Kategorie-Archiv Kompetenz

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Neue Zertifizierungs-Initiative soll Sicherheit von Industrieanlagen steigern

Hacker greifen zunehmend betriebstechnische Systeme in Industrieanlagen an, die Sicherheit von Industrieanlagen ist zunehmend gefährdet. Diese Systeme erfassen physikalische Effekte oder steuern Motoren, Pumpen oder Ventile in industriellen Systemen und werden zunehmend mit dem Internet verbunden, um die Effizienz zu verbessern oder Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Systeme oder Komponenten können Schwachstellen aufweisen, die durch Cyberangriffe ausgenutzt werden können. Da es an Kenntnissen und Fähigkeiten in diesem Bereich mangelt, hat TÜV Rheinland das Zertifizierungsprogramm „Certified Operational Technology Cybersecurity Professional (TÜV)“ entwickelt, das Unternehmen dabei unterstützt, Kompetenzen im Team zu identifizieren und zu verbessern und damit die allgemeine Cybersicherheit von Anlagen der Industrie- und Betriebstechnik zu steigern.

Der im Dezember 2017 gemeldete Triton-Malware-Angriff war der erste öffentlich dokumentierte Cyberangriff auf eine industrielle Kontrollinfrastruktur (ICS), die den Betrieb eines Safety Instrumented System (SIS) stören soll, das zum Schutz einer Industrieanlage als ausfallsicherer Schutz vor Feuer oder Explosion dient. Experten zufolge war dieser Vorfall eine dringende Warnung, dass Angreifer mit geopolitischen Motiven nun auf sicherheitskritische Systeme abzielen.

Das Ziel von Angriffen ist es in der Regel, Zugriff auf geistiges Eigentum, Geschäftsgeheimnisse und technische Informationen zu erhalten, aber viele Unternehmen sind sich der Gefahren nicht bewusst, die Cyberangriffe auf ihre Anlagen darstellen. Darüber hinaus sind ihre Cybersicherheit-Konzepte in der Regel nicht auf den Schutz von OT-Systemen zugeschnitten. Laut der neuen Studie „Industrial Security in 2019: A TÜV Rheinland Perspective“ geben 40 Prozent der Befragten an, dass sie die Risiken von Cyberangriffen auf Industrieanlagen noch nie untersucht haben. Weitere 34 Prozent wissen nicht, ob das eigene Unternehmen diese Risiken jemals untersucht hat. Darüber hinaus hat nur jedes fünfte Unternehmen seine Cybersicherheitsmaßnahmen speziell auf Industrie- oder OT-Anlagen zugeschnitten. Dies ist alarmierend, da Angriffe aus dem Netzwerk ganze Anlagen abschalten können. Dies führt zu Produktionsausfällen mit hohen Folgekosten und kann sich bei kritischen Infrastrukturen auch auf die allgemeine Versorgungssicherheit und das reibungslose Funktionieren der modernen Gesellschaft auswirken.

Werden Produktionsanlagen oder kritische Infrastrukturen – wie z.B. von Energieversorgern – vernetzt, bietet dies zusätzliche Ziele für Cyberangriffe. Fast 70 Prozent der Befragten kamen aus der Fertigungsindustrie; außerdem waren die Automobilindustrie, Logistikunternehmen, die Öl- und Gasindustrie, öffentliche Institutionen sowie die Telekommunikations-, Energie- und Chemieindustrie vertreten. Ziel der Studie war es, besser zu verstehen, wie Unternehmen Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe erkennen und ergreifen. Da traditionelles Wissen im Bereich der Cybersicherheit oft nicht ausreicht, um den komplexen Anforderungen der industriellen, vernetzten Welt gerecht zu werden, hat TÜV Rheinland eine neue Zertifizierung für Experten auf dem Gebiet der industriellen Cybersicherheit entwickelt: den „Certified Operational Technology Cybersecurity Professional (TÜV)“.

Mehr Qualität für die Industrie
Mit der neuen Personenzertifizierung reagiert der TÜV Rheinland auf die steigende Nachfrage von Fachleuten. In einem so komplexen Bereich wie der Cybersicherheit kann ein Zertifizierungsprogramm eines neutralen Dritten wie dem TÜV Rheinland dazu beitragen, das Know-how der Unternehmen auf die Anforderungen der industriellen Cybersicherheit abzustimmen und die Industrieunternehmen in diesem Bereich weiter zu professionalisieren.

Das Zertifizierungsprogramm bewertet die Kandidaten aktiv durch eine Kombination aus professionellem Karriere-Review, Interview und technischem Review. Die Teilnehmer müssen über mindestens zehn Jahre Erfahrung in der Cybersicherheit verfügen, davon fünf Jahre in leitender Funktion. Die Kandidaten erstellen im Rahmen der Prüfung eine Fallstudie. Nach einer kritischen Überprüfung durch TÜV Rheinland-Experten werden sie zu einer Online-Präsentation und einer technischen Frage-Antwort-Sitzung eingeladen. Experten, die die Norm erfüllen, erhalten von TÜV Rheinland ein Zertifikat und können den Titel „Certified Operational Technology Cybersecurity Professional (TÜV)“ führen. Eine Rezertifizierung durch TÜV Rheinland ist alle drei Jahre erforderlich. Weitere Informationen zum Programm unter:
www.tuv.com/de/otcybersecurityprofessional

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Lerntrends 2019: Lern-Apps und Extended Reality legen zu

2019 sind vor allem digitale Medien und Methoden in den Lerntrends um berufliche Bildung weiter auf dem Vormarsch. Das jedenfalls spiegelt die aktuelle „Learning Delphi“, ein aktueller Trendmonitor des deutschen mmb Instituts wider, Denkwerkstatt und Impulsgeber für die Innovation von Bildung und Lernen. Während Extended Reality (XR) an Bedeutung steil zulegt, rücken Wikis über die Jahre hinweg langsam in den Hintergrund. Auch Web Based Trainings verlieren nach Experteneinschätzung in dieser Studie ihre vormals hohe Position. Klar ist, dass neue digitale Technologien die alten langsam ablösen könnten. Basis des Trendmonitors ist eine Befragung von 65 Bildungsexperten aus Unternehmen, Bildungsinstitutionen und Hochschulen in Deutschland.

Lern-Apps, Erklärvideos und digitale Lernassistenten stehen demnach hoch im Kurs. Die Zukunft der beruflichen Bildung wird noch digitaler, wobei parallel auch das soziale Lernen bei 72 Prozent der befragten Experten an Relevanz gewinnt. Ein deutlicher Zuwachs ist bei den immersiven Lernanwendungen zu erwarten: Extended Reality legt weiter zu. Der Begriff Immersiv ist aus der Gaming-Szene bekannt, leitet sich aus dem englischen „immersion“ ab, was so viel bedeutet wie „Eintauchen“ oder „Vertiefung“. Dass XR den Lernerfolg positiv beeinflusst, hat vor kurzem auch eine Studie der türkischen Gazi Universität, Ankara bestätigt. Um ihren Studierenden die Montage von Computer-Motherboards beizubringen, hatte Professor Dr. Ebru Kılıç Çakmak von der Fakultät für Bildungswissenschaften eine immersive Lernanwendung eingesetzt. Die markerbasierte AR-Anwendung der Bildungsforscherin Çakmak, „HardwareAR“ genannt, lieferte den Studierenden Informationen über die Eigenschaften von Hardwarekomponenten, Ports und Baugruppen. Das experimentelle Forschungsdesign bestand aus einem Pre-Test-Post-Test mit einer Kontrollgruppe. Diese eignete sich die theoretischen und angewandten Informationen über die Hauptplatinen-Montage anhand von Lehrbüchern an. Die anderen Studenten nutzten die „HardwareAR“-Anwendung. Das Ergebnis: Ihnen gelang der Montageprozess in kürzerer Zeit, zudem war weniger Unterstützung erforderlich. Die AR-Studierenden waren im Vergleich zur Lehrbuch-Kontrollgruppe deutlich erfolgreicher.

Blended Learning, Erklärvideos und Lern-Apps klar im Mittelpunkt
Während die Aus- und Weiterbildung im Handwerk von XR profitieren kann, sind in klassisch ausgerichteten Themen der beruflichen Bildung andere digitale Lernhelfer auf dem Vormarsch. Rund 60 Prozent der Befragten der „Learning Delphi“ gehen davon aus, dass sich in den kommenden drei Jahren „Intelligente Lernassistenten“ als innovative Lernform etablieren. Gemeint sind damit Systeme, die Lernende in Dialogform durch einen Lernprozess begleiten und sie an Termine und Lernpensum erinnern. 97 Prozent der Experten sehen im Blended Learning und 89 Prozent in Lern-App eine immer wichtigere Lernform. Der Evergreen „Erklärvideos“ steht mit 94 Prozent auf dem zweiten Platz. Von 36 auf 53 Prozent deutlich gestiegen ist die Bedeutung von Simulationen. Erkenntnisse, die allerdings je nach Alter und Generation und im weltweiten Durchschnitt durchaus abweichen können, wie die nachfolgende Studie zeigt:

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Wo arbeiten die meisten Fachleute für Künstliche Intelligenz?

Im Allgemeinen bezeichnet künstliche Intelligenz den Versuch, bestimmte Entscheidungsstrukturen des Menschen nachzubilden, indem z. B. ein Computer so gebaut und programmiert wird, dass er relativ eigenständig Probleme bearbeiten kann. Oftmals wird damit aber auch eine nachgeahmte Intelligenz bezeichnet, wobei durch meist einfache Algorithmen ein „intelligentes Verhalten“ simuliert werden soll, etwa bei Computerspielen. Im Verständnis des Begriffs Künstliche Intelligenz spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom „Menschen als Maschine“ wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte starke KI zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die das menschliche Denken mechanisieren soll,[1] bzw. eine Maschine zu konstruieren und zu bauen, die intelligent reagiert oder sich eben wie ein Mensch verhält. (Quelle: Wikipedia) Aber auch Künstliche Intelligenz kommt ohne Fachleute nicht weit. Einer Erhebung auf LinkedIn zufolge gibt es in den USA die meisten Experten für KI weltweit (Künstliche Intelligenz = engl. Artificial Intelligence).

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Polen: Kompetenzerwerb für die Altenpflege in Deutschland

Die Nachfrage nach Dienstleistungen für Senioren in verschiedenen Bereichen steigt in Polen, aber auch in Deutschland in den vergangenen Jahren sprunghaft an. Aufgrund dieses Marktbedarfs nach professionell ausgebildeten, qualifizierten und zertifizierten Mitarbeitern hat die TÜV Rheinland Akademie in Polen bereits vor Jahren mit dem Aufbau eines entsprechenden Angebots rund um Altenpflege begonnen. Ein Zwischenstand. 

Viele Arbeitsagenturen in Polen beschäftigen ihre Mitarbeiter im Bereich der Altenpflege, insbesondere in Deutschland. Im Jahr 2011 interessierte sich einer der größten Verbände der Arbeitsvermittlung für Schulungen vor allem von Seniorenbetreuern und Altenpflegern, die oft in Deutschland tätig sind. Obwohl die Mitarbeiter bereits über langjährige Erfahrung verfügten, strebte dieser Verband weitere Fortbildungen seiner Mitarbeiter und eine fortschreitende Kompetenzentwicklung sowie Personenzertifizierung an, um eine Anerkennung auf dem deutschen Markt zu erreichen. Der Verband wandte sich an die TÜV Rheinland Akademie in Polen mit der Bitte um Entwicklung eines Ausbildungsprogramms in der Altenpflege. Das Ergebnis ist ein maßgeschneidertes Projekt für Arbeitsagenturen und deren Kunden.

Aufgrund der restriktiven Regelungen des deutschen Marktes verlangen die deutschen Arbeitgeber zunehmend nicht nur die Qualifikation, sondern auch Kompetenznachweise der Mitarbeiter in der Altenpflege. Diese Vorschriften definieren den Umfang der Anforderungen an Personen, die Pflege- und Betreuungsaufgaben wahrnehmen. Die Kollegen in Polen haben ein Training entwickelt, das diesen Anforderungen entspricht. Aufgeteilt in zwei Module bietet das Training einen selbstlernenden Teil (in Form von Skripten) als Vorbereitung auf das zweite Modul, das 80 Stunden intensive Workshops umfasst. Am ersten Tag des Workshops ist eine schriftliche Prüfung aus dem Selbstlernteil zu bewältigen.

Mit der Personenzertifizierung durch die PersCert TÜV hebt sich die polnische Altenpflegerin nun vom Markt ab, vor allem im Gegensatz zu nicht qualifizierten Menschen in dieser Branche. Die Kompetenz des Personals ist für die Beurteilung der Qualität der erbrachten Pflegeleistungen von größter Bedeutung. Die Betreuer müssen neben einer detaillierten theoretischen und praktischen Vorbereitung auch über angemessene zwischenmenschliche Fähigkeiten verfügen. In dieser Branche ist eine hohe Sensibilität für die Bedürfnisse älterer Menschen von entscheidender Bedeutung, wobei das Wissen um die fachgerechte Pflege und ein Verständnis für die Betreuten die Grundlage bildet.  

E-Learning-Modul zum Thema „Demenzkrankheiten“

Die Schulung für die Arbeitsagenturen basierte zunächst auf dem deutschen Programm „Pflegehelfer“ mit der Prüfung und Zertifizierung durch PersCert TÜV. Nach dreijähriger Erfahrung mit dieser Zielgruppe verfügt TÜV Rheinland Polen über das erforderliche Know-how, um weitere für die Zielgruppe spezifizierte Trainings zu entwickeln. Zu den dafür entwickelten Kursen gehört unter anderem ein dreitägiger Kurzworkshop inkl. E-Learning-Modul zum Thema „Demenzkrankheiten“, ein wichtiger Aspekt, der zu den Anforderungen des Berufsbildes gehört. Erarbeitet wurde das Training im Rahmen eines EU-Projekts, das sich hauptsächlich an die Mitarbeiter richtet, die bereits mit Senioren in Tageseinrichtungen oder Pflegeheimen arbeiten.

Besonderes Augenmerk legt die TÜV Rheinland Akademie Polen auf die Qualität der Trainingsprogramme. Wesentlicher Faktor während der Workshops ist die Möglichkeit, dass die Schüler in der Lage sind, Rehabilitations-Betten, Rollstühle, Blutdruckmessgeräte und kleine Pflegegeräte sachgemäß einzusetzen. Eine große Rolle spielen aber auch die Fähigkeiten, mit den Senioren zu kommunizieren und sie immer wieder zu aktivieren sowie die Soft Skills des Begleitpersonals. Bis heute haben die Kollegen in Polen in verschiedenen Kursen mehr als 200 Teilnehmer ausgebildet.  Obwohl in der Altenpflege-Branche hoher Ausbildungsbedarf besteht, lag das Hauptaugenmerk bei Investitionen lange auf Infrastruktur oder Equipment. Glücklicherweise zeichnet sich ab, dass das Bewusstsein für den Qualifikationsbedarf des Personals auch in der Altenpflege langsam schärft. Die TÜV Rheinland Akademie Polen ist bereit, ihren Beitrag dazu zu leisten, dass das Kompetenzniveau innerhalb der Branche zugunsten der alten Menschen so schnell wie möglich steigt.

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Warum Personenzertifizierungen heute wichtiger sind denn je

Eine hoch technisierte und vernetzte Gesellschaft fordert von den Akteuren den fortlaufenden Erwerb aktueller Kenntnisse und Fertigkeiten. Immer weniger Menschen sind heute noch in der Lage, die aktuellen Schlüsselkompetenzen innerhalb einer Branche geschweige denn branchenübergreifend zu überschauen. Dies ist eine Situation, die jeder kennt, der sich entschließt, ein Auto oder ein komplexeres Elektrogerät zu erwerben. Immer mehr Konsumenten greifen vor dem Kauf zu den Prüfberichten der Stiftung Warentest, des TÜV oder von Prüfportalen, um sich zu orientieren und die Unterschiede zwischen den Herstellern bewerten zu können. Im Bereich der beruflichen Fortbildung kommt der Personenzertifizierung eine vergleichbare Rolle zu. Was sie leisten kann und worauf man bei der Auswahl von Anbietern achten sollte.

Der Markt der beruflichen Fortbildung ist durch eine kaum überschaubare Vielfalt mehr oder minder bekannter oder unbekannter Schulungsanbieter und Zertifizierer gekennzeichnet. Sie alle stellen über den Erfolg ihrer Teilnehmer in ihren Fortbildungsveranstaltungen Bescheinigungen aus, die sich Zertifikat, Zeugnis, Urkunde, Teilnahmebescheinigung usw. nennen. Ohne aufwendige Recherchen ist es unmöglich, den Aussagewert dieser Dokumente zu beurteilen.

Durch standardisierte und transparente Prüfverfahren in Anlehnung an international gültige Normen ermitteln unabhängige Personenzertifizierungsstellen wie die PersCert TÜV, ob Menschen tatsächlich über bestimmte Kenntnisse und Kompetenzen verfügen. Lassen sich diese objektiv feststellen, erstellt die Personenzertifizierungsstelle ein Abschlusszertifikat. Diese Abschlusszertifikate haben nicht unbegrenzte Gültigkeit, sondern werden nach einem Rezertifizierungsverfahren erneuert. Voraussetzung für die Rezertifizierung ist, dass der Zertifizierte seine Kenntnisse aktuell hält.

Warum sich eine Personenzertifizierung für Arbeitnehmer wie Unternehmen lohnt

Prüfen und zertifizieren lassen können sich ganz unterschiedliche Berufsgruppen. TÜV Rheinland etwa bietet beispielsweise Qualifikationen mit zertifiziertem Abschluss in den Bereichen Produktion und Technik, Qualität, Nachhaltigkeit, Arbeits- und Umweltschutz, Energie, IT und Datenschutz, Gesundheitswesen, Sicherheit sowie Services und Sales. Mit Erfolg: Jährlich machen rund 30.000 Personen von den mehr als 750 Zertifizierungsprogrammen der unabhängigen und akkreditierten Zertifizierungsstelle PersCert TÜV Gebrauch. Aus gutem Grund. Arbeitnehmer profitieren in vielerlei Hinsicht:

  • Möglichkeiten zur Spezialisierung: Personenzertifikate ermöglichen es, sich gezielt zu spezialisieren, den eigenen Berufsweg passgenau zu gestalten und dem eigenen Traumjob Schritt für Schritt näherzukommen.
  • Türöffner für attraktive Stellen: Personenzertifikate sind Qualitätssiegel. Vor allem bei der Besetzung attraktiver Stellen oder Führungspositionen sind sie immer häufiger das sprichwörtliche Zünglein an der Waage.
  • Verbesserte Aufstiegschancen: Personenzertifikate illustrieren nicht nur, über welche Kompetenzen jemand verfügt, sie beweisen auch Einsatzbereitschaft und liefern damit wichtige Argumente für den nächsten Schritt auf der Karriereleiter.

Aber auch für Unternehmen lohnt es sich, in die Personenzertifizierung der eigenen Mitarbeiter zu investieren. Unter anderem aus folgenden Gründen:

  • Einheitliche Service- und Produktionsstandards
    Personenzertifizierungen helfen, unternehmensweit einheitliche Standards in der Kompetenz von Mitarbeitern zu etablieren.
  • Verbesserte Wettbewerbschancen
    Mit maßgeschneiderten Personenzertifizierungsprogrammen sind Unternehmen dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus.
  • Internationale Anerkennung
    Personenzertifizierungsverfahren in Anlehnung an die DIN EN ISO/IEC 17024 sind weltweit anerkannt.  Damit werden Zertifikate global nachvollziehbar und vergleichbar. Geschäftspartnern und Kunden gegenüber lässt sich so verdeutlichen, dass die eigenen Mitarbeiter in puncto Kompetenzen bestens geschult sind, bei Personenzertifizierungen durch die PersCert TÜV gelten die Qualitätsmaßstäbe „Made in Germany“.
  • Gezielte Personalentwicklung
    Personenzertifikate sind ein erstklassiges Werkzeug im Kampf gegen den zunehmenden Fachkräftemangel. Benötigte Kompetenzen bauen Sie damit aus den eigenen Reihen auf.
  • Motivierte Mitarbeiter
    Über Personenzertifikate ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern, das eigene Berufsprofil gezielt zu schärfen. Das trägt zu deren Motivation bei und erhöht die Mitarbeiterbindung.

Worauf sollte man bei der Auswahl der Personenzertifizierungsstelle achten? 

  1. Der Status der Zertifizierung eines Teilnehmers sollte öffentlich dokumentiert sein und von Interessierten jederzeit nachgefragt werden können. So lassen sich Zweifel an der Echtheit eines Zertifikates oder am Inhalt jederzeit ausräumen. Bei der PersCert TÜV etwa sind die Personenzertifikate auf www.certipedia.de dokumentiert und einsehbar.
  2. Die Personenzertifizierung sollte nach DIN EN ISO/IEC 17024 erfolgen, wie dies auch bei der PersCert TÜV der Fall ist. Die Norm DIN EN ISO/IEC 17024 legt international anerkannte Anforderungen für eine Zertifizierungsstelle fest. Sie ist somit Grundlage für die hohe Anerkennung der Zertifikate in Wirtschaft und Verwaltung.

Fazit: Um den rasanten Fortschritt in einer immer komplexeren Welt zu meistern, sind berufliche Kompetenzen gefragt. Wesentlich ist dabei die Gewissheit, welche Kenntnisse und Fähigkeiten diese Qualifikationen tatsächlich umfassen. Denn letztlich ist dieser Umfang entscheidend für die Ergebnisqualität von Dienstleistungen oder Produkten, die Kunden von Unternehmen und Organisationen von Einzelnen erwarten. Mit einer Personenzertifizierung werden Umfang und Aktualität von Wissen messbar. Mehr zum Thema gibt´s hier.

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Wie XR technische Kompetenzen stärkt

Sogenannte XR-Technologien erfreuen sich im Bildungssegment großer Beliebtheit. Schließlich lassen sich über eine erweiterte Realität (Extended Reality/XR) unterschiedlichste Lerninhalte enorm praxisorientiert vermitteln. Doch wie funktioniert das konkret? Ein Überblick.

Probieren geht über Studieren: Deshalb gibt es Flugsimulatoren auch schon fast solange wie das Flugzeug selbst. Die ersten wurden vor mehr als hundert Jahren gebaut und bestanden aus beweglichen Plattformen, mit denen sich die wichtigsten Flugbewegungen simulieren ließen. Ein Sitz, ein Steuerknüppel, ein paar Kugelgelenke: Das waren die Anfänge der Pilotenausbildung.

In virtuelle Lernwelten eintauchen

Heute fühlen sich die ersten Trockenübungen für Nachwuchsflieger dagegen wesentlich realistischer an – auch weil Fluglinien bei der Pilotenausbildung immer öfter auf sogenannte XR-Technologien setzen. XR steht für Extended Reality und fasst damit unterschiedliche virtuelle Technologien unter einem Dach zusammen. Damit lassen sich herausfordernde Situationen wie Unwetter oder Triebwerksausfälle wirklichkeitsgetreu simulieren. Der Vorteil: Wer sich im Flugsimulator schon einmal mit den Unwägbarkeiten des Luftraums vertraut gemacht hat, tritt die ersten echten Überlandflüge wesentlich routinierter an. Um derart realitätsnahe Erfahrungen schon am Boden zu ermöglichen, braucht es lediglich zwei Dinge: Eine VR-Brille sowie ein Computerprogramm, das die gewünschte Umgebung generiert. Setzt der Nutzer die VR-Brille auf, kann er in diese künstlich generierte Umgebung eintauchen und sich darin virtuell frei bewegen. Anders als bei einem Film oder Videospiel ist er also nicht mehr Beobachter, sondern Teil der Szenerie.

Augmented Reality (AR): die echte Welt um Informationen erweitern

Während VR-Technologien das Eintauchen (Immersion) in virtuelle Welten ermöglichen, reichert Augmented Reality (AR) die Realität durch künstliche Elemente an (to augment, engl. = vermehren). Heißt konkret: Anwender bleiben in der realen Welt, können dort aber nicht nur reale, sondern auch computergenerierte Informationen oder auch Inhalte wahrnehmen. Anders gesagt: VR-Technologien versetzen den Nutzer in eine virtuelle Umgebung. AR bringt dagegen virtuelle Gegenstände in die echte Welt.

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AR-Technologien werden ebenfalls zu Schulungszwecken eingesetzt. So könnten Azubis mit speziellen Brillen gefahrlos virtuelle Schweißobjekte bearbeiten, wie das bereits in der Ausbildung der TÜV Rheinland Akademie der Fall ist. RWE Power hat mithilfe von TÜV Rheinland auch die Schulung für Wartungsarbeiten an Schaufelbaggern und anderen Großgeräten über XR-Technologien vereinfacht – und kann dadurch Großgeräteführer entlasten. Dazu wird das Wartungspersonal über eine Datenbrille geschult, sodass sie ihre Aufgaben gefahrlos für Mensch und Umwelt und effektiv ausführen können – auch wenn der letzte Einsatz ein paar Monate her ist. Unterschiedliche Hebel und Schalter werden durch die Brille in Form von Hologrammen visualisiert, Funktionen der Schaltelemente im Führerstand ausführlich erklärt, Arbeitsvorgänge schrittweise vermittelt. Die Anwendung wird nicht statisch im Bildfeld eingeblendet, sondern fügt sich nahtlos in die reale Umgebung ein. Das bedeutet, die Schulung des Wartungspersonals findet im Fall von RWE nicht nur im „Klassenzimmer“ statt, sondern auch auf dem Großgerät selbst. Die Anwendung, die das Team Digital Learning von TÜV Rheinland entwickelt hat, erkennt die Führerkabine des Schaufelbaggers und positioniert das Hologramm des einzelnen Steuerelements genau an die richtige Stelle. Dadurch findet das Wartungspersonal alle erforderlichen Hebel und Schalter im Handumdrehen und kann das per AR erworbene Praxiswissen in der Praxis problemlos anwenden.

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XR – ein wichtiger Trend in der Vermittlung technischer Kompetenzen

XR-Technologien gelten nicht umsonst als ein wichtiger Zukunftstrend der Bildungsbranche. Sie ebnen den Weg zu standortunabhängigen und damit kostengünstigen Schulungen, machen viel mehr Spaß als herkömmliche Trainingsangebote und – was am wichtigsten ist – gewährleisten, dass der Praxistransfer der theoretischen Lerninhalte gelingt. Dementsprechend baut die TÜV Rheinland Akademie das Angebot an XR-Trainingslösungen derzeit konsequent weiter aus, unter anderem im Bereich Gabelstapler-Führerschein, Mobilität und Ingenieurswesen. Wie sagt schon der chinesische Philosoph Konfuzius: „Sage es mir und ich werde es vergessen. Zeige es mir und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun und ich werde es können.“

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MDR-Übergangsfrist – Alles klar zur Halbzeit?

Langsam aber sicher rückt das Ende der Übergangsfrist für die EU-Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation, MDR) des 25. Mai 2020 immer näher. Inzwischen ist die Hälfte der dreijährigen Übergangsfrist verstrichen und absehbar, dass die Umsetzung der MDR in den Unternehmen der Medizinprodukteindustrie nur langsam vorangeht und der Druck zunimmt.

Dies unterstreichen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von RAPS und KPMG. Vielen der befragten Medizinproduktehersteller fehlt eine langfristige Planung für die Erfüllung der Anforderungen der neuen MDR. Nur 22% der Befragten bestätigen ein umfassendes Verständnis und eine Strategie für die MDR-Auswirkung zu haben; 41% haben nur wenig bis keine Kenntnis der Regularien. Sehr kritisch ist, dass fast 80% der Befragten momentan die notwendige Kenntnis und das Verständnis für die MDR fehlt. Gleichwohl empfehlen Fachexperten und die Verbände weiter mit Hochdruck an der zügigen Umsetzung der MDR-Anforderungen zu arbeiten. Alle Akteure warten auf detaillierte Informationen, die die Umsetzung der MDR lebbar machen. Inzwischen gibt es zwar seitens der Europäischen Kommission eine Anleitung (Step by step guide) und ein Merkblatt (Factsheet) für die Umsetzung der Medizinprodukteverordnung. Die MDCG (Medical Device Coordination Group) hat 2018 ebenfalls erste Leitfäden zur MDR veröffentlicht. Aber es gibt immer noch zu viele Unklarheiten wie zum Beispiel die Begrifflichkeit „ausreichend klinische Daten“.

Das 4.Spring update Medizinproduktekonferenz der TÜV Rheinland Akademie thematisiert Fragen und Probleme bei der Auslegung und Umsetzung der Medical Device Regulation. Die Konferenz bietet zudem eine Plattform, sich über die aktuellen Brennpunktthemen für Medizinproduktehersteller zu informieren und auszutauschen. Das Konferenzprogramm sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie unter:

https://akademie.tuv.com/shop/product/4-spring-update-medizinproduktekonferenz-2019-5865

Internationale Karriereperspektiven mit Stahl-Korrosionsschutz in Polen

Überall begegnen uns Stahlkonstruktionen. Stahl ist einer der vielseitigsten Baustoffe und ermöglicht weitgespannte, filigrane und transparente Kreationen in nahezu unbegrenzter Formenvielfalt. Auch die Größe des Objekts ist praktisch unbegrenzt. Stahl muss jedoch mit Sorgfalt gepflegt und regelmäßig gewartet werden, um seine Langlebigkeit zu gewährleisten. Um den Marktanforderungen an den Korrosionsschutz in Polen gerecht zu werden, hat TÜV Rheinland entsprechende Anti-Korrosionsschulungen eingerichtet. Anna Konewecka, lokale Geschäftsbereichsleiterin bei TÜV Rheinland Polen, gibt einen Einblick.

Baukonstruktionen wie Häuser, Türme, Brücken, aber auch Autos sind aus Stahl, an denen wiederum viele Schweißarbeiten durchgeführt werden. Außerdem werden Stahlkonstruktionen lackiert. Aber was viele nicht wissen: Die Lackierung wird nicht nur aus ästhetischen Gründen eingesetzt, sondern auch zum Schutz des Stahls vor Korrosion. Korrosionsschutzbeschichtungen sind eine Notwendigkeit, nicht nur aufgrund von normativen oder Kundenanforderungen, sondern auch, weil sie die Qualität und Sicherheit bei der Verwendung von Konstruktionen und Bauobjekten gewährleisten.

Eine unzureichende Qualität von Gebäuden und Stahlkonstruktionen ist fast gleichbedeutend mit einer unzureichenden Sicherheit. Die Qualität und Sicherheit von Gebäuden, Objekten und Bauwerken hängt nicht nur von ihrer Leistung ab, sondern auch von der richtigen Gestaltung und den richtigen Materiallösungen und dem richtigen Gebrauch. Die Qualität hängt auch von der Sensibilität und Qualifikation des Personals ab. Angesichts der steigenden Anforderungen an die Normen in der Bauindustrie und des steigenden Bedarfs an Fähigkeiten der Mitarbeiter, insbesondere im Bereich des Korrosionsschutzes, nutzte die TÜV Rheinland Akademie in Polen diese Chance und begann bereits 2012 mit dem Ausbau der Korrosionsschutzausbildung.

Mangelndes Wissen in Stahlwerken

„Wir hatten erkannt, dass den Arbeitern in Stahlwerken bisher das Fachwissen im Bereich des Korrosionsschutzes fehlte. Ob Maler, Qualitätsprüfer oder Korrosionsschutzinspektor: Die Anforderungen an die Beteiligten sind je nach Tätigkeit unterschiedlich. Die Kunden brauchen jemanden, der weiß, welche Art von Farbe für eine bestimmte Stahlkonstruktion zu verwenden ist, der weiß, wie man sie verwendet und der auch die Lackierung testen kann“, erklärt Anna Konewecka, lokale Geschäftsbereichsleiterin bei TÜV Rheinland Polen. „Leider gab es auf dem Markt keine Qualifikation für die Qualitätskontrolle im Bereich Korrosionsschutz. Wir haben festgestellt, dass der polnische Markt ein großes Interesse am Korrosionsschutz hat und die Marktbedürfnisse konstant sind. Deshalb haben wir ein Trainingsprogramm entwickelt, das den Bedürfnissen des Marktes entspricht.“

Zielgruppe der Ausbildung sind alle produzierenden Unternehmen der Industrie, die sich mit Stahl beschäftigen, einschließlich der Automobilindustrie. Seit 2013 bildet TÜV Rheinland allein in Polen jährlich rund 100 Qualitätskontrolleure von Lackschutzbeschichtungen aus. Das Korrosionsschutztraining ist einer der begehrtesten Kurse. „Unser Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir das Trainingsprogramm mit dem akkreditierten Programm zur Personenzertifizierung nach ISO 17024, dem standardisierten Standard für die Personalzertifizierung, kombinieren“, erklärt Anna Konewecka. Das bedeutet, dass alle von der TÜV Rheinland Akademie qualifizierten Korrosionsschutzbeauftragten und -inspektoren europaweit anerkannt sind – ein zusätzlicher Vorteil für die Teilnehmer. „Unsere Qualifikation zum Inspektor von Lackschutzbeschichtungen ist beispielsweise relevant für die weltweit bekannte Qualifikation „FROSIO Inspektor“. Wir sind die zweite akkreditierte Personalzertifizierungsstelle in Europa, die diese Qualifikationsstufe anbietet.“

Zusammenarbeit mit Unternehmen und Universitäten

Das Korrosionsschutztraining für Qualitätsprüfer umfasst 30 Stunden, für Inspektoren 72 Stunden und einen Tag Prüfung nach jedem Training. Die Prüfung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. So erhalten die Teilnehmer beispielsweise im Praxistest ein Muster einer Lackierung und müssen unter anderem die Parameter und technischen Eigenschaften überprüfen.

TÜV Rheinland Polen arbeitet nicht nur mit dem gewerblichen Markt zusammen. „Wir sehen auch eine Chance in der Zusammenarbeit mit Universitäten. Einer unserer Partner ist die Schlesische Technische Universität in Gliwice. Wir arbeiten seit 19 Jahren in verschiedenen Bereichen zusammen“, sagt die Leiterin. Die Fakultät für Maschinenbau der Schlesischen Technischen Universität hat beschlossen, eine Spezialisierung für die Qualifikation Korrosionsschutz einzuführen. Der TÜV Rheinland förderte diese Spezialisierung und war aktiv an der Programmgestaltung beteiligt. Die ersten vier Studenten wurden bereits im akkreditierten TÜV Rheinland-Verfahren erfolgreich zertifiziert.

 

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9 Tipps, wie Lernen lernen wirklich gelingt!

„Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir.“ Das wusste schon der römische Philosoph Seneca. Die logische Konsequenz aus dieser Erkenntnis: Lebenslanges Lernen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie lerntechnisch erfolgreich am Ball bleiben.

App-Entwickler, Datenwissenschaftler, Experten für Künstliche Intelligenz: Die Digitalisierung schafft schon jetzt eine Vielzahl neuer Berufsbilder. Laut Schätzungen des Weltwirtschaftsforums werden 65 Prozent der Kinder, die heute die Grundschule besuchen, einmal in Berufen landen, die es derzeit noch gar nicht gibt. Dagegen werden z.B. traditionelle Handwerksberufe zunehmend von der Bildfläche verschwinden.

Wer in der Berufswelt von morgen Fuß fassen will, muss also flexibel und aufgeschlossen für Neues sein. Fest steht: In einer Zeit, in der Arbeitnehmer sich ständig mit wechselnden Rahmenbedingungen und Anforderungen auseinandersetzen müssen, kommt es vor allem darauf an, zu lernen. Und zwar nicht nur in Studium und Ausbildung. Sondern am besten lebenslang. Institutionelle und betriebliche Fort- und Weiterbildungen, E-Learnings, Webinare, Coachings, Schulungen oder Zertifizierungen bieten dazu eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Trotzdem macht gerade einmal jeder Zweite davon Gebrauch. Manche scheuen den Aufwand, andere fürchten, am Lernstoff zu scheitern. Kein Wunder, schließlich ist es bei vielen Arbeitnehmern schon einige Jahre her, dass sie das letzte Mal die Schulbank gedrückt haben. Und so mancher hat sich mit dem Lernen schon damals schwergetan. Umso wichtiger ist es, den gezielten (intentionalen) oder beiläufigen (impliziten) Erwerb neuer Fähigkeiten wieder oder neu zu lernen. Denn mit der richtigen Lernstrategie steht einem erfolgreichen Lernen auch im Erwachsenenalter nichts im Wege. Folgende Punkte sollten Sie dabei beachten:

  1. Zeitplan festlegen
    Unstrukturiertes und unorganisiertes Lernen führt selten zum Erfolg. Stattdessen sollten Sie feste Lernzeiten für sich definieren. Dabei gilt: Lieber jeden Tag eine Stunde lernen, als das ganze Wochenende durchzubüffeln. Tipp: Ein Organizer hilft, Aufgaben zu priorisieren und gezielt abzuarbeiten.
  2. Etappenziele definieren
    Etappenziele sorgen dafür, dass die Lernmotivation im Laufe der Zeit nicht nachlässt. Legen Sie deshalb schon von Beginn an unterschiedliche Teilziele fest – und belohnen Sie sich, wenn eins davon erreicht ist. Der Vorteil: Sie halten sowohl das bereits Erreichte als auch den noch vor Ihnen liegenden Weg ganz einfach im Blick.
  3. Persönlichen Lernstil ermitteln
    Während der eine sein Wissen durch den Konsum von Fachbüchern erweitert, lernt der andere besser durch Zuhören, Zuschauen oder Ausprobieren. Finden Sie heraus, ob Sie ein visueller, auditiver, motorischer oder kommunikativer Lerntyp sind. So können Sie anschließend die besten Lerntechniken für sich zusammenstellen.
  4. Geeignete Werkzeuge nutzen
    Um den Lehrstoff zu verinnerlichen, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden: Vom klassischen Karteikarten-System, über Notizen, Mindmaps und Lernposter bis hin zu praktischen Versuchen und Lerngruppen helfen, Zahlen, Daten und Fakten dauerhaft im Gehirn zu verankern.
  5. Mit allen Sinnen lernen
    Je mehr Sinneskanäle am Lernprozess beteiligt sind, desto besser wird Gelerntes verinnerlicht. Wer beim Lernen nur zuhört, behält 20 Prozent des Lehrstoffs, wer Auge und Ohr einsetzt, dem bleiben schon 50 Prozent im Gedächtnis. Am besten, Sie bündeln visuelle, auditive, motorische und kommunikative Werkzeuge. Denn dann steigt die Erinnerungsquote sogar auf bis zu 90 Prozent.
  6. Lern(frei)räume schaffen
    Mal eben in der TV-Werbepause eine kurze Lerneinheit auf dem Sofa einschieben? Vergessen Sie es! Lernen erfordert Konzentration. Voraussetzung dafür: Eine ruhige Atmosphäre, ein fester Lernort und regelmäßige Pausen, in denen das Gehirn die erarbeiten Informationen verarbeiten kann.
  7. Erfahrungshorizont einbringen
    Kinder lernen in der Regel schneller, Erwachsene profitieren dagegen durch einen im Laufe der Jahre erworbenen Wissensschatz. Nutzen Sie diese sogenannte „kristalline Intelligenz“ und verknüpfen den Lehrstoff mit Ihren persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen. Das verbessert Ihren Lernerfolg.
  8. In Bewegung bleiben
    Bewegung aktiviert die motorischen Zentren Ihres Gehirns, die an der Verarbeitung und Speicherung von Informationen maßgeblich beteiligt sind. Anders gesagt: Inhalte lassen sich leichter verinnerlichen, wenn Sie sich beim Lernen bewegen. Stehen Sie beim Lernen deshalb immer mal wieder auf und gehen ein paar Schritte.
  9. Üben, üben, üben
    Übung macht den Meister: Regelmäßiges Training ermöglicht, dass sich Gelerntes dauerhaft im Gehirn verankert. Ruhen Sie sich deshalb niemals auf Ihren Lorbeeren aus, sondern wiederholen Sie auch Wissen, das Sie bereits beherrschen.

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Hören Sie nicht auf zu träumen! 

Astronaut, Fußballprofi, Prinzessin: Erinnern Sie sich noch daran, was Sie früher einmal werden wollten? Nicht alle Kindheitsträume gehen in Erfüllung. Aber manchmal ist der Traumjob trotzdem nur einen Steinwurf entfernt. Lassen Sie sich inspirieren – von Erfolgsgeschichten rund um den Globus.

Zeiten ändern sich. Berufswünsche kaum: Seit Jahrzehnten träumen kleine Jungs davon, Polizist oder Pilot zu werden, Mädchen wünschen sich in der Regel eine berufliche Karriere als (Tier-)Ärztin oder Lehrerin. Sophia war jedoch anders: Sie tüftelte schon im Grundschulalter am liebsten mit Technik herum. Steckspielzeug, Lego-Roboter, Computer – erst wenn sie genau wusste, wie etwas funktioniert, war sie zufrieden. Später träumte sie davon, eine eigene IT-Firma zu leiten. Ein Traum, den sie sich erfüllt hat: Gemeinsam mit zwei Freunden gründete Sophia ihr eigenes Start Up. „Damit mein Unternehmen weiterwächst, muss ich immer auf dem neuesten Stand der Technik bleiben“, sagt sie. Die Trainer der TÜV Rheinland Akademie helfen ihr dabei. Sie kommen selbst aus der Praxis und sind auf Du und Du mit Innovationen und Digitalisierung.

> In diesem Video erfahren Sie die ganze Geschichte von Sophia.

Glück macht produktiv

Die TÜV Rheinland Akademie ist Spezialist für die Aus- und Weiterbildung in technischen Berufen und bietet Unternehmen, Berufsanfängern und Professionals eine Vielzahl an Möglichkeiten, ihr ganz persönliches Potenzial zu entfalten. Davon hat auch Mohammed aus Indien profitiert. Ursprünglich wollte er Rennfahrer werden. Heute arbeitet er als Mechatroniker bei einem internationalen Automobilkonzern. Nicht zuletzt, weil er beim Vocational Training der TÜV Rheinland Akademie genau die duale Berufsausbildung nach deutschem Vorbild erfahren hat, die Grundlage ist, um bei Global Playern überhaupt eine Chance für ein Vorstellungsgespräch zu bekommen. Er hat es geschafft, obwohl er aus einfachen Verhältnissen stammt und das Geld für eine Ausbildung fehlte. „Die Ausbildung wurde finanziell gefördert und war top. Deshalb kann ich heute meinen Traum leben“, erzählt er. Gut für seinen Arbeitgeber! Schließlich sind Studien zufolge glückliche Mitarbeiter rund 20 Prozent produktiver als ihre unzufriedenen Kollegen.

> In diesem Video erfahren Sie die ganze Geschichte von Mohammed.

Von Menschen wie Sophia oder Mohammed könnte es weltweit noch mehr geben. Noch fühlt sich laut Gallup Engagement Index in den USA gerade mal jeder dritte Arbeitnehmer (33 Prozent) emotional an seinen Job gebunden. Und das ist schon der weltweite Spitzenwert. In der Europäischen Union ist nur rund jeder zehnte Arbeitnehmer (11 Prozent) glücklich mit seinem Job, jeder vierte (25 Prozent) hat dagegen innerlich bereits gekündigt.

Warum ist das so? Zum einen konzentrieren sich viele Unternehmen ausschließlich auf das operative Geschäft und verlieren dabei die Mitarbeiterentwicklung aus dem Auge. Zum anderen verfolgen aber auch Angestellte ihre Karriereziele nicht konsequent genug. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel von John: Er wollte schon als Kind hoch hinaus. Heute arbeitet er in seinem Traumberuf und bewegt als Kranführer tonnenschwere Bauträger. Der Weg dorthin war nicht immer leicht. „Ich habe ganz unten angefangen, mein Ziel aber immer im Blick behalten“, erinnert sich John. Dann finanzierte sein Arbeitgeber ihm die Ausbildung zum Kranführer, die Prüfung absolvierte er bei  PersCert TÜV. Die Personenzertifizierung ist für ihn nicht nur ein Abschluss, sondern Kickoff für eine erfolgreiche internationale Laufbahn, die ihm viele Perspektiven bietet.

> In diesem Video erfahren Sie die ganze Geschichte von John.

Passgenaue E-Learning-Angebote für jeden

Es ist also nicht immer der direkte Weg, der zum Traumjob führt, aber genau das sollte man auch voraussetzen und sich entsprechend informieren. Vor allem die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung bietet spannende, mitunter ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten. So braucht es beispielsweise heute kein Informatikstudium mehr, um Unternehmen vor Hackern, Viren & Co. zu schützen. Das kann Jane bestätigen: Sie verzichtete aufs Studium und belegte stattdessen passgenaue E-Learning-Angebote bei der TÜV Rheinland Akademie. Heute arbeitet sie als IT-Expertin und setzt weiterhin auf digitale Trainings. „Wir haben zum Beispiel mit der TÜV Rheinland Akademie einen individuellen Kurs zum Thema Cybersecurity für unser Unternehmen entwickelt“, erzählt sie. „Der funktioniert richtig gut!“

> In diesem Video erfahren Sie die ganze Geschichte von Jane.

Auch Paul entschied sich im Rahmen einer Weiterbildung für einen Lehrgang bei der TÜV Rheinland Akademie und war von den praxisorientierten Angeboten hellauf begeistert. Kurzerhand bewarb er sich als Trainer. Mit Erfolg. Heute teilt er sein Fachwissen mit Berufseinsteigern und Führungskräften auf der ganzen Welt. „Früher war ich ein tüftelnder Elektrotechniker daheim. Heute gebe ich weltweit neue Impulse“, berichtet er stolz. „Schön, dass ich meinen Traum mit so vielen Menschen teilen und mein Wissen selbst weitergeben kann – damit andere ihren Traum ebenfalls verwirklichen können.“

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Sie haben hoffentlich auch noch nicht aufgehört zu träumen! Erfahren Sie mehr darüber, wie die Angebote der TÜV-Rheinland Akademie Sophia, Mohammed, John, Jane und Paul auf ihrem Karriereweg unterstützt haben, oder finden Sie selbst heraus, welche Chancen sich Ihnen durch die Aus- und Weiterbildung bei der TÜV Rheinland Akademie weltweit bieten. Lassen Sie sich inspirieren! Mehr unter www.tuv.com/academy.