Kategorie-Archiv Online Weiterbildung

Berufliche Weiterbildung_TÜV Rheinland Academy Virtual Classrooms

Berufliche Weiterbildung: Virtual Classrooms bewähren sich im Lockdown

Berufliche Weiterbildung ist auch in Krisenzeiten machbar. Eigentlich hatte sich der Seminarbetrieb der TÜV Rheinland Akademie mit Virtual Classrooms und hybriden Angeboten wieder eingependelt, doch Mitte Dezember 2020 schlug Corona noch einmal härter zu. Der zweite Lockdown führte zur erneuten Schließung der Seminarzentren. Trotzdem geht es weiter, denn Virtual Classrooms machen es möglich, sich beruflich weiterzubilden und sich online zertifizieren zu lassen. 

Bereits 2020 fanden an der TÜV Rheinland Akademie über 700 Seminare der beruflichen Weiterbildung mit rund 6.000 Teilnehmenden in Virtual Classrooms (VC) statt. Die Software Adobe Connect spielt dabei eine tragende Rolle, indem sie Lehrende und Lernende miteinander verbindet. Auf der Lernplattform werden Inhalte gemeinsam gestaltet und online bearbeitet, wodurch die physische Präsenz entfällt. Die Teilnehmenden partizipieren über ihre eigenen Tablets oder Laptops von zu Hause aus und können im VC sicher und flexibel miteinander interagieren. Um diese neue Angebotsstruktur einzurichten, mussten die Trainer*innen im März in kürzester Zeit ihre Didaktik und Methoden an die VC-Plattformen anpassen. Zwar hatten einige Seminarzentren bereits mit VCs gearbeitet, aber eine komplette Virtualisierung kam im März unerwartet und bedeutete viel Improvisationskunst. Auch im zweiten Lockdown Mitte Dezember wurde Flexibilität großgeschrieben, aber eine gewachsene Routine gegenüber dem ersten Lockdown war bereits spürbar.

Schneller Umzug auf virtuelle Lernplattformen

Von jetzt auf gleich war ein Umdenken gefragt. Mit viel Engagement gelang, was in dieser Konsequenz zuvor undenkbar schien: „Es war eine riesige Herausforderung, was unsere interdisziplinären Teams geleistet haben“, erinnert sich Dr. Julia Köneke, Seminarbereichsleiterin im Seminarbereich Süd der TÜV Rheinland Akademie. „Lerninhalte wurden über Nacht für elektronische Lernformate angepasst. Alle zogen an einem Strang, um die organisatorischen, pädagogischen und didaktischen Anforderungen zu erfüllen.“ Über den Sommer öffneten dann die Seminarzentren langsam wieder ihre Pforten. Auch wenn zuletzt weniger Teilnehmende in den Seminarräumen sitzen durften: Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln konnte berufliche Weiterbildung ab Ende Mai auch wieder in Präsenzformaten stattfinden. Denn einige Angebote lassen sich nicht rein virtuell unterrichten.

Vor allem Kurse mit einem hohen Praxisanteil setzen die Präsenz der Kunden zwingend voraus. Doch auch für solche Praxisanforderungen entwickelte die TÜV Rheinland Akademie eine Lösung. Um die Gruppengrößen Corona-gerecht anzupassen, lernt ein Teil der Teilnehmenden virtuell am heimischen Schreibtisch, während sich der andere Teil im Klassenraum persönlich trifft. Moderne Kameratechnik und gute Organisation machen es möglich. Und für solche, die sich in Quarantäne oder häuslicher Isolation befinden, sind VCs die einzige Möglichkeit, an Angeboten der beruflichen Bildung überhaupt teilzunehmen.

Berufliche Weiterbildung in VC erreicht hohe Zufriedenheitswerte 

Die Rückmeldung der Seminarteilnehmenden ist deshalb wohl auch eindeutig: „Wie schön, dass die TÜV Rheinland Akademie jetzt auch VCs anbietet“, ist eine häufige Reaktion bei der Anmeldung. Die Anreise und oft auch der Hotelaufenthalt entfallen. Für viele Kund*innen ist auch die Vereinbarkeit von Familie und beruflicher Weiterbildung mit VC-Seminaren ein klarer Vorteil. Die Erfahrungen mit den VCs sind fast durchgehend positiv. Teilnehmende sind überrascht, dass die Inhalte im VC-Seminar so gut vermittelt werden. Allerdings fehlen manchmal die zwischenmenschlichen Begegnungen in den Pausen.  Seminarmanagerin Christiana Kath aus dem Seminarbereich Ost bestätigt diesen Eindruck. Die Organisation eins VC-Seminars ist einerseits einfacher zu erledigen, da beispielsweise nur digitale Unterlagen erforderlich sind. Andererseits fehlt aber auch der persönliche Austausch mit den Teilnehmern und die Seminareröffnung von Angesicht zu Angesicht. „Was uns allerdings überrascht hat“, so Christiana Kath, „dass bei Seminaren mit einer TÜV-Prüfung der Aufwand zur Durchführung des VC-Seminars gestiegen ist.“

Online-Prüfungen mit schneller Zertifikatsvergabe

Dafür gibt es gute Gründe. Abschlussprüfungen finden in normalen Zeiten in Gruppen statt, für die eine Aufsicht reicht. Für Online-Prüfungen wie bei Zertifikatslehrgängen ist es aber erforderlich, dass eine Prüferin oder ein Prüfer jeweils einen Kunden oder eine Kundin während der digitalen Arbeit synchron betreut. Für dieses neue Testverfahren passte die TÜV Rheinland Akademie ein ausgeklügeltes System an, das alle Vorschriften der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) erfüllt.

Für eine Prüfung melden die Trainer*innen den Prüfling an. Damit wird bereits bescheinigt, dass dieser die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. Der Prüfling vereinbart anschließend einen Termin und erhält Instruktionen, wie die Prüfung abgehalten wird. Durch die bundesweite Verteilung der Prüfer*innen können die Termine jederzeit stattfinden. Der Prüfling lädt sich eine Prüfungssoftware herunter, über die er sich fünfzehn Minuten vor der Startzeit mit seinen Zugangsdaten einloggt. Die Software funktioniert über einen normalen Browser. Nach dem Einloggen sind alle anderen Funktionen auf dem Endgerät allerdings eingefroren. Das Googlen von Antworten oder das Blättern in digitalen Unterlagen wird damit unterbunden. Über die Web-Kamera authentifiziert sich der Prüfling und anschließend aktiviert die Prüfungsaufsicht den Test. Dieser besteht bisher aus Multiple-Choice-Fragen. Aktuell bereiten die Trainer*innen auch ein Verfahren für offene Fragen und Diskussionen vor. Nach bestandener Prüfung erhalten die Kund*innen sofort ihr Ergebnis und können sich ihr Zertifikat herunterladen.

Fit für den Restart – berufliche Bildung gerade im Lockdown

Gerade für Fachkräfte in Kurzarbeit sind die neuen VC-Angebote im Rahmen der beruflichen Weiterbildung der TÜV Rheinland Akademie eine Chance. Die Teilnehmer*innen nutzen ihre Zeit für ihre berufliche Entwicklung. sie machen sich fit für den Restart, denn irgendwann endet die Pandemie. Dann ist es gut, wenn sie aktuelle Zertifikate vorweisen und ihrem Arbeitgeber damit neues Know-how zur Verfügung stellen und – im Ernstfall – gute Gründe für die Weiterbeschäftigung präsentieren können. Auch aus diesem Grund ist die Nachfrage nach VC-Seminaren anhaltend groß. Die Seminarzentren schrieben für 2021 bereits 1.630 Seminare in Virtual Classrooms aus und führten bis Ende Januar schon 69 davon erfolgreich durch.

Hier geht’s zum Angebot der beruflichen Weiterbildungen im Virtual Classroom:

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Coching

Coaching: Ein wahrer Allrounder für alle Lebenslagen.

Job-Coaching, Bewerbungscoaching, Führungskräfte-Coaching, Mental- oder auch Krisen-Coaching… Offensichtlich gibt es ein unfassbar großes Coaching-Angebot für jede Lebenslage. Aber: Woran erkennt man eigentlich, dass man ein Coaching braucht? Wie findet man dann das „richtige Coaching“ für sich und seine Bedürfnisse? Gibt es hier überhaupt ein Richtig oder Falsch? Da wir hier auch keine schnellen Antworten geben können, haben wir bei einer Expertin nachgefragt.

Dana Przybille gehört seit mehreren Jahren zum Coaches-Team der TÜV Rheinland Akademie und verrät uns im Interview, was ein gutes Coaching ihrer Ansicht nach ausmacht, welche Ziele man damit verfolgen kann und was sie selbst besonders reizvoll an ihrer Arbeit als Coach findet.


Hallo Frau Przybille, den Begriff Coaching hört und liest man ja mittlerweile überall, in unterschiedlichsten Varianten. Was ist das denn eigentlich?

Wir Menschen und unsere Psyche sind sehr komplex. Demnach gibt es auch viele verschiedene Sichtweisen, Begriffserklärungen, Ansätze und Definitionen für Coachings. Ich persönlich definiere den Begriff als professionelle Begleitung von Lern-, Veränderungs- und Entwicklungsprozessen.
Um das etwas genauer zu erklären: Im Coaching schaffen wir einen Rahmen, der es dem Coachee ermöglicht seine Ziele zu definieren und Entwicklungsschritte eigenverantwortlich umzusetzen. Wer hier einen interessanten Ansatz für sich sieht, kann sich mit einem Coaching unterstützen lassen.

Ich als Coach fungiere dabei prozessbegleitend und biete Hilfestellungen an, um bspw. Hindernisse aus dem Weg zu räumen und passende Lösungsstrategien zu entwickeln. Man nennt das auch “Hilfe zur Selbsthilfe”. Dabei gebe ich natürlich keine konkreten Vorgaben, sondern setze eher Impulse, welche die Entwicklung von Lösungsstrategien beim Coachee selbst aktivieren. Dafür gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Methoden. Welche davon die Richtige ist, zeigt sich meist erst im Kennenlernprozess. Coaching ist immer interaktiv und findet personenzentriert statt. Der Mensch als Individuum steht dabei im Mittelpunkt. Demnach muss auch ich meinen “Methodenkoffer” immer anpassen und mich auf jede Situation und jeden Coachee neu einstellen.

Gelingt das immer?

Eine wichtige Grundvoraussetzung ist die Beziehung zwischen Coach und Coachee. Diese sollte neben fachlicher Kompetenz und der professionellen Distanz, vor allem auf Vertrauen basieren. Man könnte sagen, dass die Chemie stimmen muss. Ohne dem ist Coaching nicht zielführend möglich. An diesem Punkt muss man dann auch ganz ehrlich miteinander sein und Alternativen empfehlen. Glücklicherweise war ich bisher noch nicht in so einer Situation.

Wie läuft ein Coaching grundsätzlich ab?

Bevor ein Coaching tatsächlich beginnt, gibt es immer einen Auftrag. Der Coachee kommt freiwillig mit seinem Anliegen ins Coaching. Das Kick-off findet dann in Form eines Erstgespräches statt. Dies dient in erster Linie dazu eine vertrauensvolle Basis zu schaffen. Coach und Coachee können sich sozusagen etwas beschnuppern. Hier wird entschieden, ob beide in Interaktion treten können oder eben nicht. Wie schon erwähnt, muss die Chemie stimmen. Nachdem das „geklärt“ ist, werden die Ziele des Coachings bestimmt. Mit Hilfe der Ergebnisse aus dem Erstgespräch, den Beobachtungen und Wahrnehmungen, kann der Coach schon aus seinem Methodenkoffer ein oder mehrere Instrumente wählen, die dann im Coaching-Prozess Anwendung finden. Hierbei sollte man beachten, dass es nicht bei diesem Instrument bleibt und der Einsatz im gesamten Verlauf, situativ angepasst werden muss. Die Dauer des Coachings ist unterschiedlich und wird in der Regel im Vorfeld festgelegt. Abschließend werden verbindliche Termine vereinbart – und los geht´s.

Woran erkennt man denn, dass ein Coaching hilfreich wäre und welche Ziele sollte man sich setzen?

Der Markt bietet aktuell ein unheimlich breitgefächertes Angebot an verschiedenen Coachings, für jede zu bewältigende Herausforderung oder auch Krise in unserem Leben. Mental-Coaching, Karriere-Coaching, Krisen- oder Job-Coaching – die verschiedenen Ansätze und Methoden können unheimlich vielseitig eingesetzt werden. Jeder, der irgendwie “feststeckt” bzw. seinen Weg nicht mehr klar sieht und Unterstützung bei der Erreichung seiner Ziele oder dem Bewältigen von Krisen braucht, kann und sollte darüber nachdenken ein Coaching in Anspruch zu nehmen. Mit einem Coaching kann so vieles erreicht werden, auch wenn es manchmal nur darum geht, neue oder ganz andere Perspektiven und Ansätze aufzuzeigen. Und das Beste ist: Unsere Coaching-Angebote sind mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS), der Agentur für Arbeit oder Jobcenter, zu 100% förderfähig. Dem Coachee entstehen demnach keine Kosten.

Die individuellen Ziele werden im Coaching – ausschließlich vom Coachee selbst – bestimmt. Oftmals werden diese schon bei der Wahl des Coachings ersichtlich und müssen dann nur noch etwas deutlicher ausformuliert werden. Wer ein Job- oder Karriere-Coaching bucht, will sich meist beruflich entwicheln, wer ein Lebenslagen- oder Krisen-Coaching beginnt, ist meist auf der Suche nach Struktur und Klarheit. Aber auch hier gibt es immer wieder Überraschungen. Neben dem Wunsch zur beruflichen Neuorientierung, können bspw. auch die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Selbstsicherheit und Durchsetzungsstärke relevant werden. Wenn so ein Fall auftritt, muss erst einmal “Ordnung geschaffen werden”.

Das klingt herausfordernd. Welche Methoden kann es zur Zielerreichung geben?

Die Vielzahl der Coaching-Arten auf dem „Coaching-Markt“ bringt natürlich auch ein enormes Quantum an Methoden mit sich. Hier gilt es die geeignete Methode zu wählen, denn jeder Coachee benötigt eine andere Vorgehensweise. Manchmal ist auch eine multimodale Arbeitsweise nötigt, d.h. man verwendet einen sogenannten Methodenmix um Coaching-Ziele zu erreichen. Ich persönlich verwende gern Elemente aus dem Systemischen Coaching. Systemisches Coaching verfolgt das Ziel, die Selbstorganisationsfähigkeit wiederherzustellen, und knüpft dabei direkt an seine Handlungsmöglichkeiten an.

Mit Hilfe von Fragetechniken aus der Systemik erlangt man Informationen über das “System des Coachees”. Parallel dazu wird verdeutlicht, wie bestimmte Situationen und Erlebnisse von den „Angehörigen“ des Systems unterschiedlich gesehen und betrachtet werden. Hierbei können zum Beispiel die Systemangehörigen mit angeregt werden, um neue Lösungsansätze zu finden und umzusetzen. Typische Fragetechniken sind zirkuläres Fragen, die Wunderfrage aber auch die Skalierungsfrage. Weitere Methoden die sich im Coaching bewährt haben sind die Erstellung eines Visionboards oder „Der Baum der Entwicklung“, von Maximilian Bache. Es gibt noch viele mehr, der Methodenkoffer ist gut gefüllt. 😉

Was sind die größten Herausforderungen beim Coaching? Gibt es Besonderheiten, auf die beide Parteien achten müssen?

Im Coaching besteht immer eine Gefahr der Abhängigkeit, Coach und Coachee begeben sich auf eine Gradwanderung, im Rahmen ihrer Beziehung. Jeder Coach sollte über Grundsätze in der Beratungsarbeit/Coachingarbeit verfügen. Wichtig dabei ist, dass eine professionelle beraterische Distanz gewahrt wird. Eine wertschätzende, respektvolle und wertfreie Haltung setze ich im Coaching voraus. Dazu gehört die Würdigung, Achtung und Respektanz gegenüber dem Coachee und seines Systems. Eine neutrale Verhaltensweise hinsichtlich der Glaubenssätze, der Veränderungsbereitschaft und auch den Beziehungen des Coachees ist unabdingbar für eine vertrauensvolle, ganzheitliche, ressourcen- und lösungsorientierte Arbeitsweise.

„Digitales Coaching“ wird aktuell sehr verbreitet angeboten. Was versteht man darunter und wie wird das bei der TÜV Rheinland Akademie umgesetzt?

Aristoteles sagte einmal: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“. Gerade in der aktuellen Situation, in der die Wirtschaft Corona-bedingt stillsteht und die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen so schnell nicht zu erwarten sind, findet diese Aussage noch mehr Gültigkeit.

Aufgrund unserer Flexibilität und der Strategien die wir entwickelt haben, sind wir auch weiterhin in der Lage, professionell mit unseren Teilnehmenden zu arbeiten.

Es ist uns erfolgreich gelungen, die präsenzorientierte Durchführung unserer Bildungsangebote und Coachings umzustellen. Durch die schnell voranschreitende Digitalisierung, ermöglichen uns Online-Plattformen wie beispielsweise Skype for Business, MS Teams oder Zoom die virtuelle Umsetzung.

Die Kommunikation mit unseren Teilnehmenden findet hierbei auf vielfältiger Weise statt. Durch Telefonie und Video-/Web Conferencing führen wir an Maßnahmeinhalte heran und stehen dabei auch beratend zur Seite. Besonders das Coaching profitiert davon, weil „äußere Einflüsse“ (die zum Teil auch ablenkend sein können) in der digitalen Durchführung nicht existieren. Zum anderen befinden sich die Kunden in ihrem „Zuhause“, welches oftmals der Rückzugsort oder ihr persönlicher „Schutzraum“ angesehen wird. Dort fühlen sie sich wohl, dort dürfen sie sein. Und das spiegelt sich im Coaching wieder. Ich erlebe meine Kunden authentischer und selbstsicherer.

Und wie läuft das dann ab?

Das „Digitale-Coaching“ läuft genauso ab, wie in der Präsenz. Vorab gibt es hier ein Telefongespräch indem der Auftrag geklärt wird. Im Anschluss werden Termine und das passenden Medium zur Umsetzung vereinbart.

Das einzige was der Kunde für die alternative Durchführung benötigt, ist eine stabile Internetverbindung und ein Laptop, Tablet oder Smartphone.

 

Digitales Coaching: Individuell, flexibel und (fast) überall realisierbar.

 

Zu guter letzt: Was reizt Sie an Ihrer Tätigkeit als Coach – und – haben Sie eine hervorzuhebende „Erfolgsgeschichte“?

Ganz klar: Der Mensch, mit all seinem Leben. 🙂 Als Coach tätig zu sein erfüllt mich auf all meinen Ebenen. Mein Job ist nie eintönig, sondern sehr facettenreich und bunt. Jedes Coaching beinhaltet für mich eine Erfolgsgeschichte – selbst wenn es nur kleine Dinge sind, die wir gemeinsam bewegen konnten. Veränderungs- oder Entwicklungsprozesse benötigen nunmal Zeit. Man darf nicht vergessen, dass selbst gewünschte Veränderungen auch hemmende und teilweise blockierende Ängste auslösen und dann sogar wie Blockaden wirken können. Ich sehe mich als Wegbegleiter an der Seite meiner Coachees und freue mich über jeden einzelnen Schritt auf diesem Weg.

Ein gutes Beispiel fällt mir aber tatsächlich gerade ein…

Eine Kundin, welche sich in einem Transformationsprozess vom Mann zur Frau befand, suchte mich auf, weil sie keinen Job fand. Sie vermutete, dass dies an ihrer „Verwandlung“ lag. Darunter hatte sie sehr gelitten. Im Rahmen des Coachings haben wir daran gearbeitet, dass sie ihren Selbstwert wiederfindet und gemeinsam eine Strategie entwickelt, welche das Ziel hatte sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Selbstvermarktungsstrategien ist das “A und O”. Gemeinsam sind wir damit rausgegangen und sie hat sich persönlich bei potenziellen Arbeitgebern vorgestellt. Das war vor dem Coaching undenkbar. Etwa 1 Woche nachdem das Coaching beendet wurde, hat sie ihren Arbeitsvertrag als Verkäuferin unterschrieben. Ich freue mich auch heute noch über diesen Erfolg und bin unglaublich stolz auf meine Kundin.

Im Coaching-Prozess selbst ist mir bewusst geworden, mit wieviel Diskriminierung sie sich täglich auseinandersetzen muss. Unvorstellbar in der heutigen Zeit. Umso schöner ist es dann, wenn ich mit meiner Arbeit etwas bewegen kann.

Das ist definitiv ein würdiger Abschluss unseres Interviews. Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns genommen und uns einen kleinen Einblick in die Welt des Coachings gewährt haben! Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß bei Ihrer Arbeit und hoffen, dass Sie auch in Zukunft noch viele Erfolgsgeschichten sammeln können.

 

Kurzportrait Dana Przybille

Dana Przybille

Dana Przybille gehört seit 2015 zum Coaches-Team der TÜV Rheinland Akademie in Lehnitz.

Ich selbst komme aus dem schulmedizinischen Bereich und war als exam. Gesundheits-/Krankenpflegerin auf der Intensivstation und auch in der Anästhesie tätig.

Nach einer beruflichen Auszeit, in der ich an meiner beruflichen Neuorientierung werkelte, habe ich verschiedene Ausbildungen im Bereich Coaching/Beratung absolviert, so zum Bsp. Train the Trainer, Bewerbungsmanagement, Kommunikationsmanagement, Burnout Berater.

Seit 2015 bin ich für die TÜV Rheinland Akademie in Lehnitz in unterschiedlichen Maßnahmen und Projekten unterwegs. Als Coach begleite und berate Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen und Lebensphasen.

Und was soll ich sagen – ich liebe meinen Job! 🙂

 

 

Virtuelle Klassenzimmer TÜV Rheinland Akademie

Virtuelle Klassenzimmer: die Zukunft der Weiterbildung

Virtuelle Klassenzimmer gibt es zwar schon länger, aber seit Corona liegen sie voll im Trend. Anbieter betrieblicher Weiterbildung wie die TÜV Rheinland Akademie digitalisierten in kurzer Zeit ihr reguläres Seminarangebot und modifizierten die Trainingsmethoden und ihre Didaktik. Ziel ist, die digitale Technologie effektiv zugunsten aller Lerntypen mit Virtuellen Klassenzimmern zu nutzen.

Weiterbildungen in  Seminarräumen sind bis zur Entdeckung eines Impfstoffes nur mit Hygiene-Konzept möglich. Das „physical distancing“ bleibt auf unbestimmte Zeit gültig. Berufliche Weiterbildung darf deshalb jedoch nicht auf der Strecke bleiben. Für Unternehmen und ihre Mitarbeiter gibt es gerade jetzt hervorragende Möglichkeiten. Solange viele Unternehmen noch in Kurzarbeit sind, lässt sich die Zeit für eine Verlängerung Corona-bedingter Lernkurven nutzen. In Zeiten geringer Auslastung lohnen sich Investitionen in die Qualifizierung der Mitarbeiter.
Denn mit dem Kompetenzaufbau stärken Arbeitgeber wie Arbeitnehmer ihre Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft der Arbeit. Wer sich heute in einem Virtuellen Klassenzimmer (Virtual Classrooms, VC) vom Home-Office oder über mobile Endgeräte weiterbildet, genießt zudem eine lebendige Lernwelt mit Interaktion und Spaß, inklusive gleichzeitiger Kontrolle des Lernerfolgs.

Virtuelle Klassenzimmer: synchroner Unterricht in Echtzeit

Konzepte und technische Lösungen für lebendige, interaktive Formate des betrieblichen Wissenstransfers gibt es bereits seit den 90er Jahren. Synchrone Lernmedien sind von Anfang an Bestandteil der betrieblichen Weiterbildung. Diejenigen, die von e-Learning sprachen, hatten in der Regel Web Based Training im Sinn. Limitierende Faktoren waren oft die technische Infrastruktur oder die fehlende Bandbreite. Die Interaktion zwischen Teilnehmern und Ausbildern fand über Chats oder Telefonkonferenzen statt. Um die Teilnehmer noch besser bei der Gestaltung ihrer Lernumgebung und des Lernfortschritts zu unterstützen, entwickelten Bildungseinrichtungen und Universitäten so genannte virtuelle Klassenzimmer, die synchronen Unterricht in Echtzeit ermöglichen. Alle Ausbilder, Moderatoren und Teilnehmer sind über Webcam und Headsets live miteinander verbunden. Dies eröffnet pädagogische und methodische Möglichkeiten, die denen realer Seminare nahezu ebenbürtig sind.

Zusätzlich zum traditionellen Whiteboard-Vortrag eines Trainers können sich die Teilnehmer in offenen Diskussionen austauschen, gefolgt von einer Online-Teilnehmerbefragung. Dies geschieht in einer Videokonferenz, die auch durch Chats eine neue Lebendigkeit erhält. Die Teilnehmenden können darüber hinaus auch eigene Beiträge leisten, Reden halten und Präsentationen oder Videos von ihren Computern aus aufzeichnen. Darüber hinaus lassen sich Arbeitsgruppen bilden; asynchrone Newsgroups ergänzen den Austausch im Rahmen des digitalen Lernens, das den großen Vorteil hat, ein ganzes Toolset für synchrone und asynchrone Lernprozesse kombinieren zu können (Blended Learning).

Die Ausbilder der TÜV Rheinland Akademie haben ihre Didaktik und Methoden bereits an Virtuelle Klassenzimmer angepasst, um die Vorteile von Face-2-Face-Seminaren in ein digitales Szenario zu übertragen und ein vielfältiges und lebendiges Lernerlebnis zu bieten. Je nach Zusammensetzung der Lerngruppen, Lehrinhalte und Lernziele passen sie ihre Ausbildung auch den Bedürfnissen der Teilnehmer an. Vor allem aber gehen sie auch in persönlicher Interaktion auf die verschiedenen Lerntypen ein, um den individuellen Lernerfolg für alle zu gewährleisten.

Unmittelbares Feedback für Ausbilder und Teilnehmer

Gute Ausbilder nutzen das Wissen über die Lerntypen in ihren Kursen, um ihre Ausbildungsmodule optimal darauf abzustimmen. Impulsvorträge von dreißig oder mehr Minuten, die in der Vergangenheit üblich waren, werden in mehrere kleinere aufgeteilt. Diese können mit Videos, Gruppenarbeiten und Flash-Umfragen aufgelockert werden, um die Teilnehmenden in den weiteren Verlauf der Seminareinheit einzubeziehen. Alles in allem sind die Lektionen interaktiver, multimedialer und manchmal auch mit spielerischen Elementen gestaltet.
In kurzen Einzelgesprächen können Ausbilder zudem den individuellen Lernstand überprüfen. Auf diese Weise erhalten sie ein unmittelbares Feedback, um z.B. Wissenslücken frühzeitig durch Wiederholung der Lektionen zu schließen. Und auch Leistungsbeurteilungen können nun rechtskonform durchgeführt werden, mit geeigneten und eindeutig gekennzeichneten Tools.

Schlussfolgerung: Digitale und analoge Ausbildung werden sich in Zukunft noch stärker ergänzen

Auch wenn die praktischen Fertigkeiten, wie im Falle der Schweißerausbildung, in Zukunft noch geschult werden müssen, kann das notwendige theoretische Wissen durchaus in einem Virtuellen Klassenzimmer vermittelt werden – eventuell ergänzt durch innovative digitale Ansätze, wie z.B. ein Virtual-Reality-Szenario. Dies ermöglicht es kleineren Gruppen, verfügbare praktische Ausbildungsplätze abwechselnd zu nutzen. In jedem Fall haben die Ausbilder der TÜV Rheinland Akademie während des Corona-Shutdowns demonstriert, dass sie in der Lage sind, auch bisher konventionelle Angebote aus ihrem Seminarportfolio erfolgreich in Virtuellen Klassenzimmern zu vermitteln.
Vor allem aber zeigen die Rückmeldungen der Teilnehmer auch, dass sie eine lebendige Lernwelt mit Interaktion und Spaß erlebt haben. Ein Teilnehmer brachte es auf den Punkt: “Zwei Tage lang habe ich an einem Online-Seminar bei TÜV Rheinland teilgenommen. Der Tutor war professionell, seriös und verantwortungsbewusst. Statt scheinbar langweiliger Begriffe und Lektionen habe ich begeisterte Erklärungen erlebt, die mir im Gedächtnis bleiben. Auf jede Frage antwortete der Tutor rechtzeitig und mit einem Lächeln und gab professionelle Antworten. Und er stellte auch Fragen, damit wir gut interagieren konnten. Das dreitägige Virtuelle Klassenzimmer hat meine Begeisterung geweckt, weiter online zu lernen.”

Hier finden Sie die aktuellen Angebote in den Virtuellen Klassenzimmern der TÜV Rheinland Akademie.

KompetenzmanagementTÜVRheinlandAkademie

 

VIONA® Onlinekurs

Mein VIONA® Onlinekurs im Bereich Bürokommunikation

Nadine will sich beruflich noch einmal umorientieren und absolviert dafür einen Onlinekurs im Bereich Bürokommunikation über VIONA®, die Online Akademie von TÜV Rheinland. So kann die 45-Jährige sich auch von zuhause aus weiterbilden und ihre Karriere voranbringen. Im Interview berichtet sie, wie sie auf die VIONA® Online Seminare aufmerksam geworden ist, welche beruflichen Ziele sie verfolgt und wie sie mit dem Lernen im virtuellen Klassenzimmer zurechtkommt.

 

Nadine, Sie haben bereits als Friseurin und Altenpflegerin gearbeitet. Warum wollen Sie sich nun nochmal beruflich umorientieren?  

Dass ich meinen ursprünglichen Berufen nicht mehr nachgehen kann, ist bei mir leider gesundheitlich bedingt. Nach einer längeren krankheitsbedingten Zwangspause möchte ich mich nun zur Bürokraft in Teilzeit weiterbilden, um beruflich wieder Fuß zu fassen.

Wie haben Sie vom Online-Kursangebot der TÜV Rheinland Akademie erfahren?

Ich war auf der Suche nach Weiterbildungsmöglichkeiten und habe eine Informationsveranstaltung des Jobcenters besucht. Dort gab es auch einen Stand der TÜV Rheinland Akademie. Zuerst dachte ich, da gibt es nichts Passendes für mich, weil ich angenommen habe, dass die Angebote dort eher für Männer und Industrie-Berufe ausgelegt sind. Zum Glück habe ich dann trotzdem noch vorbeigeschaut – denn schon nach einem kurzen Gespräch war mir klar, dass eine Weiterbildung über die Online Akademie VIONA® der richtige Weg für mich ist.

Hatten Sie zuvor schon Erfahrung mit Online-Weiterbildungen?

Nein, das ist das erste Mal, dass ich eine Weiterbildung in einem virtuellen Klassenzimmer mache. Aber meine ersten Erfahrungen damit sind durchweg positiv.

Welche positiven Erfahrungen haben Sie denn mit den VIONA® Online Seminaren gemacht?

Einer der größten Vorteile ist sicher, dass ich mich auch während des Corona-Lockdowns weiterbilden und die Zeit sinnvoll nutzen konnte. Außerdem gefällt mir die kleine Gruppengröße. So kann man viel konzentrierter lernen und die Dozierenden können intensiver auf Fragen eingehen. Grundsätzlich muss ich sagen, dass die Lehrenden an der TÜV Rheinland Akademie mit großem Spaß bei der Sache sind und sich sehr bemühen, den Teilnehmenden etwas beizubringen. Das hat mir das Lernen wirklich erleichtert und mich zusätzlich motiviert!

Haben Sie Vorschläge, wie wir die VIONA® Onlinekurse noch weiter verbessern könnten?

Eigentlich bin ich mit den Online-Kursen der TÜV Rheinland Akademie ausnahmslos zufrieden. Allerdings hat das Lernen über das Internet natürlich auch seine Tücken. Das mussten meine Mitstreitenden und ich selbst ab und an erfahren. Meistens waren es aber Probleme, die mit der Hardware der Teilnehmenden selbst zu tun hatten. Nicht jeder kann auf eine schnelle Internetverbindung zurückgreifen und manchmal streikte einfach die Technik. Allerdings muss man dazu sagen, dass das Team der TÜV Rheinland Akademie für jedes Problem eine Lösung hatte. Beispielsweise hat mein Laptop eines Morgens den Geist aufgegeben, doch schon drei Stunden später wurde mir ein Ersatzgerät der Akademie frei Haus geliefert. Das nenne ich Service!

Herzlichen Dank für Ihr konstruktives Feedback, Nadine! Es ist schön zu hören, dass Ihnen unser Online-Weiterbildungsangebot so gut gefällt. Ihre Verbesserungsvorschläge nehmen wir uns gerne zu Herzen. Wir würden uns freuen, Sie demnächst noch einmal im Rahmen einer Weiterbildung in der VIONA® Online Akademie begrüßen zu dürfen.


Sie haben ebenfalls Interesse an einer VIONA® Online Schulung? Hier kommen Sie zur Kursübersicht.

Setzen Sie den Filter bei „VIONA®“ und wählen Sie die passende Weiterbildung für sich und Ihre beruflichen Ziele aus. Gerne informieren wir Sie persönlich zu unseren umfangreichen Angeboten im Bereich der Online Weiterbildung. Vereinbaren Sie gleich einen Termin!