Schlagwort-Archiv

Personenzertifizierung jetzt auch als Online-Prüfung PersCert TÜV

Personenzertifizierung: jetzt auch als Online-Prüfung möglich

Eine Personenzertifizierung ist bei TÜV Rheinland jetzt auch als sichere Online-Prüfung unter Online-Prüfungsaufsicht weltweit möglich. Damit reagieren TÜV Rheinland Akademie und PersCert TÜV darauf, wie der Corona-bedingte Lockdown die Lebensweise von Studenten und solchen, die Erwachsenenbildung und Zertifizierung betreiben, in fast allen Ländern verändert hat.

Für eine Prüfung zu lernen und sich darauf vorzubereiten, ist für jeden anstrengend. Verzögert sich die Prüfung, kann dies eine äußerst frustrierende Erfahrung sein. So stand PersCert TÜV infolge der Corona-Pandemie vor der scheinbar unüberwindlichen Herausforderung, jeden Monat Tausende von Schülern und erwachsenen Lernenden auf sichere und fernüberwachte Weise zu zertifizieren, so dass Teilnehmer, die von zu Hause aus arbeiten, ihre Prüfungen auch von zu Hause aus ablegen konnten. Innerhalb weniger Wochen implementierte PersCert TÜV den Certification Hub, um seit Mitte April Online-Prüfungen bzw. Zertifizierungsprüfungen anbieten zu können.

750 verschiedene Online-Prüfungen in 38 Sprachen remote möglich

Die Personenzertifizierung ist ein wesentliches Instrument für Unternehmen und Behörden, die die Kompetenz und das Wissen ihrer Mitarbeiter für die anstehenden Aufgaben besser verstehen wollen. Unabhängig davon, ob sie im Gesundheitswesen, in der Lebensmittelsicherheit, in Industrieanlagen oder im Bereich Managementsysteme arbeiten, müssen diese Menschen nachweisen, dass ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem neuesten Stand sind. PersCert TÜV entwickelt und führt seit vielen Jahren international anerkannte und vergleichbare Assessments zur Kompetenzfeststellung durch und zertifiziert weltweit Tausende von Personen in rund 750 ISO 17024-konformen Zertifizierungsprogrammen. Jetzt können sie nach Abschluss ihrer Ausbildung in einer Vielzahl von virtuellen Klassenzimmer-Formaten, die von der TÜV Rheinland Akademie und Trainingspartnern angeboten werden, in einer sicheren und geschützten Umgebung zertifizieren und ihre Kompetenz schnell validieren.

Termine für die Online-Prüfung rund um die Uhr vereinbaren

Die Online-Prüfung und -Zertifizierung über den Certification Hub ermöglicht zwei Varianten, die beide vollständig DSGVO-konform sind. Entweder kann der Teilnehmer den “Online-Proctoring-Service” rund um die Uhr nutzen (der derzeit nur englischsprachig ist). Die Bildungseinrichtung registriert und autorisiert den Kandidaten für die Online-Prüfung und bestätigt damit, dass er oder sie die Zulassungsbedingungen erfüllt. Der Kandidat erhält einen Link zum Certification Hub und kann über seinen PC oder Laptop bequem von zu Hause aus einen Termin für die Online-Prüfung unter Aufsicht vereinbaren. Der Testkandidat lädt einen sicheren Browser herunter und meldet sich fünfzehn Minuten vor der Startzeit mit seinen Zugangsdaten an. Der sichere Browser gewährleistet, dass der Kandidat die Prüfung auf seinem Gerät ablegen kann, aber während des Prüfungsverlaufs nicht auf andere Anwendungen, das Internet, einen Drucker usw. zugreifen kann. Der Kandidat muss seine Webkamera aktivieren und wird von einem Online-Prüfungsbetreuer begrüßt, der den Kandidaten während der Prüfung beobachtet.

Die Aufsichtsperson beginnt mit der Authentifizierung des Lichtbildausweises des Kandidaten und überprüft, ob sich der Kandidat allein im Raum befindet. Sobald sich die Aufsichtsperson davon überzeugt hat, dass die sicheren Prüfungsbedingungen erfüllt sind, kann die Prüfung gestartet werden. Nach bestandener Prüfung erhalten die Kandidaten im Falle einer automatisierten Multiple-Choice-Prüfungen sofort ihre Ergebnisse.
Gibt es in der Prüfung offene Fragen, z.B. weil ein Auditbericht zu erstellen ist, werden die Antworten des Kandidaten separat von Assessoren mit einem Bewertungswerkzeug innerhalb des Certification Hub aus der Ferne bewertet. Künftig können die Kandidaten auch ein digitales Zertifikat vom Certification Hub herunterladen.
Die zweite Variante, die entwickelt wurde, um Kandidaten entgegenzukommen, die lieber mit einem Online-Prüfer in ihrer Landessprache interagieren möchten, folgt einem ähnlichen Prozess, aber der Kandidat erhält einen Prüfungstermin im Rahmen einer Prüfungsveranstaltung von PersCert TÜV.

Die Zukunft des Certification Hub

Der Certification Hub ist derzeit so konfiguriert, dass er schriftliche Multiple-Choice-Prüfungen und Prüfungen mit offenen Fragen (manuell bewertet) anbietet. Im Laufe des Jahres sollen über den Certification Hub auch praktische Prüfungen per Tablet möglich werden. Weitere Informationen zu PersCert TÜV finden Sie unter www.tuv.com/academy-perscert

Personenzertifizierung PersCert TÜV

 

OTSecurityProfessional; TÜV Rheinland

Neue Zertifizierungs-Initiative soll Sicherheit von Industrieanlagen steigern

Hacker greifen zunehmend betriebstechnische Systeme in Industrieanlagen an, die Sicherheit von Industrieanlagen ist zunehmend gefährdet. Diese Systeme erfassen physikalische Effekte oder steuern Motoren, Pumpen oder Ventile in industriellen Systemen und werden zunehmend mit dem Internet verbunden, um die Effizienz zu verbessern oder Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Systeme oder Komponenten können Schwachstellen aufweisen, die durch Cyberangriffe ausgenutzt werden können. Da es an Kenntnissen und Fähigkeiten in diesem Bereich mangelt, hat TÜV Rheinland das Zertifizierungsprogramm “Certified Operational Technology Cybersecurity Professional (TÜV)” entwickelt, das Unternehmen dabei unterstützt, Kompetenzen im Team zu identifizieren und zu verbessern und damit die allgemeine Cybersicherheit von Anlagen der Industrie- und Betriebstechnik zu steigern.

Der im Dezember 2017 gemeldete Triton-Malware-Angriff war der erste öffentlich dokumentierte Cyberangriff auf eine industrielle Kontrollinfrastruktur (ICS), die den Betrieb eines Safety Instrumented System (SIS) stören soll, das zum Schutz einer Industrieanlage als ausfallsicherer Schutz vor Feuer oder Explosion dient. Experten zufolge war dieser Vorfall eine dringende Warnung, dass Angreifer mit geopolitischen Motiven nun auf sicherheitskritische Systeme abzielen.

Das Ziel von Angriffen ist es in der Regel, Zugriff auf geistiges Eigentum, Geschäftsgeheimnisse und technische Informationen zu erhalten, aber viele Unternehmen sind sich der Gefahren nicht bewusst, die Cyberangriffe auf ihre Anlagen darstellen. Darüber hinaus sind ihre Cybersicherheit-Konzepte in der Regel nicht auf den Schutz von OT-Systemen zugeschnitten. Laut der neuen Studie “Industrial Security in 2019: A TÜV Rheinland Perspective” geben 40 Prozent der Befragten an, dass sie die Risiken von Cyberangriffen auf Industrieanlagen noch nie untersucht haben. Weitere 34 Prozent wissen nicht, ob das eigene Unternehmen diese Risiken jemals untersucht hat. Darüber hinaus hat nur jedes fünfte Unternehmen seine Cybersicherheitsmaßnahmen speziell auf Industrie- oder OT-Anlagen zugeschnitten. Dies ist alarmierend, da Angriffe aus dem Netzwerk ganze Anlagen abschalten können. Dies führt zu Produktionsausfällen mit hohen Folgekosten und kann sich bei kritischen Infrastrukturen auch auf die allgemeine Versorgungssicherheit und das reibungslose Funktionieren der modernen Gesellschaft auswirken.

Werden Produktionsanlagen oder kritische Infrastrukturen – wie z.B. von Energieversorgern – vernetzt, bietet dies zusätzliche Ziele für Cyberangriffe. Fast 70 Prozent der Befragten kamen aus der Fertigungsindustrie; außerdem waren die Automobilindustrie, Logistikunternehmen, die Öl- und Gasindustrie, öffentliche Institutionen sowie die Telekommunikations-, Energie- und Chemieindustrie vertreten. Ziel der Studie war es, besser zu verstehen, wie Unternehmen Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe erkennen und ergreifen. Da traditionelles Wissen im Bereich der Cybersicherheit oft nicht ausreicht, um den komplexen Anforderungen der industriellen, vernetzten Welt gerecht zu werden, hat TÜV Rheinland eine neue Zertifizierung für Experten auf dem Gebiet der industriellen Cybersicherheit entwickelt: den “Certified Operational Technology Cybersecurity Professional (TÜV)”.

Mehr Qualität für die Industrie
Mit der neuen Personenzertifizierung reagiert der TÜV Rheinland auf die steigende Nachfrage von Fachleuten. In einem so komplexen Bereich wie der Cybersicherheit kann ein Zertifizierungsprogramm eines neutralen Dritten wie dem TÜV Rheinland dazu beitragen, das Know-how der Unternehmen auf die Anforderungen der industriellen Cybersicherheit abzustimmen und die Industrieunternehmen in diesem Bereich weiter zu professionalisieren.

Das Zertifizierungsprogramm bewertet die Kandidaten aktiv durch eine Kombination aus professionellem Karriere-Review, Interview und technischem Review. Die Teilnehmer müssen über mindestens zehn Jahre Erfahrung in der Cybersicherheit verfügen, davon fünf Jahre in leitender Funktion. Die Kandidaten erstellen im Rahmen der Prüfung eine Fallstudie. Nach einer kritischen Überprüfung durch TÜV Rheinland-Experten werden sie zu einer Online-Präsentation und einer technischen Frage-Antwort-Sitzung eingeladen. Experten, die die Norm erfüllen, erhalten von TÜV Rheinland ein Zertifikat und können den Titel “Certified Operational Technology Cybersecurity Professional (TÜV)” führen. Eine Rezertifizierung durch TÜV Rheinland ist alle drei Jahre erforderlich. Weitere Informationen zum Programm unter:
www.tuv.com/de/otcybersecurityprofessional

Personenzertifizierung

Personenzertifizierungen: wichtiger denn je

Eine hoch technisierte und vernetzte Gesellschaft fordert von den Akteuren den fortlaufenden Erwerb aktueller Kenntnisse und Fertigkeiten. Immer weniger Menschen sind heute noch in der Lage, die aktuellen Schlüsselkompetenzen innerhalb einer Branche geschweige denn branchenübergreifend zu überschauen. Dies ist eine Situation, die jeder kennt, der sich entschließt, ein Auto oder ein komplexeres Elektrogerät zu erwerben. Immer mehr Konsumenten greifen vor dem Kauf zu den Prüfberichten der Stiftung Warentest, des TÜV oder von Prüfportalen, um sich zu orientieren und die Unterschiede zwischen den Herstellern bewerten zu können. Im Bereich der beruflichen Fortbildung kommen Personenzertifizierungen eine vergleichbare Rolle zu. Was sie leisten können und worauf man bei der Auswahl von Anbietern achten sollte.

Der Markt der beruflichen Fortbildung ist durch eine kaum überschaubare Vielfalt mehr oder minder bekannter oder unbekannter Schulungsanbieter und Zertifizierer gekennzeichnet. Sie alle stellen über den Erfolg ihrer Teilnehmer in ihren Fortbildungsveranstaltungen Bescheinigungen aus, die sich Zertifikat, Zeugnis, Urkunde, Teilnahmebescheinigung usw. nennen. Ohne aufwendige Recherchen ist es unmöglich, den Aussagewert dieser Dokumente zu beurteilen.

Durch standardisierte und transparente Prüfverfahren in Anlehnung an international gültige Normen ermitteln unabhängige Personenzertifizierungsstellen wie die PersCert TÜV, ob Menschen tatsächlich über bestimmte Kenntnisse und Kompetenzen verfügen. Lassen sich diese objektiv feststellen, erstellt die Personenzertifizierungsstelle ein Abschlusszertifikat. Diese Abschlusszertifikate haben nicht unbegrenzte Gültigkeit, sondern werden nach einem Rezertifizierungsverfahren erneuert. Voraussetzung für die Rezertifizierung ist, dass der Zertifizierte seine Kenntnisse aktuell hält.

Warum sich Personenzertifizierungen für Arbeitnehmer wie Unternehmen lohnen

Prüfen und zertifizieren lassen können sich ganz unterschiedliche Berufsgruppen. TÜV Rheinland etwa bietet beispielsweise Qualifikationen mit zertifiziertem Abschluss in den Bereichen Produktion und Technik, Qualität, Nachhaltigkeit, Arbeits- und Umweltschutz, Energie, IT und Datenschutz, Gesundheitswesen, Sicherheit sowie Services und Sales. Mit Erfolg: Jährlich machen rund 30.000 Personen von den mehr als 750 Zertifizierungsprogrammen der unabhängigen und akkreditierten Zertifizierungsstelle PersCert TÜV Gebrauch. Aus gutem Grund. Arbeitnehmer profitieren in vielerlei Hinsicht:

  • Möglichkeiten zur Spezialisierung: Personenzertifikate ermöglichen es, sich gezielt zu spezialisieren, den eigenen Berufsweg passgenau zu gestalten und dem eigenen Traumjob Schritt für Schritt näherzukommen.
  • Türöffner für attraktive Stellen: Personenzertifikate sind Qualitätssiegel. Vor allem bei der Besetzung attraktiver Stellen oder Führungspositionen sind sie immer häufiger das sprichwörtliche Zünglein an der Waage.
  • Verbesserte Aufstiegschancen: Personenzertifikate illustrieren nicht nur, über welche Kompetenzen jemand verfügt, sie beweisen auch Einsatzbereitschaft und liefern damit wichtige Argumente für den nächsten Schritt auf der Karriereleiter.

Aber auch für Unternehmen lohnt es sich, in die Personenzertifizierung der eigenen Mitarbeiter zu investieren. Unter anderem aus folgenden Gründen:

  • Einheitliche Service- und Produktionsstandards
    Personenzertifizierungen helfen, unternehmensweit einheitliche Standards in der Kompetenz von Mitarbeitern zu etablieren.
  • Verbesserte Wettbewerbschancen
    Mit maßgeschneiderten Personenzertifizierungsprogrammen sind Unternehmen dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus.
  • Internationale Anerkennung
    Personenzertifizierungsverfahren in Anlehnung an die DIN EN ISO/IEC 17024 sind weltweit anerkannt.  Damit werden Zertifikate global nachvollziehbar und vergleichbar. Geschäftspartnern und Kunden gegenüber lässt sich so verdeutlichen, dass die eigenen Mitarbeiter in puncto Kompetenzen bestens geschult sind, bei Personenzertifizierungen durch die PersCert TÜV gelten die Qualitätsmaßstäbe “Made in Germany”.
  • Gezielte Personalentwicklung
    Personenzertifikate sind ein erstklassiges Werkzeug im Kampf gegen den zunehmenden Fachkräftemangel. Benötigte Kompetenzen bauen Sie damit aus den eigenen Reihen auf.
  • Motivierte Mitarbeiter
    Über Personenzertifikate ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern, das eigene Berufsprofil gezielt zu schärfen. Das trägt zu deren Motivation bei und erhöht die Mitarbeiterbindung.

Worauf sollte man bei der Auswahl der Personenzertifizierungsstelle achten? 

  1. Der Status der Zertifizierung eines Teilnehmers sollte öffentlich dokumentiert sein und von Interessierten jederzeit nachgefragt werden können. So lassen sich Zweifel an der Echtheit eines Zertifikates oder am Inhalt jederzeit ausräumen. Bei der PersCert TÜV etwa sind die Personenzertifikate auf www.certipedia.de dokumentiert und einsehbar.
  2. Die Personenzertifizierung sollte nach DIN EN ISO/IEC 17024 erfolgen, wie dies auch bei der PersCert TÜV der Fall ist. Die Norm DIN EN ISO/IEC 17024 legt international anerkannte Anforderungen für eine Zertifizierungsstelle fest. Sie ist somit Grundlage für die hohe Anerkennung der Zertifikate in Wirtschaft und Verwaltung.

Fazit: Um den rasanten Fortschritt in einer immer komplexeren Welt zu meistern, sind berufliche Kompetenzen gefragt. Wesentlich ist dabei die Gewissheit, welche Kenntnisse und Fähigkeiten diese Qualifikationen tatsächlich umfassen. Denn letztlich ist dieser Umfang entscheidend für die Ergebnisqualität von Dienstleistungen oder Produkten, die Kunden von Unternehmen und Organisationen von Einzelnen erwarten. Mit einer Personenzertifizierung werden Umfang und Aktualität von Wissen messbar. Mehr zum Thema gibt´s hier.

Internationale Karriereperspektiven mit Stahl-Korrosionsschutz in Polen

Überall begegnen uns Stahlkonstruktionen. Stahl ist einer der vielseitigsten Baustoffe und ermöglicht weitgespannte, filigrane und transparente Kreationen in nahezu unbegrenzter Formenvielfalt. Auch die Größe des Objekts ist praktisch unbegrenzt. Stahl muss jedoch mit Sorgfalt gepflegt und regelmäßig gewartet werden, um seine Langlebigkeit zu gewährleisten. Um den Marktanforderungen an den Korrosionsschutz in Polen gerecht zu werden, hat TÜV Rheinland entsprechende Anti-Korrosionsschulungen eingerichtet. Anna Konewecka, lokale Geschäftsbereichsleiterin bei TÜV Rheinland Polen, gibt einen Einblick.

Baukonstruktionen wie Häuser, Türme, Brücken, aber auch Autos sind aus Stahl, an denen wiederum viele Schweißarbeiten durchgeführt werden. Außerdem werden Stahlkonstruktionen lackiert. Aber was viele nicht wissen: Die Lackierung wird nicht nur aus ästhetischen Gründen eingesetzt, sondern auch zum Schutz des Stahls vor Korrosion. Korrosionsschutzbeschichtungen sind eine Notwendigkeit, nicht nur aufgrund von normativen oder Kundenanforderungen, sondern auch, weil sie die Qualität und Sicherheit bei der Verwendung von Konstruktionen und Bauobjekten gewährleisten.

Eine unzureichende Qualität von Gebäuden und Stahlkonstruktionen ist fast gleichbedeutend mit einer unzureichenden Sicherheit. Die Qualität und Sicherheit von Gebäuden, Objekten und Bauwerken hängt nicht nur von ihrer Leistung ab, sondern auch von der richtigen Gestaltung und den richtigen Materiallösungen und dem richtigen Gebrauch. Die Qualität hängt auch von der Sensibilität und Qualifikation des Personals ab. Angesichts der steigenden Anforderungen an die Normen in der Bauindustrie und des steigenden Bedarfs an Fähigkeiten der Mitarbeiter, insbesondere im Bereich des Korrosionsschutzes, nutzte die TÜV Rheinland Akademie in Polen diese Chance und begann bereits 2012 mit dem Ausbau der Korrosionsschutzausbildung.

Mangelndes Wissen in Stahlwerken

“Wir hatten erkannt, dass den Arbeitern in Stahlwerken bisher das Fachwissen im Bereich des Korrosionsschutzes fehlte. Ob Maler, Qualitätsprüfer oder Korrosionsschutzinspektor: Die Anforderungen an die Beteiligten sind je nach Tätigkeit unterschiedlich. Die Kunden brauchen jemanden, der weiß, welche Art von Farbe für eine bestimmte Stahlkonstruktion zu verwenden ist, der weiß, wie man sie verwendet und der auch die Lackierung testen kann”, erklärt Anna Konewecka, lokale Geschäftsbereichsleiterin bei TÜV Rheinland Polen. “Leider gab es auf dem Markt keine Qualifikation für die Qualitätskontrolle im Bereich Korrosionsschutz. Wir haben festgestellt, dass der polnische Markt ein großes Interesse am Korrosionsschutz hat und die Marktbedürfnisse konstant sind. Deshalb haben wir ein Trainingsprogramm entwickelt, das den Bedürfnissen des Marktes entspricht.”

Zielgruppe der Ausbildung sind alle produzierenden Unternehmen der Industrie, die sich mit Stahl beschäftigen, einschließlich der Automobilindustrie. Seit 2013 bildet TÜV Rheinland allein in Polen jährlich rund 100 Qualitätskontrolleure von Lackschutzbeschichtungen aus. Das Korrosionsschutztraining ist einer der begehrtesten Kurse. “Unser Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir das Trainingsprogramm mit dem akkreditierten Programm zur Personenzertifizierung nach ISO 17024, dem standardisierten Standard für die Personalzertifizierung, kombinieren”, erklärt Anna Konewecka. Das bedeutet, dass alle von der TÜV Rheinland Akademie qualifizierten Korrosionsschutzbeauftragten und -inspektoren europaweit anerkannt sind – ein zusätzlicher Vorteil für die Teilnehmer. “Unsere Qualifikation zum Inspektor von Lackschutzbeschichtungen ist beispielsweise relevant für die weltweit bekannte Qualifikation “FROSIO Inspektor”. Wir sind die zweite akkreditierte Personalzertifizierungsstelle in Europa, die diese Qualifikationsstufe anbietet.”

Zusammenarbeit mit Unternehmen und Universitäten

Das Korrosionsschutztraining für Qualitätsprüfer umfasst 30 Stunden, für Inspektoren 72 Stunden und einen Tag Prüfung nach jedem Training. Die Prüfung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. So erhalten die Teilnehmer beispielsweise im Praxistest ein Muster einer Lackierung und müssen unter anderem die Parameter und technischen Eigenschaften überprüfen.

TÜV Rheinland Polen arbeitet nicht nur mit dem gewerblichen Markt zusammen. “Wir sehen auch eine Chance in der Zusammenarbeit mit Universitäten. Einer unserer Partner ist die Schlesische Technische Universität in Gliwice. Wir arbeiten seit 19 Jahren in verschiedenen Bereichen zusammen”, sagt die Leiterin. Die Fakultät für Maschinenbau der Schlesischen Technischen Universität hat beschlossen, eine Spezialisierung für die Qualifikation Korrosionsschutz einzuführen. Der TÜV Rheinland förderte diese Spezialisierung und war aktiv an der Programmgestaltung beteiligt. Die ersten vier Studenten wurden bereits im akkreditierten TÜV Rheinland-Verfahren erfolgreich zertifiziert.

 

CTA_TÜVRheinlandAkademie_tr-academy.com