Schlagwort-Archiv

Internationale Fachkräftesicherung I Global Experts

Ein Meilenstein für die erfolgreiche Fachkräftesicherung

Nach Pandemie-bedingter Wartezeit, geht der Auftrag der internationalen Fachkräftesicherung endlich in die nächste Runde: Die ersten drei indischen Kfz-Mechatroniker sind in Deutschland angekommen und bereiten sich auf den bundesweiten Einsatz bei namhaften Branchenpartnern vor. Auch Fachkräfte aus weiteren Branchen sollen zeitnah folgen.

März 2021: „Die Ankunft der ersten drei von insgesamt 260 indischen Kfz-Mechatronikern stellt einen bedeutenden Meilenstein für uns dar, denn nun wird der Erfolg unserer Arbeit endlich sichtbar“, freut sich Thomas Bastian, Head of Global Experts bei TÜV Rheinland und führt fort: „Der 4. März markiert jedoch erst den Anfang. Wir arbeiten weiter mit Hochdruck an einer professionellen Fachkräfteeinwanderung und erwarten weitere 150 IT-Experten, 20 Industriemechaniker sowie über 200 Pflegekräfte aus Indien, Asien, den baltischen Staaten und Serbien“.

Bundesweiter Einsatz für Kfz-Fachkräfte bei namhaften Branchenpartnern

Internationale Fachkräftesicherung I Global Experts

Miriam Möllers empfing die indischen Fachkräfte am Düsseldorfer Flughafen.

„Unser erstes persönliches Kennenlernen war trotz Einhaltung aller geltenden Hygienevorschriften sehr herzlich. Wir standen bereits zuvor in intensivem Austausch miteinander, die Vorfreude auf den Tag der Ankunft in Deutschland war aber auf allen Seiten besonders groß“, berichtet Miriam Möllers, internationale Projektmanagerin des Global Experts Team, die die drei indischen Fachkräfte am Düsseldorfer Flughafen empfing. Ebenfalls vor Ort war ein Projektmanager der Hyundai Motor Deutschland GmbH, Pilotpartner der TÜV Rheinland Akademie bei der Rekrutierung von internationalen Kfz-Mechatronikern und zugleich zukünftiger Arbeitgeber der drei ersten eingetroffenen Fachkräfte.

Neben dem südkoreanischen Automobilhersteller kooperiert TÜV Rheinland im Bereich der internationalen Fachkräfterekrutierung mit weiteren namhaften Branchenpartnern, darunter Mercedes-Benz, Volvo, Renault und Skoda.

Als Willkommensgeschenk erhielten Matthew Renjith, Pancharavally Sunny Lilt und Mukesh Vishnumohan Nair unter anderem ein deutsches Wörterbuch mit technischen Fachbegriffen, um ihre bereits vorhandenen Sprachkenntnisse weiter auszubauen und sich an ihrem zukünftigen Arbeitsplatz schnell zurechtzufinden. Zusätzlich durchlaufen sie in den nächsten drei Monaten ein Sprachprogramm mit Schwerpunkt im Bereich der technischen Sprache, um das B1-Niveau gemäß des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GERS) zu erlangen.

Fachkräftesicherung bedeutet: Keine kurzfristige Erwerbsmigration, sondern nachhaltige Fachkräfte-Integration!

Matthew Renjiths neuer Arbeitsplatz liegt in Eschweiler, aufgrund der behördlichen Auflagen des Landes Nordrhein-Westfalen konnte er in Begleitung eines Integrationsmanagers von TÜV Rheinland sofort zu seinem zukünftigen Betrieb reisen. Pancharavally Sunny Lilt und Mukesh Vishnumohan Nair werden in Itzehoe und Stuttgart beschäftigt. Sie mussten wegen strengerer Corona-Verordnungen der jeweiligen Bundesländer zunächst in eine einwöchige Quarantäne. Das Integrationsmanagement von TÜV Rheinland umfasst weitere praktische Hilfestellungen, um die Fachkräfte in den kommenden Wochen nachhaltig in die Gesellschaft zu integrieren. Dazu zählt zum Beispiel die Begleitung bei Behördengängen oder die Unterstützung bei der Wohnungssuche. „Wir wollen keine kurzfristige Erwerbsmigration schaffen, sondern dem Fachkräftemangel nachhaltig entgegenwirken“, erklärt Thomas Bastian.

Alle drei Kfz-Mechatroniker verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung bzw. einen Universitätsabschluss in ihrem Fachbereich. Nach Ablauf ihres vierjährigen Visums erhalten sie eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis und nehmen die deutsche Staatsbürgerschaft an. Anfang Mai 2021 sollen bereits die nächsten zehn Kfz-Mechatroniker in Deutschland ankommen. Damit geht die internationale Fachkräftesicherung in die nächste Runde.

Einen Überblick über die Global Expert Services finden Sie unter:
www.tuv.com/global-experts

Ihr Ansprechpartner für inhaltliche Fragen:

Thomas Bastian
Tel.: +49 221 / 806 6855
E-Mail: thomas.bastian@de.tuv.com

 

KompetenzmanagementTÜVRheinlandAkademie

 

Internationale Fachkräfte

Trotz Corona: TÜV Rheinland rekrutiert erfolgreich internationale Fachkräfte für deutschen Automobil- und IT-Sektor.

Der Fachkräftemangel belastet die deutsche Wirtschaft. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie wird deutlich: Engpässe gibt es vor allem in der Pflegebranche und in IT-Berufen, aber auch weiterhin in der Automobilindustrie. Zwar schafft das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz einen erweiterten Rahmen für eine bedarfsgerechte Zuwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern, doch die Antragsstellung sowie die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse gestalten sich oft langwierig. Die TÜV Rheinland Akademie hat deshalb gemeinsam mit der Handwerkskammer zu Köln, dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln und der Handwerkskammer Koblenz ein Verfahren erarbeitet, das den komplexen Prozess der Berufsanerkennung internationaler Fachkräfte vereinfacht und beschleunigt. „Innerhalb kurzer Zeit konnten wir rund 150 Fachkräfte aus dem Automobilsektor für große internationale Autohersteller rekrutieren“, berichtet Thomas Bastian, Head of Global Experts der TÜV Rheinland Akademie. Parallel dazu ging ein weiteres Pilotprojekt für Berufskraftfahrer und IT-Fachkräfte an den Start. Letztere sind wegen der fortschreitenden Digitalisierung in nahezu allen Branchen stark gefragt.

Global Experts: Internationale Fachkräftesicherung

Kfz-Fachkraft berichtet: „Große Ehre für mich, im Land des Automobils zu arbeiten“

Eine der bereits rekrutierten Fachkräfte ist Akhil Unnikrishnan aus Bengaluru im Süden Indiens. Der 29-Jährige ist gelernter Kfz-Mechatroniker und befindet sich aktuell in der Vermittlungsphase. „Für mich ist es eine große Ehre, in dem Land zu arbeiten, in dem das Auto erfunden wurde“, berichtet er. Harikrishnan K. B. aus Kuwait hat bereits eine Schulung zum Systemtechniker bei Mercedes Benz absolviert. Er wartet nun darauf, nach Deutschland reisen zu dürfen, um bei Mercedes als Kfz-Mechaniker zu arbeiten. Solange die Einreise Corona-bedingt nicht möglich ist, informiert er sich über neue Automobiltrends und -technologien und verbessert seine Deutschkenntnisse. Auch Kiran Gireesh soll als Fachkraft in Deutschland arbeiten, er wurde an den Automobilhersteller Hyundai vermittelt. Über Videotelefonate und E-Mails bleibt der 28-Jährige mit seinem zukünftigen Arbeitgeber in Kontakt, bis er einreisen darf. „Wir wollen keine kurzfristige Erwerbsmigration schaffen, sondern eine langfristige Win-win-Situation für beide Seiten, Unternehmen wie Fachkräfte“, erklärt Bastian. Deshalb werden die Fachkräfte im Voraus von den TÜV Rheinland Experten nicht nur fachlich geschult, sondern auch umfassend auf das Leben in Deutschland vorbereitet. Für mindestens 36 Monate ist die Fachkraft verpflichtend im Unternehmen angestellt. Während dieser Zeit wird sie durch die TÜV Rheinland Akademie fachspezifisch weitergebildet.

 

Internationale Fachkräfte für Deutschland: Dank neuem Verfahren in maximal sechs Monaten zur erfolgreichen Vermittlung

„Unser neu entwickeltes Verfahren ermöglicht es inländischen Begleitpersonen, Anträge und Unterlagen sowie ausländische Bildungsabschlüsse weitgehend elektronisch bei Handwerkskammern einzureichen, obwohl sich die Antragsstellenden und die Originaldokumente im Ausland befinden,“ berichtet Thomas Bastian. Dank des neuen Verfahrens dauert es maximal sechs Monate, bis die jeweilige Fachkraft in Deutschland arbeiten kann. „Wir sind bisher das einzige Unternehmen, das ein derartiges beschleunigtes Verfahren etabliert hat“, weiß Bastian. Er zeigt sich optimistisch, dass bis Ende des Jahres alle Fachkräfte in Deutschland eintreffen. „In der Theorie wären sie morgen bereit, sich in den Flieger nach Deutschland zu setzen“, so Bastian, „aber leider konnten beispielsweise die Visumstellen in Indien während des Lockdowns nicht wie gewohnt arbeiten. Momentan müssen wir darauf warten, dass diese Stellen ihre Prozesse wieder aufnehmen und unsere Kandidaten ausreisen können. Corona-Test sind für einreisende Teilnehmer natürlich Pflicht.“ Dass die Nachfrage seitens der Industrie durch die Corona-Pandemie abnehme, glaubt Bastian nicht: „Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften bleibt weiterhin bestehen.“

 

Weitere Fragen zum Thema “internationale Fachkräfte für Deutschland” beantwortet Ihnen Thomas Bastian: thomas.bastian@de.tuv.com

 

+++UPDATE+++

Über das beschleunigte VISA Verfahren kommen die ersten indischen Kfz Mechatroniker für Hyundai und Mercedes bereits in QI 2021 in Deutschland an.

Fachkräfte mit TÜVRheinland

Mehr Fachkräfte mit TÜV Rheinland

Die internationale Gewinnung von Fachkräften, die die TÜV Rheinland Akademie Ende 2019 entwickelt hat, gedeiht prächtig. Neben Hyundai ist nun Viasona eingestiegen; eine 100-prozentige Mercedes Tochter. Die ersten Kfz-Mechatroniker wurden bei Mercedes-Benz platziert. Mit den ersten BMW-Pilothändlern laufen Gespräche über eine strategische Zusammenarbeit in Deutschland und Großbritannien, um Fachkräfte bereitzustellen.

Zurzeit büffeln rund 220 indische Kfz-Mechatroniker und 55 Mechatroniker bei TÜV Rheinland Academy NIFE Indien, um in wenigen Monaten ihre Sprachausbildung auf B1-Niveau abzuschließen. Einige der Fachkräfte erhalten noch Nachqualifikationen in Arbeitsgebieten, die sich von den in Deutschland gelehrten Inhalten unterscheiden. Sie bereiten sich mit Unterstützung von TÜV Rheinland Global Experts darauf vor, ab April in den Werkstätten von Hyundai, Mercedes und einigen Mehrmarkenhändlern anzufangen. Bevor sie aber nach Deutschland einreisen können, sind parallel noch viele Bürokratiehürden zu bewältigen. Der Aufwand mit den hiesigen und den örtlichen Behörden der Kandidaten ist enorm, aber die TÜV Rheinland Akademie hat eine gute Lösung gefunden, die Prozesse zu beschleunigen.

Optimierte Berufsanerkennung von Fachkräften

Aktuell arbeitet das Team zusammen mit der Handwerkskammer zu Köln an der Anerkennung der Berufsabschlüsse der Fachkräfte. Für jeden Mechatroniker sind bis zu 30 Dokumente zu übersetzen und zu beglaubigen; dafür stellte die TÜV Rheinland Akademie staatlich anerkannte und vereidigte Übersetzer ein. Zudem sind die Curricula der einzelnen Studiengänge zu übersetzen und festzustellen, ob sie den Studienleistungen vergleichbarer deutscher Abschlüsse entsprechen. Denn dieser Nachweis und die Dokumentation der Vergleichbarkeit mit deutschen Referenzberufen im BQ-Portal schaffen erst die Voraussetzung der Anerkennung durch eine Handwerks- oder Handelskammer. Das BQ-Portal ist ein deutsches Informationsportal für ausländische Berufsqualifikationen. Das Portal unterstützt Arbeitgeber, die Qualifikation ihrer Bewerber aus dem Ausland einzuordnen. Insgesamt kann dieser Prozess für jeden einzelnen Kandidaten zwischen zwei und drei Monate dauern. Die TÜV Rheinland Akademie ist derzeit im Begriff, diese Anerkennungsverfahren auf einen Monat zu reduzieren.

Einwanderung von Fachkräften – beschleunigte Visaverfahren

Die Anerkennung bildet anschließend die Grundlage für die Visaerteilung der deutschen Botschaft in Indien, die wiederum bis zu drei Monate dauern kann. Das aber könnte sich künftig auch beschleunigen. Denn einerseits wird das seit März 2020 geltende Fachkräfteeinwanderungsgesetz einige Erleichterungen bringen. Andererseits hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem jüngsten Indienbesuch in Aussicht gestellt, dass die Außenhandelskammer, mit der das Global Experts Team in engem Kontakt steht, deutsche Arbeitgeber bei der Anwerbung von Fachkräften künftig noch intensiver unterstützen soll.

Bei Hyundai fangen die ersten fünf Mechatroniker im April 2020 in Händlerwerkstätten an. Und gemeinsam mit der Zentrale wird ab Anfang 2020 in das Hyundai Händlernetz skaliert. Bei der Chemnitzer Mercedes-Händlerkette Schloz Wöllenstein GmbH & Co. KG geht es ebenfalls im Frühjahr mit vier Fachkräften, bei Mercedes-Benz in Bremen mit drei Fachkräften los. Bei Viasona, einem Tochterunternehmen von Schloz Wöllenstein, das Personaldienstleistungen für das Kfz-Gewerbe erbringt, werden jährlich 200 bis 250 Kfz Mechatroniker bei Mercedes platziert. Mittlerweile melden sich bei der TÜV Rheinland Akademie monatlich vier bis fünf BMW-Händler, die Interesse an indischen Mechatronikern haben. Das TÜV Rheinland Akademie Trainingscenter in Chemnitz betreut die Sprachschulungen in Indien. Zudem bereiten die Chemnitzer Kollegen die Integration der Kandidaten vor; ein Modellprojekt, das bundesweit ausgebaut werden wird.

Fachkräfte unterzeichnen feierlich die Arbeitsverträge

Auch die Arbeitgeber engagieren sich bereits mit viel Freude, um den neuen indischen Kollegen einen herzlichen Empfang zu bereiten. So ließ ein Werkstattteam von Schloz Wöllenstein T-Shirts mit Mercedes-Logo und den Namen ihrer vier neuen Kollegen drucken und nach Indien schicken. In einer virtuellen Konferenz lernten sich die Chemnitzer und Inder bereits kennen. Und als Dank für die herzlichen Willkommensgesten aus Chemnitz drehten die Mechatroniker in Indien ein Video, wie sie feierlich und in Anwesenheit ihrer Familien ihre Arbeitsverträge unterzeichneten. Das wiederum inspirierte die Schloz Wöllensteiner, ein Video mit Werkstattrundgang für die Inder zu drehen, damit diese sich schon mal in ihre neuen Arbeitsplätze eingewöhnen können. Beide Seiten freuen sich aufeinander. Das zeigt wieder einmal, dass Herzlichkeit, gemeinsame Werte und Ziele, Grenzen in jeder Art und Weise überwinden.

Kontakt: thomas.bastian@de.tuv.com

KompetenzmanagementTÜVRheinlandAkademie

FachkräfteausInden_TÜVRheinlandAkademie_Deutschland_Recruiting

Fachkräfte gewinnen aus aller Welt: Internationales Recruiting leicht gemacht für Unternehmen

In Deutschland fehlen die Fachkräfte. Der Mangel führt bereits in vielen Unternehmen zu Umsatzeinbußen. Deshalb hat die TÜV Rheinland Akademie ein praxisorientiertes Modell entwickelt, mit dem es gelingt, zeitnah qualifizierte Fachkräfte aus aller Welt zu rekrutieren. Aus Indien kommen dieser Tage die ersten Kfz-Mechatroniker, die künftig bei Hyundai-Händlern in Deutschland arbeiten. Alles, was Unternehmen belastet, übernimmt die TÜV Rheinland Akademie. Wie funktioniert der Prozess?

Kaum ein Mittelständler oder Konzern ist zufrieden mit der Fachkräftegewinnung in Deutschland. Je nach Studie fehlen pro Jahr bis zu 450.000 gut ausgebildete Spezialisten, vor allem in den MINT-Fächern, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technikberufen.

Da andere Länder dieser Welt die Qualifizierung im MINT-Bereich deutlich konsequenter handhaben, ist das internationale Recruiting für Branchen und Unternehmen ein sinnvoller Weg, den Mangel an Spezialisten zu decken und Nachfrage und Bedarf perfekt zu matchen. Wären da nur nicht die mangelnden Kontakte zu geeigneten Bewerbern, die Sprachhürden und die damit verbundene Bürokratie, um internationale Spezialisten einreisen zu lassen. Allein bei dem Gedanken daran dürfte sich so manche Personalabteilung überfordert fühlen. Auch wenn das Fachkräftezuwanderungsgesetz einige Hürden etwas gesenkt hat, bedarf es eines speziellen Know-hows, die gesetzlichen Voraussetzungen für die Migration von Zuwanderern in den hiesigen Arbeitsmarkt zu organisieren.

Um genau diese Hürden zu meistern, hat die TÜV Rheinland Akademie jetzt ein Modell entwickelt, mit dem Unternehmen ihren Fachkräftebedarf gezielt und zeitnah decken können – ohne sich um die damit verbundenen Formalitäten und den komplexen Rekrutierungs- und Qualifizierungsprozess kümmern zu müssen. Vor allem können sie sicher sein, dass die neuen Mitarbeiter tatsächlich dem gewünschten Anforderungsprofil entsprechen.

Derzeit fährt die TÜV Rheinland Akademie Pilotprojekte mit verschiedenen Partnern aus der Kfz-Branche. Das initiale Pilotprojekt wurde Anfang 2019 gestartet, bei dem es darum geht, den Bedarf nach Kfz-Mechatronikern bei der Hyundai Motor Deutschland GmbH zu erfüllen. Bis 2022 soll die TÜV Rheinland Akademie bis zu 250 Fachkräfte in Indien rekrutieren. Die ersten 100 sind bereits gewonnen und bereiten sich derzeit mit den lokalen Kollegen auf ihren Einsatz in Deutschland vor. Die neuen Mitarbeiter verpflichten sich für mindestens 36 Monate. Sollte ein Arbeitnehmer vorzeitig ausfallen, besetzt die TÜV Rheinland Akademie die Position erneut.

Gute Qualifikation und Motivation

Der Auftraggeber profitiert beim neuen Modell von der Expertise der TÜV Rheinland Akademie im Bereich Kompetenzentwicklung und andererseits von der Internationalität der TÜV Rheinland Akademie in mehr als 26 Ländern.  Die Zusammenarbeit im TÜV Rheinland-Verbund beginnt bei einem effektiven Rekrutierungsprozess vor Ort und setzt sich bis zum Integrationsmanagement in Deutschland fort.

Im aktuellen Fall identifiziert der indische Standort der TÜV Rheinland Academy anhand des vom Auftraggeber erstellten Anforderungsprofils geeignete Kandidaten. In Indien etwa gibt es sieben Universitätsabschlüsse, die mit dem Berufsbild und dem Kompetenzprofil des hiesigen Mechatronikers vergleichbar sind. In die engere Auswahl kommen sehr gut Englisch sprechende Bewerber, die zudem mindestens zwei Jahre praktische Berufserfahrung nachweisen können. Zusammen mit den Personalern des Auftraggebers führt die TÜV Rheinland Academy die ersten Bewerbergespräche. Darüber hinaus werden die Kandidaten sowohl sprachlich als auch fachlich gründlich auf die kommenden Anforderungen in Deutschland vorbereitet. Über Sprachschulen und künftig auch mittels eines virtuellen Sprachtrainings erwerben sie das Sprachniveau A2 mit Zertifikat und absolvieren in den ersten drei Monaten nach der Ankunft die B1-Prüfung und werden bei Bedarf auf B2 weiter qualifiziert.

Besteht fachlicher Weiterbildungsbedarf, werden die zu vermittelnden Fachkräfte in den Inhalten mit langjährig erprobten Online-Learnings durch die TÜV Rheinland Akademie geschult. Grundlage sind die kompletten Ausbildungsinhalte der dualen deutschen Ausbildung zum Mechatroniker.

Komplexe Verfahren für Berufsanerkennung und Einreise

Haben die Mechatroniker ihren Arbeitsvertrag unterschrieben, begleitet sie das Team von TÜV Rheinland Academy Indien weiter durch den Prozess. Unter anderem bereitet es sie gründlich auf die kulturellen und arbeitsrechtlichen Bedingungen in Deutschland vor – unterstützt durch das Team der TÜV Rheinland Akademie in Deutschland. Die deutschen Kollegen kümmern sich um die Anerkennung der in diesem Falle indischen Qualifikationsnachweise und die aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen. Mit der Handwerkskammer (HWK) Köln hat die TÜV Rheinland Akademie ein Verfahren für eine Prüfung der Zeugnisse vereinbart, damit die formale Anerkennung durch die dezentralen HWK zügig erfolgen kann. Visa und sonstige Nachweise nach dem kürzlich beschlossenen Fachkräfteeinwanderungsgesetz komplettieren die Einreisevorbereitung. Bis der Flieger nach Deutschland abhebt, sind pro Person rund 30 Dokumente zu bearbeiten und teilweise zu übersetzen und zu beglaubigen. Dieser Aufwand ist bereits so weit standardisiert, dass die TÜV Rheinland Akademie bei Bedarf monatlich künftig eine Vielzahl an Fachkräften nach Deutschland bringen kann.

Noch handelt es sich um ein Pilotprojekt, das aber so vielversprechend anläuft, dass es auf weitere Länder aus dem internationalen TÜV Rheinland-Verbund sowie weitere technische Berufe und Branchen ausgedehnt wird. Zahlreiche weitere Unternehmen aus Mittelstand und Industrie haben bereits vertieftes Interesse angemeldet. Demnächst berichten wir über den Fortgang dieses Projekts – am besten schauen Sie bald wieder vorbei.