragen rund um unser Angebot können Sie sich gerne jederzeit über unser Kontaktformular melden, um persönlich beraten zu werden. Vereinbaren Sie gleich einen Termin!

TÜV Rheinland Akademie DigiCamps Digitale Kompetenz

TÜV Rheinland Akademie vermittelt digitale Kompetenz

Wie bewege ich mich sicher im Netz? Wie erkenne ich ein Fake-Profil? Wie ist Online-Kommunikation einzuschätzen, wie unterscheide ich echte Nachrichten von Fake News? Was ist ein Meme? Wo gebe ich zu viel von meinem Privatleben preis und mache mich zu einem potenziellen Opfer für Identitätsdiebstahl? Allesamt Fragen digitaler Kompetenz, auf die Kinder und Jugendliche eine Antwort haben sollten, weil es sie stark und abwehrbereit macht gegenüber den Gefahren des Internets. Und sie auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. Bisher aber ist digitale Kompetenz weder Unterrichtsfach noch Bestandteil der Lehrerausbildung in Deutschland. Die TÜV Rheinland Akademie ändert das – zum Beispiel als Partner der DigiCamps. Die Resonanz ist beispiellos und hat inzwischen das Format einer Bewegung, besser gesagt im Netz-Sprech: DigiCamps goes viral. Ziel ist es, den Fach- und Führungskräften von morgen eine sichere und gesunde Entwicklung zu ermöglichen und hier möglichst früh anzusetzen: bei den Schulen und Lehrkräften.

2017 war der Auftakt der „DigiCamps – Life in Balance“. Seitdem ist eine republikweite Reihe entstanden, die Schüler, Lehrer und Eltern Orientierung im World Wide Web vermittelt. Auf Initiative des Sozialunternehmens BG 3000 Service GmbH, der BARMER und der TÜV Rheinland Akademie entstanden Smart-, Lehrer-, Azubi- und eben DigiCamps, die auf didaktisch und pädagogisch wertvolle Weise über Chancen, aber auch Risiken im Umgang mit dem Internet informieren. Die Barmer sponsert die Initiative, die TÜV Rheinland Akademie ist als einer der führenden Kompetenzentwickler im Rahmen der Digitalen Transformation mit an Bord. Grundmotivation ist, dass der Medien-Kompetenzerwerb früh beginnen muss. Er gehört heute und noch mehr in der Zukunft zu den basalen Lehrinhalten wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Eltern und Lehrer dürfen mit dieser Aufgabe nicht alleine gelassen werden.

Digitales Ich optimieren und digitalen Stress vermeiden

Ein DigiCamp dauert drei Tage und ist modular aufgebaut. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler vornehmlich der Mittelstufe, Lehrer und Eltern. In interaktiven Workshops erlernen sie den sicheren und vor allem gesunden Umgang mit digitalen Medien. Die Trainerteams bestehen aus Medienpädagogen, Psychologen, Ernährungs- und Fitness-Experten und vor allem aus bekannten Influencern der Social Media. Gemeinsam beschäftigen sich die Teilnehmenden mit allen Facetten der Internetnutzung. Behandelt werden Fragen über die Funktionsweisen von Snapchat, Instagram und Co. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit der individuellen Herausforderung, wie sie ihr Online-Ich optimieren können. Sie lernen, wie sie Suchtverhalten bei sich und anderen erkennen und wie sie mit digitalem Stress umgehen können. Durch die Beschäftigung mit dem eigenen Nutzungsverhalten und ohne moralischen Zeigefinger vermitteln die DigiCamps Empfehlungen und Orientierung. Denn Social Media und mobile Endgeräte gehören zum Leben dazu, der gesunde Umgang damit aber will gelernt sein.

Hacker sorgen für Aha-Effekte

Die DigiCamps starten jeweils mit eindrucksvollen Vorführungen, die IT-Security-Spezialisten altersgerecht aufbereiten. Mit Live Hacking-Experimenten erleben Erwachsene und Jugendliche, wie schnell ein E-Mail-Account mit schwachen Passwörtern gehackt ist. Sie staunen Bauklötze, wenn sie die Konsequenzen erleben, die ein auf Facebook gepostetes Reiseticket sowie ein hochgehaltener Daumen haben können. Ein mit einer gewöhnlichen Smartphone-Kamera aufgenommener Daumen kann dazu genutzt werden, den Fingerabdrucksensor an einem mobilen Endgerät zu manipulieren. Diese Aha-Effekte über ein unbedachtes Posten persönlicher Informationen haben eine heilsame Wirkung. Wer am DigiCamp teilgenommen hat, wird sein Nutzerverhalten mindestens infrage stellen und letztlich ändern.

Influencer klären auf

Aufklärung im besten Sinne betreiben auf den DigiCamps auch Social Media-Größen, die auf Instagram oder YouTube einige zehntausend Abonnenten bespaßen. Über ihre Instagram-Kanäle berichten beispielsweise Irina Engelke (287.000 Follower) und Laura Grosch (132.000 Follower) während der DigiCamps. Über ihre YouTube-Projekte referieren unter anderen Sebastian Meichsner von Bullshit TV mit über 1,8 Millionen Followern.

Solche Influencer, die selbst noch im Jugendalter sind, informieren ihre Altersgenossen über die Wirkungsmechanismen dieser beliebten Plattformen. Sie appellieren in den Workshops mit ihren praktischen Erfahrungen, im Umgang mit Social Media den eigenen Verstand zu gebrauchen. Unter ihrer Anleitung und begleitet durch Pädagogen, erstellen die Teilnehmenden am zweiten und dritten Tag eigene Videos, gestalten Blogs oder andere digitale Formate. Dabei setzen sie sich ebenso mit Produktions- und Rezeptionsbedingungen auseinander. So lernen Kinder und Jugendliche spielerisch und ganz konkret, wie sie einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Medien pflegen können.

Großes Interesse am Format auch von Dritten

Bis Ende 2019 sollen DigiCamps an mindestens 100 Schulen stattgefunden haben. Zielsetzung des Projektes ist, dass die Lehrerkollegien anschließend in der Lage sind, mit den umfangreichen Lehrmaterialien der Initiative in ihren Schulen eigene Unterrichtsformate für digitale Kompetenz anzubieten. Mittlerweile hat sich der Erfolg herumgesprochen und auch die besondere Rolle, die die TÜV Rheinland Akademie in dem interdisziplinären Projekt übernimmt. Weitere Organisationen in Deutschland und der Schweiz sind an der Durchführung von DigiCamps an Schulen und bei Ausbildungsträgern interessiert.