Kategorie-Archiv Deutschland

Gehörlose in der Weiterbildung Lagerlogistik

TÜV Rheinland ermöglicht Lagerlogistik-Weiterbildung für Gehörlose.

Bundesweit einzigartiges Pilotprojekt in Dresden erfolgreich gestartet! Gelebte Inklusion am Trainingsstandort Dresden: Hörende und Gehörlose werden gemeinsam im Bereich Lagerlogistik weitergebildet / Reibungslose Zusammenarbeit ohne größere Verständigungsprobleme möglich – durchweg positives Feedback von Teilnehmenden und Ausbilder / Dank erfolgreicher Testphase: Weiterbildung bei der TÜV Rheinland Akademie soll auch zukünftig für Gehörlose möglich sein


Rund 80.000 Menschen in Deutschland sind gehörlos. Auf den ersten Blick ist die Beeinträchtigung meist nicht erkenntlich. Dennoch sind die Vorurteile gegenüber gehörlosen Bewerbenden, gerade im beruflichen Kontext, oft groß. „Viele Unternehmen gehen davon aus, dass die Inklusion gehörloser Mitarbeitenden nur unter besonderen Bedingungen möglich ist und schrecken deshalb davor zurück, sie einzustellen“, weiß Daniel Goersch, Lagerausbilder im Trainingscenter der TÜV Rheinland Akademie in Dresden. Dass diese Vorurteile jedoch meist unbegründet sind, beweist ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt, das in Dresden vor rund einem Jahr gestartet ist. Diese Projekt ermöglicht Gehörlosen gemeinsam mit hörenden Teilnehmenden eine Weiterbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik zu absolvieren. „Wir wurden vom Integrationsberatungsteam nach einer Besichtigung unseres Trainingscenters gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, Gehörlose in unsere Ausbildungsabläufe zu integrieren“, berichtet Kundenberaterin Regina Pörschke. „Wir haben sofort zugesagt und sind vom überwältigenden Engagement und Erfolg aller Mitarbeitenden und Lehrgangsteilnehmenden beeindruckt.“

Bessere Jobaussichten und neue Perspektiven.

Einer der sechs gehörlosen Weiterbildungsteilnehmenden ist Stephan Preiß. Der 35-Jährige hat bereits eine Ausbildung zum Beikoch absolviert und wurde über das Arbeitsamt auf die Weiterbildungsmaßnahme aufmerksam. Die Verständigung mit den hörenden Teilnehmenden und Ausbilder Daniel Goersch funktioniere sehr gut, berichtet Preiß. Ab Januar habe er einen festen Job im Bereich Lagerlogistik in Aussicht, erzählt er stolz. Die Weiterbildung könne er anderen Gehörlosen sehr empfehlen: „Eine super Möglichkeit, um seine Jobchancen zu erhöhen“, findet Preiß.

Das Feedback der Teilnehmenden – hörend wie gehörlos – sei durchweg positiv, berichtet Daniel Goersch: „Die Verständigung funktioniert besser als gedacht. Man lernt als Hörender sehr schnell die wichtigsten Gebärden.“ Auch Weiterbildungsteilnehmer Christian Schelle ist vom inklusiven Modell überzeugt: „Ich bin erstaunt, wie gut die Zusammenarbeit mit den Gehörlosen funktioniert“, berichtet der 32-Jährige. Die Arbeitsmotivation sei gerade bei den gehörlosen Teilnehmenden besonders hoch, erzählt Goersch: „Sie arbeiten extrem gewissenhaft und konzentriert, weil sie kaum abgelenkt werden.“

Therorie, Praxis und hochmoderne Technik.

Zusätzlich unterstützt wird die Weiterbildung durch den Einsatz einer hochmodernen Mixed Reality Brille. Damit werden die digitale Inhalte interaktiv dargestellt und reale Arbeitssituationen simuliert – besonders für die gehörlosen Teilnehmenden ein wichtiges Hilfsmittel. „Bei der Vermittlung theoretischer Inhalte ist die Unterstützung durch Dolmetscher jedoch unverzichtbar“, so Goersch. Der Theorieunterricht findet deshalb in getrennten Gruppen statt. Das ermöglicht maximale Konzentration auf beiden Seiten und funktioniert sehr gut.

„Die Verständigung funktioniert besser als gedacht. Man lernt als Hörender sehr schnell die wichtigsten Gebärden.“ (Daniel Goersch, Ausbilder)

„Die Industrie 4.0 macht die Inklusion Gehörloser problemlos möglich.“

Gemeinsam durchlaufen die Teilnehmenden über maximal sechs Monate hinweg alle Bestandteile des modularen Trainingscenters, vom Wareneingang bis zur Kommissionierung, am Ende wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt. Auch in Zukunft sollen Gehörlose und Hörende die Weiterbildung zusammen absolvieren. „Unter den Gesichtspunkten der Industrie 4.0 ist die Inklusion von Gehörlosen gerade im Bereich Lagerlogistik problemlos möglich, nicht nur in der Weiterbildung, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt“, erklärt Daniel Goersch. „Die Kommunikation über Sprache wird in vielen Teilen überflüssig – das bietet eine enorme Chance für gehörlose Arbeitssuchende.“


Sie haben ebenfalls Interesse an einer Weiterbildung oder Umschulung, an der TÜV Rheinland Akademie?

Der Einstieg ins modulare Trainingscenter für den Bereich Lager / Logistik ist jederzeit möglich. Die Weiterbildungsmaßnahme dauert je nach Vereinbarung bis zu sechs Monate. Weitere Angebote finden Sie vorab in unserem Katalog.

Ihre Ansprechpartnerin vor Ort: Regina Charlotte Pörschke

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Internationale Fachkräfte

Trotz Corona: TÜV Rheinland rekrutiert erfolgreich internationale Fachkräfte für deutschen Automobil- und IT-Sektor.

Der Fachkräftemangel belastet die deutsche Wirtschaft. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie wird deutlich: Engpässe gibt es vor allem in der Pflegebranche und in IT-Berufen, aber auch weiterhin in der Automobilindustrie. Zwar schafft das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz einen erweiterten Rahmen für eine bedarfsgerechte Zuwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern, doch die Antragsstellung sowie die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse gestalten sich oft langwierig. Die TÜV Rheinland Akademie hat deshalb gemeinsam mit der Handwerkskammer zu Köln, dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln und der Handwerkskammer Koblenz ein Verfahren erarbeitet, das den komplexen Prozess der Berufsanerkennung internationaler Fachkräfte vereinfacht und beschleunigt. „Innerhalb kurzer Zeit konnten wir rund 150 Fachkräfte aus dem Automobilsektor für große internationale Autohersteller rekrutieren“, berichtet Thomas Bastian, Head of Global Experts der TÜV Rheinland Akademie. Parallel dazu ging ein weiteres Pilotprojekt für Berufskraftfahrer und IT-Fachkräfte an den Start. Letztere sind wegen der fortschreitenden Digitalisierung in nahezu allen Branchen stark gefragt.

Global Experts: Internationale Fachkräftesicherung

Kfz-Fachkraft berichtet: „Große Ehre für mich, im Land des Automobils zu arbeiten“

Eine der bereits rekrutierten Fachkräfte ist Akhil Unnikrishnan aus Bengaluru im Süden Indiens. Der 29-Jährige ist gelernter Kfz-Mechatroniker und befindet sich aktuell in der Vermittlungsphase. „Für mich ist es eine große Ehre, in dem Land zu arbeiten, in dem das Auto erfunden wurde“, berichtet er. Harikrishnan K. B. aus Kuwait hat bereits eine Schulung zum Systemtechniker bei Mercedes Benz absolviert. Er wartet nun darauf, nach Deutschland reisen zu dürfen, um bei Mercedes als Kfz-Mechaniker zu arbeiten. Solange die Einreise Corona-bedingt nicht möglich ist, informiert er sich über neue Automobiltrends und -technologien und verbessert seine Deutschkenntnisse. Auch Kiran Gireesh soll als Fachkraft in Deutschland arbeiten, er wurde an den Automobilhersteller Hyundai vermittelt. Über Videotelefonate und E-Mails bleibt der 28-Jährige mit seinem zukünftigen Arbeitgeber in Kontakt, bis er einreisen darf. „Wir wollen keine kurzfristige Erwerbsmigration schaffen, sondern eine langfristige Win-win-Situation für beide Seiten, Unternehmen wie Fachkräfte“, erklärt Bastian. Deshalb werden die Fachkräfte im Voraus von den TÜV Rheinland Experten nicht nur fachlich geschult, sondern auch umfassend auf das Leben in Deutschland vorbereitet. Für mindestens 36 Monate ist die Fachkraft verpflichtend im Unternehmen angestellt. Während dieser Zeit wird sie durch die TÜV Rheinland Akademie fachspezifisch weitergebildet.

 

Internationale Fachkräfte für Deutschland: Dank neuem Verfahren in maximal sechs Monaten zur erfolgreichen Vermittlung

„Unser neu entwickeltes Verfahren ermöglicht es inländischen Begleitpersonen, Anträge und Unterlagen sowie ausländische Bildungsabschlüsse weitgehend elektronisch bei Handwerkskammern einzureichen, obwohl sich die Antragsstellenden und die Originaldokumente im Ausland befinden,“ berichtet Thomas Bastian. Dank des neuen Verfahrens dauert es maximal sechs Monate, bis die jeweilige Fachkraft in Deutschland arbeiten kann. „Wir sind bisher das einzige Unternehmen, das ein derartiges beschleunigtes Verfahren etabliert hat“, weiß Bastian. Er zeigt sich optimistisch, dass bis Ende des Jahres alle Fachkräfte in Deutschland eintreffen. „In der Theorie wären sie morgen bereit, sich in den Flieger nach Deutschland zu setzen“, so Bastian, „aber leider konnten beispielsweise die Visumstellen in Indien während des Lockdowns nicht wie gewohnt arbeiten. Momentan müssen wir darauf warten, dass diese Stellen ihre Prozesse wieder aufnehmen und unsere Kandidaten ausreisen können. Corona-Test sind für einreisende Teilnehmer natürlich Pflicht.“ Dass die Nachfrage seitens der Industrie durch die Corona-Pandemie abnehme, glaubt Bastian nicht: „Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften bleibt weiterhin bestehen.“

 

Weitere Fragen zum Thema “internationale Fachkräfte für Deutschland” beantwortet Ihnen Thomas Bastian: thomas.bastian@de.tuv.com

 

+++UPDATE+++

Über das beschleunigte VISA Verfahren kommen die ersten indischen Kfz Mechatroniker für Hyundai und Mercedes bereits in QI 2021 in Deutschland an.

Weiterbildung zur Fachkraft für Metalltechnik

Meine Umschulung zur Fachkraft für Metalltechnik

Mehdi Hassas hat bereits jeweils eine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker und zum Schweißer im Iran beziehungsweise der Türkei absolviert. Da beide Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt wurden, entschloss er sich für einen beruflichen Neustart bei der TÜV Rheinland Akademie im Trainingscenter Cottbus. Dort absolvierte er zunächst die Umschulung zur Fachkraft für Metalltechnik und bildete sich anschließend im Bereich modulares Schweißen weiter. Wie ihm die Umschulung und die Weiterbildung bei der TÜV Rheinland Akademie gefallen haben, was er dabei gelernt hat und wie seine Pläne für die Zukunft aussehen, verrät uns Mehdi Hassas im Interview.


Herr Hassas, Sie haben bereits zwei Ausbildungen, eine zum KFZ-Mechaniker und eine zum Schweißer, abgeschlossen. Warum wollten Sie noch einmal einen beruflichen Neustart wagen und haben sich für eine Umschulung entschieden?

Die beiden Ausbildungen habe ich im Iran und in der Türkei gemacht, sie wurden allerdings hier in Deutschland nicht anerkannt, weil die offiziellen Zertifikate dafür fehlten. Da ich aber unbedingt weiterhin in diesem Bereich arbeiten wollte, habe ich mich für einen Neustart an der TÜV Rheinland Akademie in Cottbus entschieden.

Wie kamen Sie auf die TÜV Rheinland Akademie?

Ich bin durch eigene Recherche und Empfehlungen auf das Kursangebot gestoßen, die TÜV Rheinland Akademie ist ja überall bekannt.

Welche Weiterbildungen haben Sie absolviert?

Die Umschulung zur Fachkraft für Metalltechnik an der TÜV Rheinland Akademie in Cottbus passte optimal zu meinen Vorstellungen. Von 2017 bis 2019 habe ich diese Umschulung absolviert und mit der Note 1 abgeschlossen, darauf bin ich sehr stolz. Im Anschluss folgte eine siebenmonatige Weiterbildung im Bereich modulares Schweißen.

Sie haben an unserem geförderten Weiterbildungsprogramm teilgenommen, wie waren Ihre Erfahrungen damit?

Das geförderte Weiterbildungsprogramm war ein echter Glücksgriff für mich. Da ich derzeit noch auf meine Arbeitserlaubnis warte, konnte ich die Wartezeit sinnvoll nutzen und die nötigen Voraussetzungen für meinen beruflichen Neustart in Deutschland schaffen. TÜV Rheinland ist ein sehr bekannter Name, der einem viele Türen öffnet. Ich bin dankbar dafür, dass ich die Umschulung und die Weiterbildung über die Akademie machen konnte. Deshalb habe ich sie auch schon an zwei meiner Freunde weiterempfohlen.

Können Sie uns einen kleinen Einblick in die Zeit Ihrer Weiterbildungen geben?

Vorweg kann ich sagen: Die Zeit bei der TÜV Rheinland Akademie war toll! Ich habe nun drei Jahre an der Akademie verbracht und konnte mir dadurch ein komplett neues Leben aufbauen. Meine beruflichen Vorkenntnisse haben mir die Umschulung natürlich erleichtert, es gab aber auch vieles, das neu für mich war. Meine vorherigen Ausbildungen liefen eher nach dem Prinzip „learning by doing“ ab. Hier gab es nun auch einen umfangreichen Theorieteil, der meiner Meinung nach sehr wichtig ist. Dass meine Erfahrungen an der TÜV Rheinland Akademie so positiv sind, liegt mit Sicherheit auch an meinem Ausbilder. Herrn Polten war bei Fragen immer  für uns da. Er hat aber auch jedem Einzelnen Raum für selbstständiges Arbeiten gegeben. Ich konnte sehr von seinem Fachwissen profitieren.

Wie geht es nach Ihrer Zeit an der TÜV Rheinland Akademie weiter?

Dass ich mich an der TÜV Rheinland Akademie weitergebildet habe, hat mir schon einige Türen geöffnet. Unter anderem habe ich bereits ein Jobangebot vorliegen, das werde ich – sobald ich meine Arbeitserlaubnis habe – sofort annehmen. Vielleicht kann ich, bis es soweit ist, noch einige kleinere Weiterbildungsmaßnahmen besuchen. Perspektivisch könnte ich mir eine Qualifizierung zum „Schweißfachmann“ vorstellen. Falls das zeitlich nicht mehr klappt, möchte ich mich aber auf jeden Fall berufsbegleitend weiterbilden – dafür kommt dann nur die TÜV Rheinland Akademie infrage.

Herr Hassas, wir danken Ihnen für die Einblicke und freuen uns sehr über Ihr durchweg positives Feedback. Wir hoffen, Sie schon bald wieder an der TÜV Rheinland Akademie begrüßen zu dürfen und wünschen viel Erfolg bei Ihrem beruflichen Neustart!

Sie haben ebenfalls Interesse an einer Weiterbildung oder Umschulung, an der TÜV Rheinland Akademie? Hier kommen Sie zur Kursübersicht: https://kurse.tuv.com/kurse-suchen 

Bei weiteren Fragen rund um unser Angebot können Sie sich gerne jederzeit über unser Kontaktformular melden, um persönlich beraten zu werden. Vereinbaren Sie gleich einen Termin!

VIONA® Onlinekurs

Mein VIONA® Onlinekurs im Bereich IT

Sich ortsunabhängig und flexibel weiterbilden, das ermöglicht ein VIONA® Onlinekurs an der TÜV Rheinland Akademie.

Alexander belegt im virtuellen Klassenzimmer der Akademie verschiedene Kurse, um seine Kenntnisse im Bereich HTML, SQL und Softwareentwicklung auszubauen und sich beruflich noch einmal neu orientieren zu können. Im Interview verrät uns der 36-Jährige, wie er auf die VIONA® Online Seminare der TÜV Rheinland Akademie gestoßen ist, welche Erfahrungen er bisher in den Virtual Classrooms gesammelt hat und welche Vorteile ihm die Teilnahme an den Kursen bringt.

Alexander, Sie waren zuletzt erfolgreich als Personalberater tätig. Warum wollen Sie sich nun noch einmal beruflich umorientieren?

Nach meinem Bachelor-Studium in International Business Development habe ich über fünf Jahre lang als Personalberater in der Vermittlung von Fach- und Führungskräften mit Engineering-Hintergrund gearbeitet. Mit der Zeit wurde mir bewusst, dass ich mich beruflich noch einmal aus der Personalberatung herausbewegen möchte. Der Fokus meiner Arbeit soll zukünftig nicht mehr so stark am Vertrieb ausgerichtet sein, ich möchte selbst etwas entwickeln und erschaffen können. Da ich eine hohe Affinität zu Themen rund um IT besitze und ein Quereinstieg realistisch erschien, habe ich mich für eine Teilnahme an den VIONA® Onlinekursen mit Fokus auf Web- und Softwareentwicklung entschieden, um in Zukunft in diesem Umfeld zu arbeiten.

Wie sind Sie auf unser Kursangebot aufmerksam geworden?

Die Agentur für Arbeit hat mich auf das Fortbildungsangebot hingewiesen. Da ich bereits wusste, in welche Richtung es gehen sollte, habe ich nach entsprechenden Kursangeboten gesucht. Die Weiterbildungsform eines virtuellen Klassenzimmers war mit allerdings neu.

Welche Vorteile hat das Lernen in einem Virtual Classroom für Sie?

Gerade in der aktuellen Zeit ist es ein großer Vorteil, dass die Kurse nicht ausfallen, sondern man einfach weiterhin von zuhause aus teilnehmen kann. Zusätzlich entfällt die Anfahrt zur Bildungsstätte, was Zeit spart. Ich empfand es als besonders angenehm, mich ungestört auf die Kursinhalte konzentrieren zu können – in einem normalen Kursraum ist das manchmal nicht so gut möglich. Da sich meine Kurse alle auf Web- und Softwareentwicklung konzentrieren und ich auch Übungen und Projekte am PC erledige, kann der jeweilige Dozierende unkompliziert bei Problemen und Fragen helfen. Der größte Vorteil ist für mich, dass ich einen Rahmen und eine Struktur hinsichtlich der Lerninhalte bekomme. Die VIONA® Onlinekurse können sich aufgrund der begrenzten Zeit nur auf die wichtigsten Grundlagen konzentrieren, aber man hat einen guten Überblick, was am wichtigsten ist. So wird man als Kursteilnehmer auch nicht überfordert.

Gibt es Punkte, die wir bei den VIONA® Onlinekursen aus Ihrer Sicht noch verbessern könnten?

Meine Erfahrungen mit den Kursen sind durchweg positiv. Ich weiß jedoch von ein paar Teilnehmenden aus meinem virtuellen Klassenzimmer, die mit der Technik zu kämpfen hatten. Hier waren die Mitarbeitenden der TÜV Rheinland Akademie jedoch äußerst hilfsbereit und haben jedes technische Problem gelöst, sodass letztendlich alle reibungslos teilnehmen konnten. Mein einziger Verbesserungsvorschlag ist, die Datenübertragung der VIONA® Plattform zu beschleunigen. Der Lernprozess an sich wird dadurch zwar nicht gestört, aber da das Auge ja bekanntlich mitlernt, wäre es sicher besser, wenn das Scrollen über die Plattform etwas flüssiger laufen würde.

Vielen Dank für Ihr Feedback, Alexander! Wir freuen uns, dass Ihnen unsere Onlinekurse gefallen haben und Sie Ihr Wissen im Bereich IT erweitern konnten. Ihre Verbesserungsvorschläge geben wir gerne direkt an unser zuständiges Team weiter. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg auf Ihrem weiteren Berufsweg und würden uns freuen, Sie bald wieder in einem unserer virtuellen Klassenzimmer begrüßen zu dürfen!


Sie haben ebenfalls Interesse an einer Weiterbildung über die Online Akademie VIONA®? Hier kommen Sie zur Kursübersicht.

Setzen Sie den Filter bei „VIONA®“ und wählen Sie die passende Weiterbildung für sich und Ihre beruflichen Ziele aus.

Gerne informieren wir Sie persönlich zu unseren umfangreichen Angeboten im Bereich der Online Weiterbildung. Vereinbaren Sie gleich einen Termin!

VIONA® Onlinekurs

Mein VIONA® Onlinekurs im Bereich Bürokommunikation

Nadine will sich beruflich noch einmal umorientieren und absolviert dafür einen Onlinekurs im Bereich Bürokommunikation über VIONA®, die Online Akademie von TÜV Rheinland. So kann die 45-Jährige sich auch von zuhause aus weiterbilden und ihre Karriere voranbringen. Im Interview berichtet sie, wie sie auf die VIONA® Online Seminare aufmerksam geworden ist, welche beruflichen Ziele sie verfolgt und wie sie mit dem Lernen im virtuellen Klassenzimmer zurechtkommt.

 

Nadine, Sie haben bereits als Friseurin und Altenpflegerin gearbeitet. Warum wollen Sie sich nun nochmal beruflich umorientieren?  

Dass ich meinen ursprünglichen Berufen nicht mehr nachgehen kann, ist bei mir leider gesundheitlich bedingt. Nach einer längeren krankheitsbedingten Zwangspause möchte ich mich nun zur Bürokraft in Teilzeit weiterbilden, um beruflich wieder Fuß zu fassen.

Wie haben Sie vom Online-Kursangebot der TÜV Rheinland Akademie erfahren?

Ich war auf der Suche nach Weiterbildungsmöglichkeiten und habe eine Informationsveranstaltung des Jobcenters besucht. Dort gab es auch einen Stand der TÜV Rheinland Akademie. Zuerst dachte ich, da gibt es nichts Passendes für mich, weil ich angenommen habe, dass die Angebote dort eher für Männer und Industrie-Berufe ausgelegt sind. Zum Glück habe ich dann trotzdem noch vorbeigeschaut – denn schon nach einem kurzen Gespräch war mir klar, dass eine Weiterbildung über die Online Akademie VIONA® der richtige Weg für mich ist.

Hatten Sie zuvor schon Erfahrung mit Online-Weiterbildungen?

Nein, das ist das erste Mal, dass ich eine Weiterbildung in einem virtuellen Klassenzimmer mache. Aber meine ersten Erfahrungen damit sind durchweg positiv.

Welche positiven Erfahrungen haben Sie denn mit den VIONA® Online Seminaren gemacht?

Einer der größten Vorteile ist sicher, dass ich mich auch während des Corona-Lockdowns weiterbilden und die Zeit sinnvoll nutzen konnte. Außerdem gefällt mir die kleine Gruppengröße. So kann man viel konzentrierter lernen und die Dozierenden können intensiver auf Fragen eingehen. Grundsätzlich muss ich sagen, dass die Lehrenden an der TÜV Rheinland Akademie mit großem Spaß bei der Sache sind und sich sehr bemühen, den Teilnehmenden etwas beizubringen. Das hat mir das Lernen wirklich erleichtert und mich zusätzlich motiviert!

Haben Sie Vorschläge, wie wir die VIONA® Onlinekurse noch weiter verbessern könnten?

Eigentlich bin ich mit den Online-Kursen der TÜV Rheinland Akademie ausnahmslos zufrieden. Allerdings hat das Lernen über das Internet natürlich auch seine Tücken. Das mussten meine Mitstreitenden und ich selbst ab und an erfahren. Meistens waren es aber Probleme, die mit der Hardware der Teilnehmenden selbst zu tun hatten. Nicht jeder kann auf eine schnelle Internetverbindung zurückgreifen und manchmal streikte einfach die Technik. Allerdings muss man dazu sagen, dass das Team der TÜV Rheinland Akademie für jedes Problem eine Lösung hatte. Beispielsweise hat mein Laptop eines Morgens den Geist aufgegeben, doch schon drei Stunden später wurde mir ein Ersatzgerät der Akademie frei Haus geliefert. Das nenne ich Service!

Herzlichen Dank für Ihr konstruktives Feedback, Nadine! Es ist schön zu hören, dass Ihnen unser Online-Weiterbildungsangebot so gut gefällt. Ihre Verbesserungsvorschläge nehmen wir uns gerne zu Herzen. Wir würden uns freuen, Sie demnächst noch einmal im Rahmen einer Weiterbildung in der VIONA® Online Akademie begrüßen zu dürfen.


Sie haben ebenfalls Interesse an einer VIONA® Online Schulung? Hier kommen Sie zur Kursübersicht.

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Wenn der Chef das Problem ist – und was ABO-Psychologen leisten können

Schlechte Führung, mangelnde Konflikt-, Fehler- und Kritikkultur können ein Unternehmen teuer zu stehen kommen. Durch den Fachkräftemangel, die demografische Entwicklung sowie die Digitalisierung nimmt der Bedarf nach Dienstleistungen rund um die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz immer mehr zu. ABO-Psychologen (Arbeits-, Betr‎iebs- und Organisationspsychologie) zum Beispiel sind eine wertvolle Stütze für Organisationen. Aber was genau ist eigentlich ihre Aufgabe und wo liegen ihre Stärken?

Lange wurde der seelischen Gesundheit von Arbeitnehmern nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Mit der zunehmenden Verdichtung der Arbeit, immer höheren Anforderungen und steigenden Belastungen durch die digitale Verfügbarkeit tritt seit wenigen Jahren nun auch die psychische Gesundheit in den Fokus. Bis 2018 meldeten die deutschen Krankenkassen immer weiter steigende Fallzahlen psychischer Erkrankungen. Sie sind in Deutschland mittlerweile der häufigste Grund für Frühverrentung und Berufsunfähigkeit und mit 15,2 Prozent immer noch die dritt häufigste Ursache für Fehltage. Schlechte Führung, mangelnde Konflikt-, Fehler- und Kritikkultur sind früher oder später ein geschäftskritisches Thema, das die Organisation in ihrem Fortbestand gefährden kann. Vor allem können Menschen in die persönliche Überforderung bis zum Burnout geraten, wenn sie in Veränderungsprozessen lediglich auf der Sachebene funktionieren sollen und nicht gehört werden. Ängste, Emotionen und innere wie äußere Konflikte werden immer noch viel zu selten thematisiert.

Hinter die Fassade schauen und gesundes Miteinander fördern

Anders als Psychotherapeuten sind ABO-Psychologen keine Kliniker, sondern analysieren eine Organisation und ihre Akteure auf allen Hierarchieebenen aus einer sozialpsychologischen Perspektive. Sie schauen hinter die Fassade eines Unternehmens und analysieren die sozialen Beziehungen und Interaktionen. Wie geht es den einzelnen Menschen dabei, wenn sie sich beispielsweise durch die Digitalisierung ständig in Change-Situationen erleben? Wie sehr weichen Anspruch und Wirklichkeit im sozialen Umgang eines Unternehmens auf und wie wirkt sich dies auf Wahrnehmung und Verhalten der Mitarbeiter aus? Wie führt und kommuniziert eine Führungskraft? Werden in der Kommunikation neben den Sachthemen auch die emotionalen Bedürfnisse angesprochen, vor allem in Veränderungssituationen? Und wie geht ein Unternehmen mit Konflikten, Fehlern und Ängsten um? Thematisiert eine Führungskraft dann auch die Beziehungsebenen zwischen Konfliktparteien und arbeitet gestörte Verhältnisse so auf, dass es danach wieder auf einer gesunden Arbeitsebene weitergehen kann? ABO-Psychologen brauchen eine ausgeprägte kommunikative und soziale Kompetenz. Sie müssen die richtigen Fragen stellen und vor allem zuhören können. Sie müssen Gespräche moderieren und sich auf Menschen aller Hierarchien emphatisch und wohlwollend einstellen. Vor allem müssen sie Wissen und Methoden vermitteln, wie ein gesundes Miteinander in Unternehmen, Abteilungen oder Teams aussehen sollte und gelingen kann.

Hohe Qualifikationsanforderungen an ABO-Psychologen

Ambitionierte Anbieter rekrutieren ausschließlich Absolventen eines Diplom- oder Masterstudiengangs Psychologie. In Deutschland hat das Fach einen Numerus Clausus von 1,0. Andere Studiengänge der Psychologie erfüllen oft nicht das Fach- und Methodenwissen, das idealerweise vorhanden ist. Qualitätsanbieter erkennt man daran, dass sie Unternehmen keine 08/15-Angebote unterbreiten, sondern diese vorher klar stellen können, wo die Schmerzpunkte sind, was das Unternehmen an gezielten Lösungen benötigt und erwartet. Auch wenn es für ABO-Psychologen nur wenige gesetzliche Anforderungen gibt, legen große Provider zudem größten Wert auf die Qualifizierung ihrer Kolleginnen und Kollegen entlang der methodischen und fachlichen Entwicklungen in der betriebspsychologischen Forschung und Praxis.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit 

2013 hat auch der Gesetzgeber erkannt, dass psychische Gesundheit in einer modernen, durchgetakteten und digitalisierten Arbeitswelt mit immer älteren Arbeitnehmern ein hohes Gut ist. Er nahm daher in das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) eine Richtlinie auf, dass alle Arbeitgeber unabhängig ihrer Betriebsgröße regelmäßig eine Gefährdungsanalyse über psychische Belastungen am Arbeitsplatz durchführen müssen. Die Leitlinien für die Umsetzung der GDA (Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie) schreiben allerdings nicht vor, dass solche Gefährdungsanalysen durch Psychologen zu erstellen sind. Beim AMD TÜV etwa hat man sich darauf geeinigt, dass die Psychologen den Prozess federführend begleiten, zur Methodik beraten und maßgeblich die Kommunikation unterstützen. Arbeitsmediziner und Sicherheitsfachkräfte sind zwingend mit einzubinden. Die Zusammenarbeit in Präventionsteams mit Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit, Betrieblicher Gesundheitsförderung und Betrieblichem Eingliederungsmanagement ist hier zwingend erforderlich, um für die komplexen Themen in den Unternehmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz geeignete Lösungen anbieten zu können.

Vor allem in Unternehmen, in denen der Chef oder einzelne Führungskräfte Teil der psychischen Belastungen der Mitarbeiter sind, braucht es Arbeits- und Betriebspsychologen. So richten die ABO-Psychologen, die der Schweigepflicht unterliegen, im Unternehmen eine Sprechstunde ein, in denen sich die Mitarbeiter öffnen können. Diese betriebspsychologische Sprechstunde können sowohl Mitarbeiter als auch das Management nutzen: Die Beratung findet in einem geschützten Raum statt. Mitarbeiter kommen oft mit Themen wie Stress, Work-Life-Balance und ungelösten Konflikten; das Management eher mit Führungsthemen (Wie führe ich ein Kritikgespräch, wie löse ich einen Konflikt in meinem Team? etc.)

Die Psychologen erhalten in Gesprächen eine Vielzahl an Hinweisen, wo die Probleme in der Organisation liegen, die sie dann in einem Bericht anonymisiert mit betriebspsychologischen Empfehlungen an Vorstand oder Geschäftsführung aufbereiten. Solche Berichte verdichten die Herausforderungen, vor denen ein Unternehmen, Bereiche, Abteilungen und schlicht der Chef oder einzelne Führungskräfte stehen. Neben der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen, Coaching und Seminaren zum gesunden Führen, Stressmanagement unter anderem sind diese Reports eine wichtige Erkenntnis- und Analysequelle, um Lösungen zu entwickeln. Manchmal sind es auch die Führungskräfte, die für die psychischen Belastungen bei Mitarbeitern oder Teams verantwortlich sind. Jeder weiß es, aber keiner traut sich etwas zu sagen. In solch bisweilen traumatisch erlebten Situationen sind es ABO-Psychologen, die dem Chef dann behutsam beibringen, dass er das Problem ist. ABO-Psychologen sind auf solche Situationen durch Coaching-Ausbildungen spezialisiert, gehen idealerweise wohlwollend, wertschätzend und lösungsorientiert an solche Gespräche. Sie fangen betroffene Führungskräfte mit ihrer professionellen Gesprächsführungserfahrung auf und unterstützen sie dabei, an einer Lösung zu arbeiten.

Keine Sozialromantik, sondern harte betriebswirtschaftliche Argumente

Unbearbeitete Störungen in Unternehmen können auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht zu bedrohlichen Situationen führen. Die ABO-Psychologen verstehen sich daher auch nicht als Sozialromantiker, sondern eher als präventive Unternehmensberater, die durch ihre Interventionen Schlimmeres verhindern oder bei der Entwicklung und Erhaltung einer konstruktiven und vertrauensvollen Kommunikationskultur in den Unternehmen mitwirken. Geschäftsführer und Abteilungsleiter erkennen manchmal nicht rechtzeitig, wenn ein Team, eine Niederlassung oder einzelne Leistungsträger plötzlich in ihrer Performance nachlassen oder andere Auffälligkeiten zeigen. Häufig hören sie dann Ausreden von den Betroffenen. In Zeiten des Fachkräftemangels kann sich das heute kein Unternehmen mehr leisten, dass die Führung das nicht zeitnah anspricht und, wenn die Ursachen am Arbeitsplatz liegen, mit den Mitarbeitern pragmatische Lösungen diskutiert und umsetzt. Nur so besteht eine Chance, längere Krankheitsausfälle von Leistungsträgern durch Erschöpfung oder deren Fluktuation zu vermeiden. Denn nach wie vor ist der Faktor Mensch für Konzerne, Mittelstand, Ministerien und Behörden immer noch der wichtigste Faktor um die digitale Transformation erfolgreich zu bewältigen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement AMD TÜV

TÜV Rheinland Akademie DigiCamps Digitale Kompetenz

TÜV Rheinland Akademie vermittelt digitale Kompetenz

Wie bewege ich mich sicher im Netz? Wie erkenne ich ein Fake-Profil? Wie ist Online-Kommunikation einzuschätzen, wie unterscheide ich echte Nachrichten von Fake News? Was ist ein Meme? Wo gebe ich zu viel von meinem Privatleben preis und mache mich zu einem potenziellen Opfer für Identitätsdiebstahl? Allesamt Fragen digitaler Kompetenz, auf die Kinder und Jugendliche eine Antwort haben sollten, weil es sie stark und abwehrbereit macht gegenüber den Gefahren des Internets. Und sie auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. Bisher aber ist digitale Kompetenz weder Unterrichtsfach noch Bestandteil der Lehrerausbildung in Deutschland. Die TÜV Rheinland Akademie ändert das – zum Beispiel als Partner der DigiCamps. Die Resonanz ist beispiellos und hat inzwischen das Format einer Bewegung, besser gesagt im Netz-Sprech: DigiCamps goes viral. Ziel ist es, den Fach- und Führungskräften von morgen eine sichere und gesunde Entwicklung zu ermöglichen und hier möglichst früh anzusetzen: bei den Schulen und Lehrkräften.

2017 war der Auftakt der „DigiCamps – Life in Balance“. Seitdem ist eine republikweite Reihe entstanden, die Schüler, Lehrer und Eltern Orientierung im World Wide Web vermittelt. Auf Initiative des Sozialunternehmens BG 3000 Service GmbH, der BARMER und der TÜV Rheinland Akademie entstanden Smart-, Lehrer-, Azubi- und eben DigiCamps, die auf didaktisch und pädagogisch wertvolle Weise über Chancen, aber auch Risiken im Umgang mit dem Internet informieren. Die Barmer sponsert die Initiative, die TÜV Rheinland Akademie ist als einer der führenden Kompetenzentwickler im Rahmen der Digitalen Transformation mit an Bord. Grundmotivation ist, dass der Medien-Kompetenzerwerb früh beginnen muss. Er gehört heute und noch mehr in der Zukunft zu den basalen Lehrinhalten wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Eltern und Lehrer dürfen mit dieser Aufgabe nicht alleine gelassen werden.

Digitales Ich optimieren und digitalen Stress vermeiden

Ein DigiCamp dauert drei Tage und ist modular aufgebaut. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler vornehmlich der Mittelstufe, Lehrer und Eltern. In interaktiven Workshops erlernen sie den sicheren und vor allem gesunden Umgang mit digitalen Medien. Die Trainerteams bestehen aus Medienpädagogen, Psychologen, Ernährungs- und Fitness-Experten und vor allem aus bekannten Influencern der Social Media. Gemeinsam beschäftigen sich die Teilnehmenden mit allen Facetten der Internetnutzung. Behandelt werden Fragen über die Funktionsweisen von Snapchat, Instagram und Co. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit der individuellen Herausforderung, wie sie ihr Online-Ich optimieren können. Sie lernen, wie sie Suchtverhalten bei sich und anderen erkennen und wie sie mit digitalem Stress umgehen können. Durch die Beschäftigung mit dem eigenen Nutzungsverhalten und ohne moralischen Zeigefinger vermitteln die DigiCamps Empfehlungen und Orientierung. Denn Social Media und mobile Endgeräte gehören zum Leben dazu, der gesunde Umgang damit aber will gelernt sein.

Hacker sorgen für Aha-Effekte

Die DigiCamps starten jeweils mit eindrucksvollen Vorführungen, die IT-Security-Spezialisten altersgerecht aufbereiten. Mit Live Hacking-Experimenten erleben Erwachsene und Jugendliche, wie schnell ein E-Mail-Account mit schwachen Passwörtern gehackt ist. Sie staunen Bauklötze, wenn sie die Konsequenzen erleben, die ein auf Facebook gepostetes Reiseticket sowie ein hochgehaltener Daumen haben können. Ein mit einer gewöhnlichen Smartphone-Kamera aufgenommener Daumen kann dazu genutzt werden, den Fingerabdrucksensor an einem mobilen Endgerät zu manipulieren. Diese Aha-Effekte über ein unbedachtes Posten persönlicher Informationen haben eine heilsame Wirkung. Wer am DigiCamp teilgenommen hat, wird sein Nutzerverhalten mindestens infrage stellen und letztlich ändern.

Influencer klären auf

Aufklärung im besten Sinne betreiben auf den DigiCamps auch Social Media-Größen, die auf Instagram oder YouTube einige zehntausend Abonnenten bespaßen. Über ihre Instagram-Kanäle berichten beispielsweise Irina Engelke (287.000 Follower) und Laura Grosch (132.000 Follower) während der DigiCamps. Über ihre YouTube-Projekte referieren unter anderen Sebastian Meichsner von Bullshit TV mit über 1,8 Millionen Followern.

Solche Influencer, die selbst noch im Jugendalter sind, informieren ihre Altersgenossen über die Wirkungsmechanismen dieser beliebten Plattformen. Sie appellieren in den Workshops mit ihren praktischen Erfahrungen, im Umgang mit Social Media den eigenen Verstand zu gebrauchen. Unter ihrer Anleitung und begleitet durch Pädagogen, erstellen die Teilnehmenden am zweiten und dritten Tag eigene Videos, gestalten Blogs oder andere digitale Formate. Dabei setzen sie sich ebenso mit Produktions- und Rezeptionsbedingungen auseinander. So lernen Kinder und Jugendliche spielerisch und ganz konkret, wie sie einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Medien pflegen können.

Großes Interesse am Format auch von Dritten

Bis Ende 2019 sollen DigiCamps an mindestens 100 Schulen stattgefunden haben. Zielsetzung des Projektes ist, dass die Lehrerkollegien anschließend in der Lage sind, mit den umfangreichen Lehrmaterialien der Initiative in ihren Schulen eigene Unterrichtsformate für digitale Kompetenz anzubieten. Mittlerweile hat sich der Erfolg herumgesprochen und auch die besondere Rolle, die die TÜV Rheinland Akademie in dem interdisziplinären Projekt übernimmt. Weitere Organisationen in Deutschland und der Schweiz sind an der Durchführung von DigiCamps an Schulen und bei Ausbildungsträgern interessiert.

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Fachkräfte gewinnen aus aller Welt: Internationales Recruiting leicht gemacht für Unternehmen

In Deutschland fehlen die Fachkräfte. Der Mangel führt bereits in vielen Unternehmen zu Umsatzeinbußen. Deshalb hat die TÜV Rheinland Akademie ein praxisorientiertes Modell entwickelt, mit dem es gelingt, zeitnah qualifizierte Fachkräfte aus aller Welt zu rekrutieren. Aus Indien kommen dieser Tage die ersten Kfz-Mechatroniker, die künftig bei Hyundai-Händlern in Deutschland arbeiten. Alles, was Unternehmen belastet, übernimmt die TÜV Rheinland Akademie. Wie funktioniert der Prozess?

Kaum ein Mittelständler oder Konzern ist zufrieden mit der Fachkräftegewinnung in Deutschland. Je nach Studie fehlen pro Jahr bis zu 450.000 gut ausgebildete Spezialisten, vor allem in den MINT-Fächern, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technikberufen.

Da andere Länder dieser Welt die Qualifizierung im MINT-Bereich deutlich konsequenter handhaben, ist das internationale Recruiting für Branchen und Unternehmen ein sinnvoller Weg, den Mangel an Spezialisten zu decken und Nachfrage und Bedarf perfekt zu matchen. Wären da nur nicht die mangelnden Kontakte zu geeigneten Bewerbern, die Sprachhürden und die damit verbundene Bürokratie, um internationale Spezialisten einreisen zu lassen. Allein bei dem Gedanken daran dürfte sich so manche Personalabteilung überfordert fühlen. Auch wenn das Fachkräftezuwanderungsgesetz einige Hürden etwas gesenkt hat, bedarf es eines speziellen Know-hows, die gesetzlichen Voraussetzungen für die Migration von Zuwanderern in den hiesigen Arbeitsmarkt zu organisieren.

Um genau diese Hürden zu meistern, hat die TÜV Rheinland Akademie jetzt ein Modell entwickelt, mit dem Unternehmen ihren Fachkräftebedarf gezielt und zeitnah decken können – ohne sich um die damit verbundenen Formalitäten und den komplexen Rekrutierungs- und Qualifizierungsprozess kümmern zu müssen. Vor allem können sie sicher sein, dass die neuen Mitarbeiter tatsächlich dem gewünschten Anforderungsprofil entsprechen.

Derzeit fährt die TÜV Rheinland Akademie Pilotprojekte mit verschiedenen Partnern aus der Kfz-Branche. Das initiale Pilotprojekt wurde Anfang 2019 gestartet, bei dem es darum geht, den Bedarf nach Kfz-Mechatronikern bei der Hyundai Motor Deutschland GmbH zu erfüllen. Bis 2022 soll die TÜV Rheinland Akademie bis zu 250 Fachkräfte in Indien rekrutieren. Die ersten 100 sind bereits gewonnen und bereiten sich derzeit mit den lokalen Kollegen auf ihren Einsatz in Deutschland vor. Die neuen Mitarbeiter verpflichten sich für mindestens 36 Monate. Sollte ein Arbeitnehmer vorzeitig ausfallen, besetzt die TÜV Rheinland Akademie die Position erneut.

Gute Qualifikation und Motivation

Der Auftraggeber profitiert beim neuen Modell von der Expertise der TÜV Rheinland Akademie im Bereich Kompetenzentwicklung und andererseits von der Internationalität der TÜV Rheinland Akademie in mehr als 26 Ländern.  Die Zusammenarbeit im TÜV Rheinland-Verbund beginnt bei einem effektiven Rekrutierungsprozess vor Ort und setzt sich bis zum Integrationsmanagement in Deutschland fort.

Im aktuellen Fall identifiziert der indische Standort der TÜV Rheinland Academy anhand des vom Auftraggeber erstellten Anforderungsprofils geeignete Kandidaten. In Indien etwa gibt es sieben Universitätsabschlüsse, die mit dem Berufsbild und dem Kompetenzprofil des hiesigen Mechatronikers vergleichbar sind. In die engere Auswahl kommen sehr gut Englisch sprechende Bewerber, die zudem mindestens zwei Jahre praktische Berufserfahrung nachweisen können. Zusammen mit den Personalern des Auftraggebers führt die TÜV Rheinland Academy die ersten Bewerbergespräche. Darüber hinaus werden die Kandidaten sowohl sprachlich als auch fachlich gründlich auf die kommenden Anforderungen in Deutschland vorbereitet. Über Sprachschulen und künftig auch mittels eines virtuellen Sprachtrainings erwerben sie das Sprachniveau A2 mit Zertifikat und absolvieren in den ersten drei Monaten nach der Ankunft die B1-Prüfung und werden bei Bedarf auf B2 weiter qualifiziert.

Besteht fachlicher Weiterbildungsbedarf, werden die zu vermittelnden Fachkräfte in den Inhalten mit langjährig erprobten Online-Learnings durch die TÜV Rheinland Akademie geschult. Grundlage sind die kompletten Ausbildungsinhalte der dualen deutschen Ausbildung zum Mechatroniker.

Komplexe Verfahren für Berufsanerkennung und Einreise

Haben die Mechatroniker ihren Arbeitsvertrag unterschrieben, begleitet sie das Team von TÜV Rheinland Academy Indien weiter durch den Prozess. Unter anderem bereitet es sie gründlich auf die kulturellen und arbeitsrechtlichen Bedingungen in Deutschland vor – unterstützt durch das Team der TÜV Rheinland Akademie in Deutschland. Die deutschen Kollegen kümmern sich um die Anerkennung der in diesem Falle indischen Qualifikationsnachweise und die aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen. Mit der Handwerkskammer (HWK) Köln hat die TÜV Rheinland Akademie ein Verfahren für eine Prüfung der Zeugnisse vereinbart, damit die formale Anerkennung durch die dezentralen HWK zügig erfolgen kann. Visa und sonstige Nachweise nach dem kürzlich beschlossenen Fachkräfteeinwanderungsgesetz komplettieren die Einreisevorbereitung. Bis der Flieger nach Deutschland abhebt, sind pro Person rund 30 Dokumente zu bearbeiten und teilweise zu übersetzen und zu beglaubigen. Dieser Aufwand ist bereits so weit standardisiert, dass die TÜV Rheinland Akademie bei Bedarf monatlich künftig eine Vielzahl an Fachkräften nach Deutschland bringen kann.

Noch handelt es sich um ein Pilotprojekt, das aber so vielversprechend anläuft, dass es auf weitere Länder aus dem internationalen TÜV Rheinland-Verbund sowie weitere technische Berufe und Branchen ausgedehnt wird. Zahlreiche weitere Unternehmen aus Mittelstand und Industrie haben bereits vertieftes Interesse angemeldet. Demnächst berichten wir über den Fortgang dieses Projekts – am besten schauen Sie bald wieder vorbei.

MDR-Übergangsfrist – Alles klar zur Halbzeit?

Langsam aber sicher rückt das Ende der Übergangsfrist für die EU-Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation, MDR) des 25. Mai 2020 immer näher. Inzwischen ist die Hälfte der dreijährigen Übergangsfrist verstrichen und absehbar, dass die Umsetzung der MDR in den Unternehmen der Medizinprodukteindustrie nur langsam vorangeht und der Druck zunimmt.

Dies unterstreichen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von RAPS und KPMG. Vielen der befragten Medizinproduktehersteller fehlt eine langfristige Planung für die Erfüllung der Anforderungen der neuen MDR. Nur 22% der Befragten bestätigen ein umfassendes Verständnis und eine Strategie für die MDR-Auswirkung zu haben; 41% haben nur wenig bis keine Kenntnis der Regularien. Sehr kritisch ist, dass fast 80% der Befragten momentan die notwendige Kenntnis und das Verständnis für die MDR fehlt. Gleichwohl empfehlen Fachexperten und die Verbände weiter mit Hochdruck an der zügigen Umsetzung der MDR-Anforderungen zu arbeiten. Alle Akteure warten auf detaillierte Informationen, die die Umsetzung der MDR lebbar machen. Inzwischen gibt es zwar seitens der Europäischen Kommission eine Anleitung (Step by step guide) und ein Merkblatt (Factsheet) für die Umsetzung der Medizinprodukteverordnung. Die MDCG (Medical Device Coordination Group) hat 2018 ebenfalls erste Leitfäden zur MDR veröffentlicht. Aber es gibt immer noch zu viele Unklarheiten wie zum Beispiel die Begrifflichkeit „ausreichend klinische Daten“.

Das 4.Spring update Medizinproduktekonferenz der TÜV Rheinland Akademie thematisiert Fragen und Probleme bei der Auslegung und Umsetzung der Medical Device Regulation. Die Konferenz bietet zudem eine Plattform, sich über die aktuellen Brennpunktthemen für Medizinproduktehersteller zu informieren und auszutauschen. Das Konferenzprogramm sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie unter:

https://akademie.tuv.com/shop/product/4-spring-update-medizinproduktekonferenz-2019-5865