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Berufliche Weiterbildung_TÜV Rheinland Academy Virtual Classrooms

Berufliche Weiterbildung: Virtual Classrooms bewähren sich im Lockdown

Berufliche Weiterbildung ist auch in Krisenzeiten machbar. Eigentlich hatte sich der Seminarbetrieb der TÜV Rheinland Akademie mit Virtual Classrooms und hybriden Angeboten wieder eingependelt, doch Mitte Dezember 2020 schlug Corona noch einmal härter zu. Der zweite Lockdown führte zur erneuten Schließung der Seminarzentren. Trotzdem geht es weiter, denn Virtual Classrooms machen es möglich, sich beruflich weiterzubilden und sich online zertifizieren zu lassen. 

Bereits 2020 fanden an der TÜV Rheinland Akademie über 700 Seminare der beruflichen Weiterbildung mit rund 6.000 Teilnehmenden in Virtual Classrooms (VC) statt. Die Software Adobe Connect spielt dabei eine tragende Rolle, indem sie Lehrende und Lernende miteinander verbindet. Auf der Lernplattform werden Inhalte gemeinsam gestaltet und online bearbeitet, wodurch die physische Präsenz entfällt. Die Teilnehmenden partizipieren über ihre eigenen Tablets oder Laptops von zu Hause aus und können im VC sicher und flexibel miteinander interagieren. Um diese neue Angebotsstruktur einzurichten, mussten die Trainer*innen im März in kürzester Zeit ihre Didaktik und Methoden an die VC-Plattformen anpassen. Zwar hatten einige Seminarzentren bereits mit VCs gearbeitet, aber eine komplette Virtualisierung kam im März unerwartet und bedeutete viel Improvisationskunst. Auch im zweiten Lockdown Mitte Dezember wurde Flexibilität großgeschrieben, aber eine gewachsene Routine gegenüber dem ersten Lockdown war bereits spürbar.

Schneller Umzug auf virtuelle Lernplattformen

Von jetzt auf gleich war ein Umdenken gefragt. Mit viel Engagement gelang, was in dieser Konsequenz zuvor undenkbar schien: „Es war eine riesige Herausforderung, was unsere interdisziplinären Teams geleistet haben“, erinnert sich Dr. Julia Köneke, Seminarbereichsleiterin im Seminarbereich Süd der TÜV Rheinland Akademie. „Lerninhalte wurden über Nacht für elektronische Lernformate angepasst. Alle zogen an einem Strang, um die organisatorischen, pädagogischen und didaktischen Anforderungen zu erfüllen.“ Über den Sommer öffneten dann die Seminarzentren langsam wieder ihre Pforten. Auch wenn zuletzt weniger Teilnehmende in den Seminarräumen sitzen durften: Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln konnte berufliche Weiterbildung ab Ende Mai auch wieder in Präsenzformaten stattfinden. Denn einige Angebote lassen sich nicht rein virtuell unterrichten.

Vor allem Kurse mit einem hohen Praxisanteil setzen die Präsenz der Kunden zwingend voraus. Doch auch für solche Praxisanforderungen entwickelte die TÜV Rheinland Akademie eine Lösung. Um die Gruppengrößen Corona-gerecht anzupassen, lernt ein Teil der Teilnehmenden virtuell am heimischen Schreibtisch, während sich der andere Teil im Klassenraum persönlich trifft. Moderne Kameratechnik und gute Organisation machen es möglich. Und für solche, die sich in Quarantäne oder häuslicher Isolation befinden, sind VCs die einzige Möglichkeit, an Angeboten der beruflichen Bildung überhaupt teilzunehmen.

Berufliche Weiterbildung in VC erreicht hohe Zufriedenheitswerte 

Die Rückmeldung der Seminarteilnehmenden ist deshalb wohl auch eindeutig: „Wie schön, dass die TÜV Rheinland Akademie jetzt auch VCs anbietet“, ist eine häufige Reaktion bei der Anmeldung. Die Anreise und oft auch der Hotelaufenthalt entfallen. Für viele Kund*innen ist auch die Vereinbarkeit von Familie und beruflicher Weiterbildung mit VC-Seminaren ein klarer Vorteil. Die Erfahrungen mit den VCs sind fast durchgehend positiv. Teilnehmende sind überrascht, dass die Inhalte im VC-Seminar so gut vermittelt werden. Allerdings fehlen manchmal die zwischenmenschlichen Begegnungen in den Pausen.  Seminarmanagerin Christiana Kath aus dem Seminarbereich Ost bestätigt diesen Eindruck. Die Organisation eins VC-Seminars ist einerseits einfacher zu erledigen, da beispielsweise nur digitale Unterlagen erforderlich sind. Andererseits fehlt aber auch der persönliche Austausch mit den Teilnehmern und die Seminareröffnung von Angesicht zu Angesicht. „Was uns allerdings überrascht hat“, so Christiana Kath, „dass bei Seminaren mit einer TÜV-Prüfung der Aufwand zur Durchführung des VC-Seminars gestiegen ist.“

Online-Prüfungen mit schneller Zertifikatsvergabe

Dafür gibt es gute Gründe. Abschlussprüfungen finden in normalen Zeiten in Gruppen statt, für die eine Aufsicht reicht. Für Online-Prüfungen wie bei Zertifikatslehrgängen ist es aber erforderlich, dass eine Prüferin oder ein Prüfer jeweils einen Kunden oder eine Kundin während der digitalen Arbeit synchron betreut. Für dieses neue Testverfahren passte die TÜV Rheinland Akademie ein ausgeklügeltes System an, das alle Vorschriften der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) erfüllt.

Für eine Prüfung melden die Trainer*innen den Prüfling an. Damit wird bereits bescheinigt, dass dieser die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. Der Prüfling vereinbart anschließend einen Termin und erhält Instruktionen, wie die Prüfung abgehalten wird. Durch die bundesweite Verteilung der Prüfer*innen können die Termine jederzeit stattfinden. Der Prüfling lädt sich eine Prüfungssoftware herunter, über die er sich fünfzehn Minuten vor der Startzeit mit seinen Zugangsdaten einloggt. Die Software funktioniert über einen normalen Browser. Nach dem Einloggen sind alle anderen Funktionen auf dem Endgerät allerdings eingefroren. Das Googlen von Antworten oder das Blättern in digitalen Unterlagen wird damit unterbunden. Über die Web-Kamera authentifiziert sich der Prüfling und anschließend aktiviert die Prüfungsaufsicht den Test. Dieser besteht bisher aus Multiple-Choice-Fragen. Aktuell bereiten die Trainer*innen auch ein Verfahren für offene Fragen und Diskussionen vor. Nach bestandener Prüfung erhalten die Kund*innen sofort ihr Ergebnis und können sich ihr Zertifikat herunterladen.

Fit für den Restart – berufliche Bildung gerade im Lockdown

Gerade für Fachkräfte in Kurzarbeit sind die neuen VC-Angebote im Rahmen der beruflichen Weiterbildung der TÜV Rheinland Akademie eine Chance. Die Teilnehmer*innen nutzen ihre Zeit für ihre berufliche Entwicklung. sie machen sich fit für den Restart, denn irgendwann endet die Pandemie. Dann ist es gut, wenn sie aktuelle Zertifikate vorweisen und ihrem Arbeitgeber damit neues Know-how zur Verfügung stellen und – im Ernstfall – gute Gründe für die Weiterbeschäftigung präsentieren können. Auch aus diesem Grund ist die Nachfrage nach VC-Seminaren anhaltend groß. Die Seminarzentren schrieben für 2021 bereits 1.630 Seminare in Virtual Classrooms aus und führten bis Ende Januar schon 69 davon erfolgreich durch.

Hier geht’s zum Angebot der beruflichen Weiterbildungen im Virtual Classroom:

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Neujahrsvorsätze 2021

Alle Jahre wieder… Die Neujahrsvorsätze.

Ja, wir kramen sie immer wieder hervor, die gut durchdachten Vorsätze fürs neue Jahr.

Wie Böller, Karpfen und Berliner, gehören sie ja schließlich dazu und werden jedes Jahr aufs Neue – meist in feuchtfröhlicher Silvesterabend-Runde – ausformuliert.
Am Morgen danach bleibt von unseren ambitionierten Vorsätzen jedoch oft nicht viel mehr als der dicke Kopf – und das schlechte Gewissen, weil man ja nicht sofort mit der Umsetzung des „intensiven Sportprogramms“ oder dem neuen, „total gesunden Lebensstil“ anfangen kann (oder will). Aber morgen dann…oder auch übermorgen. Dann aber wirklich!


 

Gesagt, getan – oder auch nicht!?

Neujahrsvorsätze

Neujahrsvorsätze: Nur Schall & Rauch?

Mehr Sport, endlich Karriere machen, dem Alkohol abschwören, mit dem Rauchen aufhören und viel mehr Entschleunigung im Alltag
Viele Menschen verbinden den Jahreswechsel mit dem Bedürfnis, gute Vorsätze für sich zu entwickeln.

Meistens passiert mit ihnen jedoch dasselbe wie mit den kunterbunt-glitzernden Raketen – sie verpuffen im Himmel und übrig bleiben nur Schall und Rauch.

 

Jetzt mal Hand aufs Herz: Wer hat seine Neujahrsvorsätze tatsächlich mal umgesetzt?
Bringt es überhaupt etwas, sich Vorsätze zu nehmen? Woher kommt dieser Brauch eigentlich und warum ausgerechnet immer zum Jahreswechsel? Gehen wir all dem doch mal auf den Grund…

 

Der Ursprung.

Gute Vorsätze sind keine neuzeitliche Modeerscheinung. Schon im alten Rom wurde der anstehende Jahreswechsel dafür genutzt, um über die letzten Monate nachzudenken und sich motivierte Ziele für das neue Jahr zu stecken. Direkt danach bekräftigten die höchsten Beamten Roms ihre Loyalität gegenüber der Republik und legten einen Eid vor dem Kaiser ab. Alles zusammen wurde selbstverständlich in einer großen Zeremonie gefeiert, mit der dann auch noch Janus, der Gott des Neubeginns geehrt wurde. Wer jetzt aufgepasst hat, sieht die Verbindung vom göttlichen Namen zum Monatsnamen Januar. Großartig, die Römer – die haben definitiv keine halben Sachen gemacht!

 

Die Herausforderung.

Grundsätzlich ist es gut, sich Dinge vorzunehmen und ein Ziel anzuvisieren. Der erste Januar steht für den Beginn einer neuen Zeitrechnung – warum also nicht auch für den Beginn neuer und guter Gewohnheiten? Wenn wir dann aber schon nach kurzer Zeit merken, dass wir unsere Vorsätze schon wieder nicht einhalten und unsere beschwingt ausformulierten Ziele nicht erreichen können, sind wir demotivierter als im Jahr davor. Das war es dann, mit den guten Absichten.

Warum fällt es uns so schwer, die guten Vorsätze einzuhalten?

Naja – ein guter Vorsatz ist erst einmal nur ein Vorhaben und oft nicht konkret ausformuliert. „Ein paar Kilo abnehmen“ definiert noch nicht, wie viel letztendlich vom Hüftspeck weichen soll. Auch der Zeitraum der grandiosen Transformation (und mögliche Etappenziele) werden in den seltensten Fällen spezifisch benannt. Aber genau das ist wichtig, um ein Ziel klar vor Augen zu haben und es wirklich anzupacken.

 

Mit diesen 7 Tipps setzen Sie Ihre guten Vorsätze auch wirklich um.

  1. Formulieren Sie einen (!) Vorsatz, für den Sie sich wirklich begeistern können und konkretisieren Sie Ihr Vorhaben so genau wie möglich. Schriftlich! Denn: Wer schreibt, der bleibt (am Ball).
  2. Bleiben Sie dabei realistisch: Von jetzt auf gleich vegan leben, auf Kohlenhydrate verzichten und täglich 100 km laufen – NO WAY!
  3. Planen Sie den Weg zum Ziel, kalkulieren Sie mögliche Hindernisse mit ein und was es braucht, damit Sie diese überwinden können.
  4. Setzen Sie sich Etappenziele und belohnen Sie sich beim Erreichen dieser.
  5. Teilen Sie Freunden und Verwanden mit, was Sie vorhaben und bitten Sie um Unterstützung. Ein paar motivierende Worte oder auch ein Schubs in die richtige Richtung, können Wunder bewirken.
  6. Suchen Sie sich Gleichgesinnte. Vielleicht schwitzt Mutti ja im Fitness-Studio mit oder Ihre bessere Hälfte hört ebenfalls mit dem Rauchen auf – gemeinsam lässt sich so viel mehr erreichen!
  7. Aufgeben ist keine Option! Wenn Ihnen die Ideen für das Sportprogramm fehlen, hilft Ihnen sicher gern ein Personal Trainer weiter. Der Weg zum Traumjob wird leichter, wenn Sie sich mit einem spezialisierten Coach austauschen. Um dem Glimmstängel endlich abzuschwören, können Hypnosen, Ratgeber-Bücher o.ä. helfen.

Es gibt gewiss noch viele weitere Tipps – fest steht aber: Gute – also wirklich gute – Vorsätze sollten eine detaillierte Planung mit sich bringen, damit aus ihnen auch erreichbare Ziele werden.

 

Ziele deinieren

Wer seine Ziele genau definiert, hat auch gute Chancen sie zu erreichen.

 


 

Unterm Strich…

…bleibt es dennoch jedem selbst überlassen, ob er sich diese Mühe macht oder auch nicht. Selbst wenn es nur kurz anhält: Dieses motivierende Kribbeln im Bauch, wenn wir einen Vorsatz formulieren (den wir mal mehr, mal weniger ernst meinen) ist doch ein tolles Gefühl. Wenn das dann „alle Jahre wiederkehrt“… Es gibt Schlimmeres! 🙂

 


In diesem Sinne: Starten Sie das neue Jahr mit viel Optimismus und guten Ideen. Sie brauchen zwar keinen Jahreswechsel, um sich etwas vorzunehmen – wenn es aber DER Moment für Sie ist…Dann los!

Auf ein allseits erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr 2021!

FutureofWork_TÜVRheinlandAcademy

Zukunft der Arbeit 2030: Die Maschine denkt, der Mensch lenkt

Wenn es um die Zukunft der Arbeit geht, ist das Institute for the Future (IFTF) aus Palo Alto, Kalifornien überzeugt: Es wird eine neue Partnerschaft zwischen Menschen und Maschinen geben, die die Produktivität steigert. Aber: Menschliche Intelligenz lässt sich nicht ersetzen. Im Gegenteil: Die Arbeit der Zukunft erfordert neue Kompetenzen der Mitarbeiter.

Die Potenziale für eine künftige Zusammenarbeit zwischen Menschen und Künstlicher Intelligenz (KI), Robotern, mobilen Endgeräten für erweiterte Realität sowie Blockchain zeigen sich heute bereits in den vorhandenen Basistechnologien. Für das IFTF beginnt diese Kollaboration am Arbeitsplatz bereits beim Recruiting. Sie prognostizieren, dass die Partnerschaft von Personalern mit KI gerechtere Auswahlprozesse ermöglicht, die Kandidaten nach ihren Fähigkeiten und nicht nach Geschlecht, Alter oder sonstigen biografischen Merkmalen auszusuchen. Die Algorithmen würden auch allzu menschliche Vorurteile bei der Zusammenstellung von Teams durch die klare Analyse der Maschine ersetzen, die aus einer Vielzahl von Fähigkeiten und persönlichen Merkmalen optimale Teams zusammenstellt. Das führe zu einer Steigerung der Produktivität der Arbeit, zu einem besseren Arbeitsklima und einer intensiveren Mitarbeiterbindung. Immerhin 67 Prozent der vom IFTF befragten Führungskräfte können sich vorstellen, künftig KI zu nutzen, um mehr Chancengleichheit zu realisieren.

Erweiterte Fähigkeiten durch Maschinen

Verhindert KI in der Personalarbeit verdeckte Diskriminierung, wird sie in anderen Zusammenhängen der Arbeit menschliche Fähigkeiten erweitern und ergänzen. 70 Prozent der vom IFTF befragten Führungskräfte würden es beispielsweise begrüßen, wenn ihre Mitarbeiter künftig mit Maschinen und Robotern zusammenarbeiten, um dadurch ihre menschlichen Grenzen zu überwinden. Schon heute arbeiten bei BMW in der Mini-Produktion in Oxford beispielsweise kollaborative Roboter Hand in Hand mit Menschen. Solche CoBots sind mit Sensorik ausgestattet, um ihre Kollegen aus Fleisch und Blut nicht zu verletzten. Allerdings könnte Kollege KI auch Mitarbeiter ersetzen, wenn diese nicht dazu befähigt werden, mit KI kollaborativ zusammenzuarbeiten. Vor allem für den Einsatz von KI zur Analyse großer Datenmengen brauchen die Mitarbeiter auch die entsprechenden Kompetenzen. In einer Studie von 2019 befragte Price Waterhouse Coopers 500 Entscheider, welche Mitarbeiterfähigkeiten in welchem Maße für den KI-Einsatz relevant seien. 81 Prozent meinten, dass die Mitarbeiter Verständnis über Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von KI bräuchten. Jeweils 80 Prozent nannten Kenntnisse über sichere und transparente KI sowie Verständnis und Wissen über datengetriebene Geschäftsmodelle. Die wenigsten Unternehmen aber haben dafür die entsprechend ausgebildeten Mitarbeiter. Deshalb werden die Einführung und der erfolgreiche Einsatz von KI nur gelingen, wenn Unternehmen parallel ihre Mitarbeiter für die Anwendung qualifizieren. Denn damit die KI sich als Kollege im Team nützlich machen kann, muss sie passend zur Aufgabe mit Algorithmen programmiert und mit der richtig formulierten Aufgabenstellung ertüchtigt werden, um aus großen Datenmengen nützliche Informationen herauszufischen. Hier wird dann auch deutlich, dass die menschliche Intelligenz lenken muss, was die KI dann abarbeiten soll.

Erweiterte Realität für mehr Produktivität in Teams

Diesen Schulungsbedarf wird auch eine dritte Technologie auslösen, die im Gaming-Bereich bereits ihren Durchbruch erlebt hat. Augmented und Mixed Reality mit Datenbrillen oder mobilen Endgeräten wird sich künftig auch bei der Arbeit, beispielsweise in Konstruktion und Planung durchsetzen. Durch die 3D-Visualisierung in einer erweiterten Realität lassen sich Baupläne im Raum abbilden, in der ganze Teams gleichzeitig an einem komplexen Problem arbeiten. Die Technologie hat nach Expertenmeinung sehr großes Potenzial, die Team-Produktivität bei Entwicklungsaufgaben zu steigern. In der IFTF-Studie sagten deshalb wohl auch 86 Prozent der Führungskräfte, dass sie den Einsatz neuer Technologien zur Verbesserung der Mitarbeiterproduktivität planen.

Fazit: Ohne humane Intelligenz wird KI-Einsatz kein Erfolg

Künstliche Intelligenz wird bei vielen „menschlichen“ Tätigkeiten künftig unersetzlich sein: bei der Diagnose von Krankheiten, der Übersetzung von Sprachen, dem Kundenservice, Datenauswertung, Produktion, Konstruktion und Wartung. Die Algorithmen werden aber Menschen schreiben und diese wiederum müssen die KI überwachen. Dafür brauchen sie Kompetenzen, die bis heute kaum eine Universität lehrt. Aber ohne menschliche Intelligenz wird der KI-Einsatz kein Erfolg. Deshalb müssen Unternehmen zunächst ihre Mitarbeiter fit machen für den KI-Einsatz.

Kompetenzmanagement TÜV Rheinland Akademie 2020

 

Fachkräfte mit TÜVRheinland

Mehr Fachkräfte mit TÜV Rheinland

Die internationale Gewinnung von Fachkräften, die die TÜV Rheinland Akademie Ende 2019 entwickelt hat, gedeiht prächtig. Neben Hyundai ist nun Viasona eingestiegen; eine 100-prozentige Mercedes Tochter. Die ersten Kfz-Mechatroniker wurden bei Mercedes-Benz platziert. Mit den ersten BMW-Pilothändlern laufen Gespräche über eine strategische Zusammenarbeit in Deutschland und Großbritannien, um Fachkräfte bereitzustellen.

Zurzeit büffeln rund 220 indische Kfz-Mechatroniker und 55 Mechatroniker bei TÜV Rheinland Academy NIFE Indien, um in wenigen Monaten ihre Sprachausbildung auf B1-Niveau abzuschließen. Einige der Fachkräfte erhalten noch Nachqualifikationen in Arbeitsgebieten, die sich von den in Deutschland gelehrten Inhalten unterscheiden. Sie bereiten sich mit Unterstützung von TÜV Rheinland Global Experts darauf vor, ab April in den Werkstätten von Hyundai, Mercedes und einigen Mehrmarkenhändlern anzufangen. Bevor sie aber nach Deutschland einreisen können, sind parallel noch viele Bürokratiehürden zu bewältigen. Der Aufwand mit den hiesigen und den örtlichen Behörden der Kandidaten ist enorm, aber die TÜV Rheinland Akademie hat eine gute Lösung gefunden, die Prozesse zu beschleunigen.

Optimierte Berufsanerkennung von Fachkräften

Aktuell arbeitet das Team zusammen mit der Handwerkskammer zu Köln an der Anerkennung der Berufsabschlüsse der Fachkräfte. Für jeden Mechatroniker sind bis zu 30 Dokumente zu übersetzen und zu beglaubigen; dafür stellte die TÜV Rheinland Akademie staatlich anerkannte und vereidigte Übersetzer ein. Zudem sind die Curricula der einzelnen Studiengänge zu übersetzen und festzustellen, ob sie den Studienleistungen vergleichbarer deutscher Abschlüsse entsprechen. Denn dieser Nachweis und die Dokumentation der Vergleichbarkeit mit deutschen Referenzberufen im BQ-Portal schaffen erst die Voraussetzung der Anerkennung durch eine Handwerks- oder Handelskammer. Das BQ-Portal ist ein deutsches Informationsportal für ausländische Berufsqualifikationen. Das Portal unterstützt Arbeitgeber, die Qualifikation ihrer Bewerber aus dem Ausland einzuordnen. Insgesamt kann dieser Prozess für jeden einzelnen Kandidaten zwischen zwei und drei Monate dauern. Die TÜV Rheinland Akademie ist derzeit im Begriff, diese Anerkennungsverfahren auf einen Monat zu reduzieren.

Einwanderung von Fachkräften – beschleunigte Visaverfahren

Die Anerkennung bildet anschließend die Grundlage für die Visaerteilung der deutschen Botschaft in Indien, die wiederum bis zu drei Monate dauern kann. Das aber könnte sich künftig auch beschleunigen. Denn einerseits wird das seit März 2020 geltende Fachkräfteeinwanderungsgesetz einige Erleichterungen bringen. Andererseits hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem jüngsten Indienbesuch in Aussicht gestellt, dass die Außenhandelskammer, mit der das Global Experts Team in engem Kontakt steht, deutsche Arbeitgeber bei der Anwerbung von Fachkräften künftig noch intensiver unterstützen soll.

Bei Hyundai fangen die ersten fünf Mechatroniker im April 2020 in Händlerwerkstätten an. Und gemeinsam mit der Zentrale wird ab Anfang 2020 in das Hyundai Händlernetz skaliert. Bei der Chemnitzer Mercedes-Händlerkette Schloz Wöllenstein GmbH & Co. KG geht es ebenfalls im Frühjahr mit vier Fachkräften, bei Mercedes-Benz in Bremen mit drei Fachkräften los. Bei Viasona, einem Tochterunternehmen von Schloz Wöllenstein, das Personaldienstleistungen für das Kfz-Gewerbe erbringt, werden jährlich 200 bis 250 Kfz Mechatroniker bei Mercedes platziert. Mittlerweile melden sich bei der TÜV Rheinland Akademie monatlich vier bis fünf BMW-Händler, die Interesse an indischen Mechatronikern haben. Das TÜV Rheinland Akademie Trainingscenter in Chemnitz betreut die Sprachschulungen in Indien. Zudem bereiten die Chemnitzer Kollegen die Integration der Kandidaten vor; ein Modellprojekt, das bundesweit ausgebaut werden wird.

Fachkräfte unterzeichnen feierlich die Arbeitsverträge

Auch die Arbeitgeber engagieren sich bereits mit viel Freude, um den neuen indischen Kollegen einen herzlichen Empfang zu bereiten. So ließ ein Werkstattteam von Schloz Wöllenstein T-Shirts mit Mercedes-Logo und den Namen ihrer vier neuen Kollegen drucken und nach Indien schicken. In einer virtuellen Konferenz lernten sich die Chemnitzer und Inder bereits kennen. Und als Dank für die herzlichen Willkommensgesten aus Chemnitz drehten die Mechatroniker in Indien ein Video, wie sie feierlich und in Anwesenheit ihrer Familien ihre Arbeitsverträge unterzeichneten. Das wiederum inspirierte die Schloz Wöllensteiner, ein Video mit Werkstattrundgang für die Inder zu drehen, damit diese sich schon mal in ihre neuen Arbeitsplätze eingewöhnen können. Beide Seiten freuen sich aufeinander. Das zeigt wieder einmal, dass Herzlichkeit, gemeinsame Werte und Ziele, Grenzen in jeder Art und Weise überwinden.

Kontakt: thomas.bastian@de.tuv.com

KompetenzmanagementTÜVRheinlandAkademie

TÜV Rheinland_Akademie_vomBerufzurKompetenz

New Work: Vom Beruf zur Kompetenz

Wer seine Arbeitskraft vermarkten will, muss flexibel und lernbereit sein. Kaum einer arbeitet sein Leben lang im selben Beruf. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss seine Kompetenzen weiterentwickeln. Das gilt für Unternehmen wie Arbeitnehmer. In den USA sind Kompetenzen stellenweise bereits wichtiger als der einst erworbene Berufsabschluss. Ist das die Zukunft?

Die immer kürzere Halbwertszeit einmal erworbenen Wissens hat sich mit dem Einzug des Computers, der Rationalisierung und Automatisierung weiter verkürzt. Schon seit den achtziger Jahren wird immer deutlicher, dass es ohne lebenslanges Lernen in vielen Berufen nicht weitergeht. Die Berufsidee, die darauf fußt, eine fest definierte Ausbildung durchlaufen zu haben und seitdem sich durch reines training on the job weiterzuentwickeln, gerät immer mehr in die Defensive. Heute ist der Beruf allenfalls eine Eintrittskarte fürs Foyer des Berufslebens, die nach wenigen Jahren kaum noch als Ticket für die nächsten Ebenen der Karriereleiter taugt.

New Work im Zeitalter der Digitalisierung

In den entwickelten Volkswirtschaften des Westens zeichnet sich bereits seit den neunziger Jahren ab, dass sich die Idee des Berufs wandelt. In den USA erkannte der Clinton-Arbeitsminister Robert Reich schon früh, dass man auch für die Mittelschicht ohne Hochschulabschluss einen Zugang zum Arbeitsmarkt finden muss. Inspiriert von den Thesen über „New Work“ von Frithjof Bergman entstanden Beschäftigungs- und Bildungsprogramme, die nicht mehr an den Defiziten, sondern an den vorhandenen Kompetenzen von Langzeitarbeitslosen ansetzten. Mit der Digitalisierung erlebt der Ansatz von „New Work“ eine Renaissance. Wieder ist das Motiv, auch geringer bildungsprivilegierten Menschen einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen. Heute sind der Fachkräftemangel und mangelnde Digitalkompetenzen in den Unternehmen der Grund für die neuen Qualifizierungsprogramme.

TechHire setzt auf Kompetenzen jenseits von formaler Qualifikation

If you can do the job, you should get the job: Seit 2015 expandiert in den USA das Sozialunternehmen TechHire, das in Sozialpartnerschaft mit 1.300 Arbeitgebern  über 200 Ausbildungseinrichtungen in 72 Kommunen betreibt. Das Modell erinnert ein in Ansätzen an ein komprimiertes Duales Ausbildungsprogramm nach deutschem Modell. Mit online durchgeführten Eingangstests ermitteln die Experten Kompetenzen und Interessen. Danach folgen Gespräche auch mit potenziellen Arbeitgebern. Nach einigen Monaten ganztägiger Schulungen absolvieren die Teilnehmer ein Praktikum in Unternehmen. Unterschiedlichste lokale TechHire-Unternehmen sind auf Qualifizierungen in Technologiebranchen spezialisiert. Vor allem haben sie das Matching zwischen Arbeitssuchenden, Arbeitgebern, Lehrkräften, Politik und lokalen Trainingsgruppen verbessert: Das eingesetzte Tool training finder“, das Businessnetzwerk LinkedIn entwickelt hat, vernetzt relevante Informationen über Kompetenzprofile und Einkommensmöglichkeiten, dafür erforderliche Fähigkeiten, Ausbildungsprogramme und Stellenangebote für verschiedene Stellenausschreibungen.

So haben auch Bewerber eine Chance, die formal keine Qualifikationen mitbringen, aber Kompetenzen, die sie unter Umständen sogar im Selbststudium erworben haben, gezielt zu fördern, um sie in Jobs zu bringen. So haben z.B. auch Autodidakten eine Chance, die in ihrer Freizeit an Computern schrauben und nach einer Qualifizierung einen mit 40.000 Dollar bezahlten Job als Softwaretester bekleiden. Durch den kompetenzorientierten Ansatz konnte TechHire bereits 4.000 Vakanzen in Unternehmen besetzen, die sonst vermutlich heute noch frei wären.

Fazit: Kompetenzentfaltung schafft Berufung

TechHire hat es mit seinen Partnern also auf eine unbürokratische und vor allem intelligente Weise geschafft, durch Kompetenzförderung einen Beitrag dazu zu leisten, den Fachkräftemangel in Unternehmen etwas einzudämmen und Menschen neue individuelle Perspektiven zu vermitteln. Eine Mission, der sich auch die TÜV Rheinland Akademie vor allem im Bereich technische Berufe verschrieben hat. Denn in der Digitalisierung entstehen fortwährend neue Anforderungsprofile, für die es gilt, entsprechende Kompetenzmodelle zu etablieren, die es Mensch und Organisationen ermöglichen, handlungsfähig zu bleiben und Gegenwart wie Zukunft aktiv zu gestalten. Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Automatisierung werden viele neue Jobs schaffen, die von den heute „Ausgelernten“ übernommen werden müssen. Der Weg dorthin ist Kompetenzentwicklung on the Job, aktiv unterstützt von Unternehmen, die den Wert des lebenslangen Lernens erkannt haben. Daneben gilt es, im Bereich der beruflichen Erstausbildung junger Menschen das richtige Fundament zu legen und bereits heute an die Anforderungen von morgen zu denken. Anwendungsfälle der TÜV Rheinland Academy, die als Partner Regierungen in verschiedensten Ländern weltweit darin unterstützt, Kompetenzentwicklung über das duale Ausbildungssystem nach deutschem Modell zu etablieren, schließen die technische Bildungslücke zwischen staatlichen Schulen und Studienabschlüssen und den Anforderungen der Industrie. So werden Mensch und Unternehmen aktiv befähigt, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern. In Einzelfall sorgen Personenzertifizierungen dafür, herauszufinden, ob Kompetenzen tatsächlich immer auf dem neuesten Stand sind und stellen ein einheitliches Qualitätsniveau der Mitarbeiter im Unternehmen sicher.

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Welche sind die bestbezahltesten Anbieterzertifizierungen unter IT-Profis?

Experten dringend gesucht – und bestens bezahlt! Diese Statistik zeigt die 15 am höchsten bezahlten Anbieter-Zertifizierungen unter IT-Profis weltweit ab 2019. Das durchschnittliche Gehalt eines IT-Profis, der als Cloud-Architekt für die Google Cloud Platform zertifiziert wurde, liegt zur Zeit weltweit bei rund 140 Tausend US-Dollar.
Worauf wartest du noch? Jetzt die eigene Weiterbildung zum IT-Profi buchen unter www.akademie.tuv.com.

 

Top 10 top-paying certifications among IT professionals worldwide as of 2019 (in U.S. dollars)*

 

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Wo arbeiten die meisten Fachleute für Künstliche Intelligenz?

Im Allgemeinen bezeichnet künstliche Intelligenz den Versuch, bestimmte Entscheidungsstrukturen des Menschen nachzubilden, indem z. B. ein Computer so gebaut und programmiert wird, dass er relativ eigenständig Probleme bearbeiten kann. Oftmals wird damit aber auch eine nachgeahmte Intelligenz bezeichnet, wobei durch meist einfache Algorithmen ein „intelligentes Verhalten“ simuliert werden soll, etwa bei Computerspielen. Im Verständnis des Begriffs Künstliche Intelligenz spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom „Menschen als Maschine“ wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte starke KI zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die das menschliche Denken mechanisieren soll,[1] bzw. eine Maschine zu konstruieren und zu bauen, die intelligent reagiert oder sich eben wie ein Mensch verhält. (Quelle: Wikipedia) Aber auch Künstliche Intelligenz kommt ohne Fachleute nicht weit. Einer Erhebung auf LinkedIn zufolge gibt es in den USA die meisten Experten für KI weltweit (Künstliche Intelligenz = engl. Artificial Intelligence).

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Personenzertifizierung

Personenzertifizierungen: wichtiger denn je

Eine hoch technisierte und vernetzte Gesellschaft fordert von den Akteuren den fortlaufenden Erwerb aktueller Kenntnisse und Fertigkeiten. Immer weniger Menschen sind heute noch in der Lage, die aktuellen Schlüsselkompetenzen innerhalb einer Branche geschweige denn branchenübergreifend zu überschauen. Dies ist eine Situation, die jeder kennt, der sich entschließt, ein Auto oder ein komplexeres Elektrogerät zu erwerben. Immer mehr Konsumenten greifen vor dem Kauf zu den Prüfberichten der Stiftung Warentest, des TÜV oder von Prüfportalen, um sich zu orientieren und die Unterschiede zwischen den Herstellern bewerten zu können. Im Bereich der beruflichen Fortbildung kommen Personenzertifizierungen eine vergleichbare Rolle zu. Was sie leisten können und worauf man bei der Auswahl von Anbietern achten sollte.

Der Markt der beruflichen Fortbildung ist durch eine kaum überschaubare Vielfalt mehr oder minder bekannter oder unbekannter Schulungsanbieter und Zertifizierer gekennzeichnet. Sie alle stellen über den Erfolg ihrer Teilnehmer in ihren Fortbildungsveranstaltungen Bescheinigungen aus, die sich Zertifikat, Zeugnis, Urkunde, Teilnahmebescheinigung usw. nennen. Ohne aufwendige Recherchen ist es unmöglich, den Aussagewert dieser Dokumente zu beurteilen.

Durch standardisierte und transparente Prüfverfahren in Anlehnung an international gültige Normen ermitteln unabhängige Personenzertifizierungsstellen wie die PersCert TÜV, ob Menschen tatsächlich über bestimmte Kenntnisse und Kompetenzen verfügen. Lassen sich diese objektiv feststellen, erstellt die Personenzertifizierungsstelle ein Abschlusszertifikat. Diese Abschlusszertifikate haben nicht unbegrenzte Gültigkeit, sondern werden nach einem Rezertifizierungsverfahren erneuert. Voraussetzung für die Rezertifizierung ist, dass der Zertifizierte seine Kenntnisse aktuell hält.

Warum sich Personenzertifizierungen für Arbeitnehmer wie Unternehmen lohnen

Prüfen und zertifizieren lassen können sich ganz unterschiedliche Berufsgruppen. TÜV Rheinland etwa bietet beispielsweise Qualifikationen mit zertifiziertem Abschluss in den Bereichen Produktion und Technik, Qualität, Nachhaltigkeit, Arbeits- und Umweltschutz, Energie, IT und Datenschutz, Gesundheitswesen, Sicherheit sowie Services und Sales. Mit Erfolg: Jährlich machen rund 30.000 Personen von den mehr als 750 Zertifizierungsprogrammen der unabhängigen und akkreditierten Zertifizierungsstelle PersCert TÜV Gebrauch. Aus gutem Grund. Arbeitnehmer profitieren in vielerlei Hinsicht:

  • Möglichkeiten zur Spezialisierung: Personenzertifikate ermöglichen es, sich gezielt zu spezialisieren, den eigenen Berufsweg passgenau zu gestalten und dem eigenen Traumjob Schritt für Schritt näherzukommen.
  • Türöffner für attraktive Stellen: Personenzertifikate sind Qualitätssiegel. Vor allem bei der Besetzung attraktiver Stellen oder Führungspositionen sind sie immer häufiger das sprichwörtliche Zünglein an der Waage.
  • Verbesserte Aufstiegschancen: Personenzertifikate illustrieren nicht nur, über welche Kompetenzen jemand verfügt, sie beweisen auch Einsatzbereitschaft und liefern damit wichtige Argumente für den nächsten Schritt auf der Karriereleiter.

Aber auch für Unternehmen lohnt es sich, in die Personenzertifizierung der eigenen Mitarbeiter zu investieren. Unter anderem aus folgenden Gründen:

  • Einheitliche Service- und Produktionsstandards
    Personenzertifizierungen helfen, unternehmensweit einheitliche Standards in der Kompetenz von Mitarbeitern zu etablieren.
  • Verbesserte Wettbewerbschancen
    Mit maßgeschneiderten Personenzertifizierungsprogrammen sind Unternehmen dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus.
  • Internationale Anerkennung
    Personenzertifizierungsverfahren in Anlehnung an die DIN EN ISO/IEC 17024 sind weltweit anerkannt.  Damit werden Zertifikate global nachvollziehbar und vergleichbar. Geschäftspartnern und Kunden gegenüber lässt sich so verdeutlichen, dass die eigenen Mitarbeiter in puncto Kompetenzen bestens geschult sind, bei Personenzertifizierungen durch die PersCert TÜV gelten die Qualitätsmaßstäbe “Made in Germany”.
  • Gezielte Personalentwicklung
    Personenzertifikate sind ein erstklassiges Werkzeug im Kampf gegen den zunehmenden Fachkräftemangel. Benötigte Kompetenzen bauen Sie damit aus den eigenen Reihen auf.
  • Motivierte Mitarbeiter
    Über Personenzertifikate ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern, das eigene Berufsprofil gezielt zu schärfen. Das trägt zu deren Motivation bei und erhöht die Mitarbeiterbindung.

Worauf sollte man bei der Auswahl der Personenzertifizierungsstelle achten? 

  1. Der Status der Zertifizierung eines Teilnehmers sollte öffentlich dokumentiert sein und von Interessierten jederzeit nachgefragt werden können. So lassen sich Zweifel an der Echtheit eines Zertifikates oder am Inhalt jederzeit ausräumen. Bei der PersCert TÜV etwa sind die Personenzertifikate auf www.certipedia.de dokumentiert und einsehbar.
  2. Die Personenzertifizierung sollte nach DIN EN ISO/IEC 17024 erfolgen, wie dies auch bei der PersCert TÜV der Fall ist. Die Norm DIN EN ISO/IEC 17024 legt international anerkannte Anforderungen für eine Zertifizierungsstelle fest. Sie ist somit Grundlage für die hohe Anerkennung der Zertifikate in Wirtschaft und Verwaltung.

Fazit: Um den rasanten Fortschritt in einer immer komplexeren Welt zu meistern, sind berufliche Kompetenzen gefragt. Wesentlich ist dabei die Gewissheit, welche Kenntnisse und Fähigkeiten diese Qualifikationen tatsächlich umfassen. Denn letztlich ist dieser Umfang entscheidend für die Ergebnisqualität von Dienstleistungen oder Produkten, die Kunden von Unternehmen und Organisationen von Einzelnen erwarten. Mit einer Personenzertifizierung werden Umfang und Aktualität von Wissen messbar. Mehr zum Thema gibt´s hier.

Blog_TÜV Rheinland_Academy_Chile_Fight against heafy foot

Effizientes Fahren: Kampf dem Bleifuß

In Chile ist der Transport- und Verkehrssektor mit 33 Prozent einer der größten Energieverbraucher des Landes. Allein die Transporte im Bereich Bergbau und Industrie machen 82 Prozent aus. Der Energieverbrauch basiert hauptsächlich auf fossilen Brennstoffen, mit allen damit verbundenen wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen. Vor diesem Hintergrund hat TÜV Rheinland Akademie in Chile ein Fahrtraining für “Effizientes Fahren” für den öffentlichen Sektor entwickelt. Bis heute haben mehr als 1.000 Fahrer aus der chilenischen Regierung diese Trainings durchlaufen.

In Chile ist “effizientes Fahren” noch kein wirklich bekanntes Konzept. Ziel ist ein schonender und umsichtiger Fahrstil, der den Energieverbrauch nicht unnötig in die Höhe treibt und die Lebensdauer des Fahrzeugs verlängert. Vorteile eines solchen Fahrstils sind

  • Energievorteile wie geringerer Kraftstoffverbrauch
  • Umweltvorteile: Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Atmosphäre
  • Wirtschaftliche Vorteile: weniger Wartungs- und Betriebskosten
  • Soziale Vorteile: sichereres Fahren auf allen Straßen

Mit dem klaren Ziel, die Ressourcen der Regierung effizienter zu nutzen, hatte das chilenische Energieministerium TÜV Rheinland Akademie Chile 2015 mit der Ausbildung von Fahrern im öffentlichen Nahverkehr beauftragt. Während der drei Jahre des Programms wurden mehr als 1000 Fahrer geschult. Zu den Erfolgsfaktoren zählen die Experten im Team, aber auch die Erfahrung, die Professionalität und das Management der Teilnehmer durch die Tutoren. Die Trainer verfügen über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der beruflichen und nichtberuflichen Fahrerausbildung, andere haben einen pädagogischen Abschluss mit Erfahrung in Fahrschulen und Verkehrsunternehmen. Einem der Teilnehmer zufolge, Marcelo Ramìrez, Regional Manager des Professional Energy Efficiency Program, Energy Efficiency Division der Region Atacama, kam das Projekt bei seiner ersten Umsetzung gleich gut an, sowohl mit Blick auf den Inhalt, die Kompetenz der Trainer und die Arbeitsmethodik.

Stolz ist das Team vor allem darauf, das Hauptziel des Projekts erreicht zu haben: den Kraftstoffverbrauch so signifikant gesenkt zu haben, dass Ergebnisse messbar und greifbar werden. Der durchschnittliche Jahresverbrauch der chilenischen Regierung liegt bei rund 2 Millionen Litern Kraftstoff im Jahr. Bei konsequenter Anwendung eines effizienten Fahrstils spart die Regierung bis zu 142.000 Liter pro Jahr ein, das entspricht einer monetären Einsparung von rund 139.000 Euro jährlich.

Für TÜV Rheinland Akademie Chile war das Trainingsprogramm nicht nur in Bezug auf die konkreten Einsparungsziele eine spannende Herausforderung. Das Team war einerseits dafür verantwortlich, innerhalb verschiedenster Bereiche der chilenischen Regierung neue Kompetenzen zu vermitteln. Zugleich befand sich TÜV Rheinland Akademie Chile in der Rolle des Mittlers für den ganz konkreten Aktionsplan der chilenischen Regierung, den Energieverbrauch deutlich zu senken, unter anderem durch Maßnahmen, die das Bewusstsein für effizientes Fahren schärfen, aber auch durch ganz konkrete Handlungsanleitungen. In beiden Fällen ging es darum, dass die Regierung möglichst immer mit gutem Beispiel vorangeht.

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Internationale Karriereperspektiven mit Stahl-Korrosionsschutz in Polen

Überall begegnen uns Stahlkonstruktionen. Stahl ist einer der vielseitigsten Baustoffe und ermöglicht weitgespannte, filigrane und transparente Kreationen in nahezu unbegrenzter Formenvielfalt. Auch die Größe des Objekts ist praktisch unbegrenzt. Stahl muss jedoch mit Sorgfalt gepflegt und regelmäßig gewartet werden, um seine Langlebigkeit zu gewährleisten. Um den Marktanforderungen an den Korrosionsschutz in Polen gerecht zu werden, hat TÜV Rheinland entsprechende Anti-Korrosionsschulungen eingerichtet. Anna Konewecka, lokale Geschäftsbereichsleiterin bei TÜV Rheinland Polen, gibt einen Einblick.

Baukonstruktionen wie Häuser, Türme, Brücken, aber auch Autos sind aus Stahl, an denen wiederum viele Schweißarbeiten durchgeführt werden. Außerdem werden Stahlkonstruktionen lackiert. Aber was viele nicht wissen: Die Lackierung wird nicht nur aus ästhetischen Gründen eingesetzt, sondern auch zum Schutz des Stahls vor Korrosion. Korrosionsschutzbeschichtungen sind eine Notwendigkeit, nicht nur aufgrund von normativen oder Kundenanforderungen, sondern auch, weil sie die Qualität und Sicherheit bei der Verwendung von Konstruktionen und Bauobjekten gewährleisten.

Eine unzureichende Qualität von Gebäuden und Stahlkonstruktionen ist fast gleichbedeutend mit einer unzureichenden Sicherheit. Die Qualität und Sicherheit von Gebäuden, Objekten und Bauwerken hängt nicht nur von ihrer Leistung ab, sondern auch von der richtigen Gestaltung und den richtigen Materiallösungen und dem richtigen Gebrauch. Die Qualität hängt auch von der Sensibilität und Qualifikation des Personals ab. Angesichts der steigenden Anforderungen an die Normen in der Bauindustrie und des steigenden Bedarfs an Fähigkeiten der Mitarbeiter, insbesondere im Bereich des Korrosionsschutzes, nutzte die TÜV Rheinland Akademie in Polen diese Chance und begann bereits 2012 mit dem Ausbau der Korrosionsschutzausbildung.

Mangelndes Wissen in Stahlwerken

“Wir hatten erkannt, dass den Arbeitern in Stahlwerken bisher das Fachwissen im Bereich des Korrosionsschutzes fehlte. Ob Maler, Qualitätsprüfer oder Korrosionsschutzinspektor: Die Anforderungen an die Beteiligten sind je nach Tätigkeit unterschiedlich. Die Kunden brauchen jemanden, der weiß, welche Art von Farbe für eine bestimmte Stahlkonstruktion zu verwenden ist, der weiß, wie man sie verwendet und der auch die Lackierung testen kann”, erklärt Anna Konewecka, lokale Geschäftsbereichsleiterin bei TÜV Rheinland Polen. “Leider gab es auf dem Markt keine Qualifikation für die Qualitätskontrolle im Bereich Korrosionsschutz. Wir haben festgestellt, dass der polnische Markt ein großes Interesse am Korrosionsschutz hat und die Marktbedürfnisse konstant sind. Deshalb haben wir ein Trainingsprogramm entwickelt, das den Bedürfnissen des Marktes entspricht.”

Zielgruppe der Ausbildung sind alle produzierenden Unternehmen der Industrie, die sich mit Stahl beschäftigen, einschließlich der Automobilindustrie. Seit 2013 bildet TÜV Rheinland allein in Polen jährlich rund 100 Qualitätskontrolleure von Lackschutzbeschichtungen aus. Das Korrosionsschutztraining ist einer der begehrtesten Kurse. “Unser Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir das Trainingsprogramm mit dem akkreditierten Programm zur Personenzertifizierung nach ISO 17024, dem standardisierten Standard für die Personalzertifizierung, kombinieren”, erklärt Anna Konewecka. Das bedeutet, dass alle von der TÜV Rheinland Akademie qualifizierten Korrosionsschutzbeauftragten und -inspektoren europaweit anerkannt sind – ein zusätzlicher Vorteil für die Teilnehmer. “Unsere Qualifikation zum Inspektor von Lackschutzbeschichtungen ist beispielsweise relevant für die weltweit bekannte Qualifikation “FROSIO Inspektor”. Wir sind die zweite akkreditierte Personalzertifizierungsstelle in Europa, die diese Qualifikationsstufe anbietet.”

Zusammenarbeit mit Unternehmen und Universitäten

Das Korrosionsschutztraining für Qualitätsprüfer umfasst 30 Stunden, für Inspektoren 72 Stunden und einen Tag Prüfung nach jedem Training. Die Prüfung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. So erhalten die Teilnehmer beispielsweise im Praxistest ein Muster einer Lackierung und müssen unter anderem die Parameter und technischen Eigenschaften überprüfen.

TÜV Rheinland Polen arbeitet nicht nur mit dem gewerblichen Markt zusammen. “Wir sehen auch eine Chance in der Zusammenarbeit mit Universitäten. Einer unserer Partner ist die Schlesische Technische Universität in Gliwice. Wir arbeiten seit 19 Jahren in verschiedenen Bereichen zusammen”, sagt die Leiterin. Die Fakultät für Maschinenbau der Schlesischen Technischen Universität hat beschlossen, eine Spezialisierung für die Qualifikation Korrosionsschutz einzuführen. Der TÜV Rheinland förderte diese Spezialisierung und war aktiv an der Programmgestaltung beteiligt. Die ersten vier Studenten wurden bereits im akkreditierten TÜV Rheinland-Verfahren erfolgreich zertifiziert.

 

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